• 20.03.2012, 13:42:12
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Bundesregierung stellt 1,5 Millionen für Hilfe in der Sahel Zone zur Verfügung

15 Millionen Menschen ohne genügend Nahrung

Wien (OTS) - Der afrikanischen Sahel Zone, eine der ärmsten
Regionen der Erde, steht unmittel-bar vor der nächsten humanitären
Katastrophe. Nach drei Dürren in nur zehn Jahren droht Millionen
Menschen eine neue Hungerkrise.

Aus diesem Anlass hat der heutige Ministerrat beschlossen, den
Menschen in der Sahel Zone eine Soforthilfe im Ausmaß von 1,5
Millionen Euro zu gewähren. 1 Million Euro wird das Außenministerium
aus Mitteln des Hilfsfonds für Katastrophenfälle im Ausland zur
Verfügung stellen, 500.000 Euro kommen an Nahrungsmitteldirekthil-fe
aus dem Lebensministerium.

"Es liegt in unserer Verantwortung, auch in Zeiten des Sparpakets
einen Beitrag zu leisten, um Katastrophen zu verhindern oder zu
lindern, die Millionen Menschen das Leben kosten könnten", betont der
Staatssekretär im Außenministerium Dr. Wolfgang Waldner.

"In der Krisenregion wird vor allem Nahrung, Saatgut und
medizinische Betreuung benötigt. Ebenso werden wir mithelfen,
umfangreiche Vorkehrungen zu treffen, damit Infektionskrankheiten wie
Cholera bekämpft werden können", erklärt Umweltminister DI Nikolaus
Berlakovich.

Betroffen sind vor allem die Länder Mauretanien, Niger und Burkina
Faso. Nach An-gaben der Vereinten Nationen sind auch schon die
Regionen im Senegal, Tschad, Gambia und Kamerun gefährdet. In den
nächsten Wochen drohen, 15 Mio. Men-schen ohne genügend Nahrung zu
sein. Besonders Kinder sind in dieser Hungerkri-se die
Leidtragenden.

"Schlechte Ernten, hohe Lebensmittelpreise, Wasservorräte die zur
Neige gehen und Flüchtlingsströme sind deutliche Signale, dass die
Zeit drängt und rasches Handeln erforderlich ist", so Berlakovich.

"Wir nehmen die Warnungen der Hilfsorganisationen sehr ernst und
wollen alles tun, um eine humanitäre Krise im Ausmaß von Ostafrika zu
verhindern", erklärt Waldner und ergänzt abschließend: "Die 1 Million
Euro aus dem Hilfsfonds wird je zur Hälfte über österreichische NGOs
sowie über internationale humanitäre Organisationen auf der Basis von
"Appeals" zur Verfügung gestellt."

Rückfragehinweis:
Lebensministerium, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6823

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