• 23.03.2012, 11:24:56
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IV zu Gesundheit: Finanzierung aus einer Hand brächte enorme Effizienzgewinne

IV-GS Neumayer: Bestehende "Zwei Gesundheitssysteme" zusammenführen - Mehr Transparenz und Vereinfachung der Finanzierung vorrangig notwendig

Wien (OTS) - Wien (PdI) "Defacto haben wir in Österreich
gegenwärtig zwei Gesundheitssysteme nebeneinander, einmal die
Spitäler mit ihren Ambulanzen als Rund-um-die-Uhr-Arztpraxen für alle
Fälle und andererseits die niedergelassenen Ärzte. Wir leisten uns zu
viele teure Doppelstrukturen, weil wir die Patientenströme nicht
richtig steuern", betont der Generalsekretär der
Industriellenvereinigung Mag. Christoph Neumayer anlässlich der
laufenden Verhandlungen zur Gesundheitsreform. Vorrangig müssten nun
die Implementierung des Kostendämpfungspfades angegangen und die
Finanzierungsströme vereinfacht und transparenter werden. "Mit einer
Finanzierung aus einer Hand könnte ein Riesenschritt hin zu mehr
Effizienz im Gesundheitssystem gesetzt werden", so Neumayer. Die
finanziellen Mittel für die Spitalsfinanzierung sollten gebündelt
werden und die Ausschüttung nach einheitlichen Kriterien erfolgen.
Dadurch würde auch die dringend notwendige Transparenz erhöht werden.
"Wir brauchen eine bundeseinheitliche, länderübergreifend
verbindliche Planung - entsprechend dem objektiven Bedarf - und klare
Finanzziele, um aufwendige Parallelstrukturen zu überwinden und die
Gesundheitsleistungen jeweils auf der richtigen Versorgungsebene
(Hausarzt, Facharzt, Ambulanz, Spital) zu bringen", so der
IV-Generalsekretär.

Auch Prävention sei ein wichtiger Schritt in die richtige
Richtung. "Wir müssen vor allem auch die Eigenverantwortung des
Einzelnen stärken - auch durch finanzielle Anreize für das
individuelle Gesundheitsverhalten", sagt Neumayer. Hier gäbe es auch
"einen signifikanten volkswirtschaftlichen Mehrwert", der durch
weniger Krankenstände in Folge einer verstärkten Prävention erzielt
werden könnte. Eine Reduktion der Krankenstände um zehn Prozent
könnte demnach etwa zu einer Steigerung der Wertschöpfung um 480
Millionen Euro führen. Außerdem sollten die Möglichkeiten von
E-Health stärker genutzt werden: "Es ist an der Zeit, dass die
Vorteile der elektronischen Kommunikation auch im Gesundheitssystem
genutzt werden. Insbesondere die Elektronische Gesundheitsakte würde
große Vorteile für Patientinnen und Patienten bedeuten. Damit
wirklich ein umfassender Überblick über relevante Vorbefunde und
damit eine optimale Behandlung sichergestellt ist, muss allerdings
auch die flächendeckende Teilnahme von Ärzten und anderen
Gesundheitsanbietern gesichert sein", so Neumayer.

Rückfragehinweis:
IV-Newsroom
Tel.: +43 (1) 711 35-2306
mailto:info@iv-newsroom.at
www.iv-net.at/medien

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