• 22.03.2012, 10:00:05
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Grüne Wien/Werner-Lobo: Keine Toleranz für homophobe Hetze

Kultursprecher fordert Einreise- und Auftrittsverbot für Hass-Sänger Sizzla

Wien (OTS) - Vor wenigen Wochen hat der Grüne Bundesrat Marco
Schreuder auf seinem Weblog (www.schreuder.at) darauf aufmerksam
gemacht, dass im Wiener Konzertlokal Reigen für den 26. März ein
Auftritt des jamaikanischen Hass-Sängers Sizzla geplant ist. Der
Reggae- und Dancehallmusiker ist bekannt dafür, dass er offen zur
Gewalt und sogar zum Mord an Homosexuellen aufruft. Sizzlas Texte
wurden von der deutschen Bundesprüfstelle für jugendgefährdende
Medien als gewaltverherrlichend und jugendgefährdend indiziert, 2008
war er deswegen im Schengener Informationssystem zur Zurückweisung
und Nichteinreise in den Schengenraum ausgeschrieben.

"Wir haben daher sowohl den Kulturverein Reigen als auch den
Veranstalter Bunfiresquad aufgefordert, den Auftritt abzusagen",
berichtet Klaus Werner-Lobo, Kultursprecher der Grünen Wien. Diese
haben daraufhin zwar zugesichert, homophobe Äußerungen vertraglich zu
sanktionieren, "für uns ist das jedoch inakzeptabel. Man würde ja
auch nicht auf die Idee kommen, eine Nazi-Band auftreten zu lassen,
die explizit zum Mord aufruft, nur weil sie diesmal ausnahmsweise
darauf verzichtet", so Werner-Lobo. Die Grünen Wien werden den
Behörden eine Sachverhaltsdarstellung wegen Verletzung von §10 des
Wiener Jugendschutzgesetzes übermitteln, das ausdrücklich die
Diskriminierung wegen sexueller Orientierung unter Strafe stellt.
Sollte der Auftritt dennoch stattfinden, sei auch eine Strafanzeige
wegen Verhetzung (§283) zu überlegen, so Werner-Lobo, der deshalb
auch an die Innenministerin appeliert, ein Einreiseverbot zu
verhängen.

Erst am vergangenen Sonntag hat Sizzla bei einem Konzert in Kingston
laut Medienberichten erneut zum Mord an Schwulen aufgerufen. Nach
massiven Protesten in Schweden wurde nun ein für 28. März geplanter
Auftritt in Stockholm ebenso wie zwei Termine in Spanien abgesagt.

"Wien duldet keine homophobe Hetze. Wir werden in diesem Zusammenhang
auch über eine Neugestaltung der Förderrichtlinien nachdenken:
Sexismus, Rassismus, Homophobie und alle anderen Arten von
Diskriminierung haben im Wiener Kulturleben nichts verloren", so
Werner-Lobo abschließend.

Rückfragehinweis:
Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, [email protected]

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