- 20.03.2012, 10:14:18
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Mitterlehner: "Familienfreundlichkeit soll Markenzeichen der Tiroler Wirtschaft werden"
Wirtschafts- und Familienminister mit "Zukunftsforum Familie & Wirtschaft" in Innsbruck - Familienfreundlichkeit erhöht die Wettbewerbsfähigkeit - Neuer "Berufundfamilie-Index" kommt
Innsbruck (OTS/BMWFJ) - Wirtschafts- und Familienminister Reinhold
Mitterlehner war am Montagabend mit dem "Zukunftsforum Familie &
Wirtschaft" in Innsbruck zu Gast. Mit dieser Veranstaltungsreihe in
allen Bundesländern wirbt Mitterlehner für mehr
Familienfreundlichkeit in Unternehmen und damit eine leichtere
Vereinbarkeit von Familie und Beruf. "Allein schon aufgrund des
demographischen Wandels und des Fachkräftebedarfs wird es für
Österreichs Wirtschaft immer wichtiger, Familienfreundlichkeit als
ihr Markenzeichen zu etablieren. Wer flexible Modelle für eine
bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf umsetzt, wird attraktiver
für qualifizierte Mitarbeiter und verschafft sich nachhaltige
Wettbewerbsvorteile", betonte Mitterlehner. "In familienorientierten
Betrieben steigt die Motivation, gehen die Krankenstände zurück und
funktioniert die Mitarbeiterbindung besser."
Beim Zukunftsforum verwies Mitterlehner auch auf die Einführung des
neuen Berufundfamilie-Index. "Damit können Unternehmen künftig über
ein Online-Tool laufend prüfen und vergleichen, wie familienbewusst
ihre Personalpolitik tatsächlich ist", erläuterte Mitterlehner das
wissenschaftlich fundierte Management-Instrument. Der neue
"Berufundfamilie-Index" wird im Mai vorgestellt. Rund 80
Unternehmerinnen und Unternehmer informierten sich beim Zukunftsforum
in der Wirtschaftskammer Innsbruck aus erster Hand über die Vorteile
von mehr Familienfreundlichkeit. "Eine familienbewusste
Unternehmenskultur erhöht die Wahlfreiheit und schafft für jede
Lebenslage die richtigen Rahmenbedingungen. Daher wollen wir die
Betriebe beim Thema Vereinbarkeit noch stärker ins Boot holen und die
Umsetzung flexibler Modelle unterstützen", sagte Mitterlehner.
Besonders bewährt habe sich in dieser Hinsicht das vom
Familienministerium unterstützte Audit "berufundfamilie" - ein
Monitoring-Instrument zur Erhebung und Verbesserung der
Familienfreundlichkeit in Unternehmen.
"Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist in Tirol kein leeres
Schlagwort mehr. Sie wird gelebt, es hat sich viel bewegt und die
Familienfreundlichkeit von Unternehmen ist zum Standortthema
geworden", sagte Tirols Wirtschaftslandesrätin Patrizia
Zoller-Frischauf bei der Veranstaltung. Sie verwies auf den erstmals
vom Land Tirol durchgeführten Wettbewerb Familienfreundlichkeit auf
dem Prüfstand, "bei dem heuer auf Anhieb mehr als 130 Tiroler
Unternehmen ausgezeichnet wurden". Bei der Eröffnung des
Zukunftsforums betonte auch Tirols Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen
Bodenseer die nachhaltigen Vorteile von familienfreundlichen
Rahmenbedingungen in Unternehmen.
Erfolgsmodelle für mehr Familienfreundlichkeit in Tirol
Beim Zukunftsforum werden Vorzeigebetriebe vor den Vorhang geholt,
um anderen Unternehmen Mut zu neuen familienfreundlichen Maßnahmen zu
machen. So setzt etwa die Raiffeisenlandesbank Tirol in Innsbruck auf
variable Arbeitszeiten mit individuellen Teilzeitmodellen und auf
Karrierepläne nach der Elternteilzeit. Gleichzeitig gibt es
freiwillige Leistungen wie Kinder- oder Familienzulagen.
Familienorientierte Maßnahmen werden auch von der "EGOS - the
education company" gesetzt. Diese umfassen unter anderem
qualifizierte Teilzeitarbeit mit freier Zeiteinteilung und hoher
Flexibilität sowie die Etablierung einer Kinderbetreuungsstelle im
Haus. Auch die Schenker & Co AG in Innsbruck sieht
Familienfreundlichkeit als zentralen Ansatz ihrer Unternehmenskultur,
setzt auf Mitarbeiterbindung und bietet daher ein Gesamtpaket an
familienfreundlichen Maßnahmen an. Dazu zählen zum Beispiel flexible
Teilzeitmodelle, Telearbeitsplätze oder Weiterbildungsangebote
während der Karenz.
Der Familienforscher Wolfgang Mazal analysierte beim Zukunftsforum
die betriebswirtschaftlichen Chancen und Herausforderungen von
familienorientierten Angeboten. "Es gibt bei der Vereinbarkeit kein
Patentrezept, aber einen Königsweg: das Audit "berufundfamilie". Denn
es braucht Lösungen, die auf das jeweilige Unternehmen abgestimmt
sind", betonte Mazal. "Nützen Sie daher die Chance auf ein Investment
in stabile, effiziente und motivierte Arbeitskräfte."
Fotos von der Veranstaltung sind auf der Homepage des
Wirtschaftsministeriums unter www.bmwfj.gv.at in der Rubrik "Presse"
verfügbar.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend Pressesprecher des Bundesministers: Mag. Waltraud Kaserer Tel.: +43 (01) 71100-5108 / Mobil: +43 664 813 18 34 mailto:[email protected] www.bmwfj.gv.at Mag. Volker Hollenstein Tel.: +43 (01) 71100-5193 / Mobil: +43 664 501 31 58 [email protected]
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