ÖAMTC: 25 Jahre Alkomat-Verordnung sind Meilenstein für Verkehrssicherheit, Teil 1 (+ Foto, + Video)

Bei Fahren unter Alkoholeinfluss drohen Vormerkung oder Verlust der Lenkberechtigung und hohe Geldstrafen

Wien (OTS) - Am 25. März 1987 trat mit der Alkomat-Verordnung eine wichtige Maßnahme für mehr Verkehrssicherheit in Österreich in Kraft. "In der Verordnung ist festgelegt, wer einen Alkoholtest durchführen darf und welche Geräte dafür eingesetzt werden müssen", erklärt ÖAMTC-Chefjurist Martin Hoffer. "Außerdem ist genau geregelt, wie die Straßenaufsichtsorgane beim Test vorgehen müssen." Gestraft wurde bei Alkohol am Steuer freilich auch schon vor der Alkomat-Verordnung. Allerdings war dafür eine wesentlich zeitaufwändigere klinische Untersuchung notwendig. "Dieses Verfahren wird auch heute noch angewandt, beispielsweise, wenn der Alkomat-Test aufgrund einer Erkrankung des Probanden nicht funktioniert", schildert der ÖAMTC-Experte. Grundsätzlich hat aber die Einführung von Alkomat-bzw. Alkoholvortests (ab 15. Dezember 2006) die Arbeit der Exekutive wesentlich erleichtert.

Einen Alkoholtest darf die Polizei bei jeder Verkehrskontrolle durchführen - auch ohne konkreten Verdacht auf Alkoholkonsum. "Zunächst kommt das Vortestgerät zum Einsatz. Wenn ein kritischer Wert angezeigt wird, nimmt die Exekutive entweder vor Ort oder auf dem Kommissariat eine Messung mit geeichten Alkomaten vor", erklärt der ÖAMTC-Chefjurist den Ablauf einer Alkoholkontrolle. Übrigens darf man den Vortest zwar verweigern, allerdings ist dann der Alkomat-Test Pflicht. Auf diesen muss man in der Regel längere Zeit warten. Wird auch dieser verweigert, wird automatisch ein Alkoholisierungswert von 0,8 Milligramm pro Liter Atemluft (entspricht einem Promillewert von 1,6) angenommen, mit allen damit verbundenen Konsequenzen.

Der vom Alkomat ermittelte Alkoholisierungsgrad hat entsprechende Folgen. "Grundsätzlich gelten 0,5 Promille als Obergrenze für den Blutalkoholgehalt, bei Probeführerschein-Besitzern, bei Lkw- und Busfahrern sind es nur 0,1 Promille", hält der ÖAMTC-Experte fest. "Nur wer unter diesen Werten liegt, darf weiter fahren." Bei höheren Promillewerten muss man sich um eine andere Heimfahrgelegenheit bemühen. Ab 0,8 Promille wird der Führerschein an Ort und Stelle von der Polizei abgenommen. Später folgen ein Verwaltungsstrafverfahren und ein Verfahren, mit dem die Dauer der Entziehung der Lenkberechtigung festgelegt wird.

Rechtsfolgen bei Alkohol am Steuer

* 0,5 bis 0,79 Promille: In diesem Bereich ist eine Verwaltungsstrafe von 300 bis 3.700 Euro fällig. Beim ersten Alkoholvergehen behält man zwar den Führerschein, es erfolgt aber eine Vormerkung im Führerscheinregister. "Wiederholungstätern blühen beim zweiten Delikt innerhalb von zwei Jahren weitere Maßnahmen, zum Beispiel eine Nachschulung durch Psychologen. Wer gar ein drittes Mal innerhalb von drei Jahren erwischt wird, ist wie bei allen anderen Vormerkdelikten für mindestens drei Monate den Führerschein los", erklärt der ÖAMTC-Chefjurist.

* 0,8 bis 1,19 Promille: Wer mehr als 0,8 Promille "intus" hat, muss mit einer Verwaltungsstrafe von 800 bis 3.700 Euro rechnen. Bereits bei der ersten Alkofahrt (ohne Unfall) ist der Führerschein für einen Monat weg, im Wiederholungsfall mindestens drei Monate.

* 1,2 bis 1,59 Promille: "Ab 1,2 Promille Alkohol droht eine Verwaltungsstrafe zwischen 1.200 und 4.400 Euro. Außerdem muss man in diesem Fall mindestens vier Monate ohne Führerschein auskommen und zur Nachschulung antreten, was zusätzliche Kosten verursacht", erklärt der ÖAMTC-Experte.

* 1,6 Promille und darüber: Wer sich mit solchen Promillewerten hinters Steuer setzt, riskiert eine Verwaltungsstrafe zwischen 1.600 und 5.900 Euro und muss den Führerschein für mindestens sechs Monate abgeben. "Zusätzlich blühen dem Alkolenker eine Nachschulung, ein Termin beim Amtsarzt und eine verkehrspsychologische Untersuchung. All das ist mit weiteren, enormen Kosten verbunden", stellt der ÖAMTC-Chefjurist klar. "Bei Wiederholungstätern sieht das Gesetz übrigens noch weitaus längere Mindestentziehungszeiten vor."

Aviso an die Redaktion: Fotos zu dieser Aussendung sind unter www.oeamtc.at/presse abrufbar. Sendefähiges Videomaterial ist im Laufe des Tages über die ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit unter der Nummer (01) 711 99 1218 erhältlich.

(Forts.)

Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Stefan Tschernutter
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
pressestelle@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP0001