• 20.03.2012, 11:50:47
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  • OTS0158 OTW0158

Spindelegger: "Bekämpfung des Menschenhandels erfordert Aktivitäten der gesamten Regierung"

Annahme des dritten Nationalen Aktionsplans 2012-2014

Wien (OTS) - "Menschenhandel stellt eine Verletzung
fundamentalster Menschenrechte dar. Viele Staaten der Welt sind von
Menschenhandel betroffen. Mit der Annahme des dritten Nationalen
Aktionsplans leisten wir einen konkreten Beitrag zur Bekämpfung
dieses grausamen Verbrechens" so Vizekanzler und Außenminister
Spindelegger, der heute dem Ministerrat den dritten Nationalen
Aktionsplan zur Bekämpfung des Menschenhandels für die Jahre
2012-2014 vorlegte. Ebenso wurden der österreichischen
Bundesregierung der zweite österreichische Bericht zur Bekämpfung des
Menschenhandels für den Zeitraum 2009-2012 sowie der Bericht der
Arbeitsgruppe Kinderhandel vorgelegt.

Der dritte von der österreichischen Task Force Menschenhandel
erstellte Aktionsplan beinhaltet konkrete Aktionen zu Prävention,
Opferschutz, Strafverfolgung und internationaler und nationaler
Zusammenarbeit. "Hauptziele sind den Schutz für die Opfer,
insbesondere Frauen und Kinder, zu erhöhen sowie die dahinter
stehenden Strukturen der Organisierten Kriminalität konsequent zu
bekämpfen", so Spindelegger.

Die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans erfolgt in enger
Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft. Die vom Außenministerium
bzw. der Nationalen Koordinatorin Botschafterin Elisabeth
Tichy-Fisslberger geleitete innerösterreichische "Task Force
Menschenhandel" erfüllt dabei als "Vernetzungs-Instrument" zwischen
Ministerien, Bundesländern und NGOs eine wichtige Aufgabe.

Im Rahmen der österreichischen Entwicklungshilfe unterstützt
Österreich potentielle Opfer von Menschenhandel bereits in den
Herkunftsländern, etwa durch von internationalen Organisationen (IOM
und UNODC) organisierte Projekte in Westafrika und Südosteuropa.
Zudem sind die österreichischen Vertretungsbehörden, insbesondere in
Risikoländern, aufgefordert, aktiv Präventions-Maßnahmen gegen den
Menschenhandel zu setzen. Die Bekämpfung des Kinderhandels bildet
auch einen Schwerpunkt im Rahmen der derzeitigen österreichischen
Mitgliedschaft im UNO-Menschenrechtsrat. Gemeinsam mit anderen
Staaten setzt Österreich Aktivitäten, um Kinder vor Ausbeutung und
Sklaverei zu schützen.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: +43(0)501150-3262,4549,4550; F:+43(0)501159-213
mailto:[email protected]
http://www.aussenministerium.at, http://www.bmeia.gv.at

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