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Österreicher flüchten ins Immobilieneigentum

Steigende Preise und geringes Angebot verwehren Zugang zu Besitz

Wien (OTS) - Auf dem österreichischen Immobilienmarkt findet derzeit eine drastische Verknappung des Angebots statt. Die starke Nachfrage der vergangenen Jahre führt vor allem in den Ballungsgebieten zu einem teilweise dramatischen Rückgang an marktfähigen Immobilien. Wie der Immobilienpreisindex von IMMOBILIEN.NET zeigt, sind steigende Preise die Folge.

Von Anfang 2010 bis Ende 2011 hat die Menge der angebotenen Immobilien kontinuierlich abgenommen. Österreichweit gab es einen Rückgang von etwa 20 Prozent. Bei Kaufobjekten verringert sich das Angebot sogar um knapp 30 Prozent. Besonders dramatisch ist der Rückgang in Wien. Bei Kaufobjekten beträgt die Verringerung des Angebots knapp die Hälfte. In den meiste n Bundesländern bestätigt sich dieser Trend. Lediglich in Tirol und im Burgenland gibt es einen leichten Anstieg bei den Angeboten.

Der Angebotsrückgang ist laut Alexander Ertler von IMMOBILIEN.NET vor allem mit der Verunsicherung der Bevölkerung durch die Finanz-und Wirtschaftskrisen zu erklären. "Die Menschen suchen einen sicheren Hafen für ihr Erspartes. Grund und Boden sind immer noch die sicherste Form der Geldwertsicherung", so der Immobilienexperte. Verstärkt wird diese Entwicklung noch durch die Zurückhaltung beim Verkauf wegen der Angst vor hoher Inflation. "Den Immobilienbesitzern geht es derzeit vor allem um Werterhaltung, nicht um Wertsteigerung", analysiert Ertler.

Hohe Nachfrage führt zu starkem Preisanstieg

Die beständig hohe Nachfrage hat hohe Preisanstiege zur Folge. Generell lässt sich ein starker Trend in Richtung Verteuerung von Immobilien, vor allem in innerstädtischen Regionen und in den Speckgürteln von Ballungszentren feststellen. Spitzenreiter sind Vorarlberg und Tirol. Dort gibt es bei Häusern einen Preisanstieg von über 19 bzw. über 13 Prozent im Median, trotz leicht steigenden Angebots. Salzburg und die Steiermark folgen mit über 10 Prozent Erhöhung nur knapp dahinter. Bei den Eigentumswohnungen liegt traditionell Wien vorne. In Margareten, Neubau, Simmering und Hernals sind die Kaufpreise im zweistelligen Bereich gestiegen.

Immobiliensuchende weichen auf Randzonen aus

Durch die stark gestiegenen Preise ist Wohneigentum für viele Österreicher in den Toplagen der innerstädtischen Gebiete kaum noch leistbar. In der Konsequenz steigt die Nachfrage in den Randzonen der Städte oder in bisher wenig beliebten Stadtregionen. "Das Leben im Speckgürtel oder in Randbezirken von großen Städten wird für viele Menschen interessanter, weil sie dort noch ein vernünftigeres Preis-Leistungs-Verhältnis vorfinden", ist Immobilienexperte Alexander Ertler überzeugt. Nur zum Vergleich: Der durchschnittliche Preis pro Quadratmeter innerhalb des Gürtels in Wien (exkl. 1. Bezirk) liegt bei 3979 Euro, in Simmering zahlt man nur 1831 Euro. "Gerade für junge Familien, die mehr Platz benötigen sind diese Gebiete ideal", meint Ertler. "Außerdem ist der Zuzug in bisher wenig beliebte Gegenden aus Sicht der Stadtentwicklung ideal, da sie eine Durchmischung der Bevölkerung fördern und zu einer Aufwertung schwacher Regionen führen", so der Immobilienexperte weiter.

Wunsch nach Eigentum für Viele weiter unerreichbar

Das eigene Haus bleibt das Traumziel der Österreicher. Auswertungen der Suchabfragen bei IMMOBILIEN.NET ergeben, dass das Einfamilienhaus mit Abstand die beliebteste Wohnform in Österreich ist. Auf Platz zwei folgt die Eigentumswohnung. Weit abgeschlagen folgen Mietobjekte.

Wunsch und Realität klaffen aber auseinander. Die tatsächlich angefragten Immobilien unterscheiden sich in ihrer Anzahl stark von den Suchabfragen. Die Auswertung von IMMOBILIEN.NET ergibt, dass Mietobjekte auf Platz eins der tatsächlichen Anfragen liegen, auch wenn es in einigen Bundesländern eine Annäherung zwischen Kauf und Miete gibt. "Preisanstiege und die verminderte Qualität des vorhandenen Immobilienangebots verwehren den meisten ihren Traum vom Eigenheim. Der Markt ist ausverkauft", erklärt Immobilienexperte Alexander Ertler diese aktuelle Entwicklung.

ImmoDEX: Immobilienindex erstmals für ganz Österreich

Basis für die Bewertung der Entwicklungen auf dem heimischen Markt ist die systematische Erhebung aller Angebotsdaten auf www.immobilien.net. Das Ergebnis ist eine erstmals für ganz Österreich ausgewertete Preisübersicht für alle Wohnimmobilienarten. Der ImmoDEX unterscheidet sich von ähnlichen Publikationen dadurch, dass er auf realen Angebotspreisen beruht, nicht auf Schätzungen oder Befragungen. Eine Neuheit ist die Angabe von Preisbandbreiten pro Bezirk und Immobilienart in Form von Quartilspreisen zusätzlich zum Median. Dadurch wird eine weitaus genauere Einschätzung der realen Preise möglich.

Die umfassende Publikation ist auf www.immobilien.net/immodex bestellbar. Unterlagen für Journalisten sind unter www.immobilien.net/presse erhältlich.

Über IMMOBILIEN.NET

IMMOBILIEN.NET ist Österreichs größte Immobilienplattform und seit der Gründung 1994 Marktführer. Über 1.000 aktive Kunden (Makler, Bauträger und sonstige professionelle Immobilienanbieter) sind auf www.immobilien.net aktuell vertreten. Das Onlineportal verzeichnet monatlich mehr als 730.000 Besuche (gemäß ÖWA) von insgesamt über 320.000 Immobiliensuchenden.

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