• 23.03.2012, 12:49:17
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AK: Fairere Preise für KonsumentInnen bei Lebensmittel & Co

Österreich braucht zumindest deutsche Standards

Wien (OTS) - Das sogenannte "Wettbewerbspaket" muss schnell
umgesetzt werden, verlangt die AK. Die AK Preisvergleiche mit
Deutschland zeigen, dass mehr Kontrollen und strengere Geldstrafen
letztlich auch zu günstigeren Endverbraucherpreisen führen. Denn in
Deutschland werden Kartelle mit hohen Geldbußen bestraft. "Bei
Preisab-sprachen zahlen die Konsumenten drauf. Den Profiteuren der
Teuerung muss daher ein Riegel vorgeschoben werden", sagt AK Wien
Experte Helmut Gahleitner.

Eine regelmäßige Prüfung durch die Behörde bei Lebensmitteln,
Beweislastumkehr im Energiebereich, Einführung der kollektiven
Marktbeherrschung und bessere Instrumente zur Kartellaufdeckung sind
dringend notwendig. Durch die Einführung eines gesetzlich verankerten
Monitorings hätte die Behörde ein zusätzliches Instrument bei der
Bekämp-fung unfairer Praktiken in der Hand.

Ein Vergleich mit Deutschland ergibt, dass Österreich bei der
Aufdeckung von Kartellen und Bekämpfung von Marktmachtmissbrauch noch
deutlich nachhinkt. "So wurde in Deutschland die Konsumgüter- und
Lebensmittelindustrie wiederholt wegen Absprachen abgestraft. Für
Österreich trifft das nicht zu", sagt Gahleitner. So wurde etwa das
deutsche Mühlenkartell mit österreichischer Beteiligung im Jahr 2011
ebenso abgestraft wie die Hersteller der Geschirrspülmittel-Tabs
"Somat" und "Calgonit" wegen langjähriger Preisabsprachen zu Lasten
der KonsumentInnen.

Die jüngsten AK-Preisvergleiche zu den günstigsten Produkten
zeigen ebenfalls: Es ist mehr Kontrolle notwendig. So kostete das
preisgünstigste Mehl im Jänner 2011 und Sep-tember 2011 bei allen
acht geprüften Supermärkten und Diskontern einheitlich 0,49 Euro. Bei
der Erhebung im Jänner 2012 verlangten alle acht geprüften Geschäfte
für das preiswerteste Mehl einheitlich 0,55 Euro (plus 12,2 Prozent).
Die Preisgestaltung bei Feinkristallzucker (1,19 Euro) war im
September 2011 und Jänner 2012 ist auch in allen von der AK
untersuchten Supermärkten identisch.

Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Doris Strecker
Tel.: (+43-1) 501 65-2677, mobil: (+43) 664 845 41 52
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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