• 21.03.2012, 11:38:21
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Oberösterreich für bessere Berücksichtigung von Bildungszeiten in der Pensionsversicherung

Affenzeller: "Bildung soll nicht zu Nachteilen im Pensionssystem führen."

Linz (OTS) - Im Oktober 2010 hat die SPÖ ein konkretes Modell zur
Aufwertung von Bildungszeiten in den Oö. Landtag eingebracht.
Eineinhalb Jahre und drei Unterausschusssitzungen später wird morgen
im Bildungsausschuss des Oö. Landtags ein von allen vier Fraktionen
unterzeichneter Kompromisstext zur Abstimmung gebracht. Stv.
Klubvorsitzender Hans Affenzeller war für den SPÖ-Klub im
Unterausschuss tätig: "Es freut mich, dass der Oö. Landtag mit diesem
4-Parteien-Antrag ein Signal setzt, dass das gesetzliche
Pensionssystem ein Zukunftsmodell ist, das auch die Lebenslagen
junger Menschen berücksichtigen muss. Nicht das
Auseinanderdividieren, sondern das Zusammenführen von Jung und Alt
sichert das gesetzliche Pensionssystem dauerhaft."

Konkret hat der SPÖ-Landtagsklub thematisiert, dass Menschen mit
langen Bildungszeiten wie zum Beispiel einer akademischen Ausbildung
oder vergleichbaren Angeboten entsprechende Jahre für die 'normale'
Alterspension fehlen. Zugleich ist der Rückkauf von Schul- und
Studienzeiten enorm verteuert worden und für viele Menschen daher
nicht mehr leistbar. "Um im neuen Pensionskontomodell das Niveau
einer bisher als normal geltenden Alterspension - also 80 Prozent der
Bemessungsgrundlage - zu erreichen, sind 45 Beitragsjahre
erforderlich. Das entspricht einer lückenlosen Beschäftigung im Alter
von 20 bis 65 Jahren, was viele Menschen aufgrund von Umschulungen,
einer Ausbildung im zweiten Bildungsweg oder auch einer akademischen
Ausbildung nicht erreichen können", erklärt SPÖ-Sozialsprecher
Affenzeller. Der SPÖ-Klub hat daher ursprünglich ein auf maximal fünf
Jahre beschränktes, aber leistbares Modell einer Selbstversicherung
für Menschen in Bildungszeiten beantragt, um die Situation zu
entschärfen. Dieses konkrete Modell ist im Kompromissvorschlag nicht
enthalten, die inhaltliche Stoßrichtung, das besagte Problem
lösungsorientiert aufzugreifen, blieb jedoch erhalten.

"Uns geht es auch darum, dass junge Menschen nicht von vornherein auf
private Pensionskassen verwiesen werden, sondern ernsthaftes
Vertrauen zum gesetzlichen Pensionssystem aufbauen können. Deshalb
müssen die heutigen Lebenslagen im Pensionssystem auch abgebildet
werden", führt Affenzeller aus. Im Kompromisstext, der morgen im
Landtagsausschuss zur Abstimmung kommt, heißt es, dass Bildungszeiten
in der gesetzlichen Pensionsversicherung besser berücksichtigt werden
sollen.

Rückfragehinweis:
SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner
Tel.: 0732/7720-11313

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