Seniorenbund / Aubauer: 3-Punkte-Plan gegen Zuverdienstgrenzen und Ruhensbestimmungen!

Als Sofortmaßnahme sind die Tagesgrenzen zu streichen!

Wien (OTS) - Zum gestern in der ORF-Sendung "Konkret"
vorgestellten Fall jenes Pensionisten, der nach einem einzigen "Taschengeld-Arbeitstag" nicht mehr, sondern wegen sinnloser rechtlicher Bestimmungen sogar w e n i g e r Geld am Konto hat, betont Mag. Gertrude Aubauer, Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und ÖVP-Seniorensprecherin im Nationalrat:

"Wir verlangen seit Jahren die Abschaffung dieser Zuverdienstgrenzen und Ruhensbestimmungen - es ist wirklich an der Zeit, dieser sinnlosen Regelung ein Ende zu setzen! Daher legen wir heute unseren 3-Punkte-Plan gegen Zuverdienstgrenzen und Ruhensbestimmungen vor:

- Als Sofortmaßnahme sind die Tagesgrenzen zu streichen - denn sobald man einen nur eintägigen bezahlten Einsatz zusagt, kann es gar nicht gelingen, unter den vorgeschriebenen Grenzen zu bleiben, wie auch gestern der Experte der Pensionsversicherungsanstalt im ORF-Beitrag bestätigte.

- Noch in diesem Jahr ist das deutsche Modell umzusetzen, welches ermöglicht, dass der Zuverdienst die Lücke zwischen Pension und zuletzt bezogenem Aktivgehalt schließt.

- In der Folge sind sämtliche Zuverdienstgrenzen und Ruhensbestimmungen für Pensionisten aufzuheben."

"Menschen, die vorzeitig pensioniert wurden, sollen und müssen auch das Recht haben, sich etwas dazu zu verdienen, ohne dass man ihnen gleich Teile oder sogar die ganze Pension streicht. Viele von ihnen haben ihre Pension schließlich nicht freiwillig zu früh angetreten. Außerdem sorgen diese Zuverdienstgrenzen höchstens dazu, dass die eine oder andere Senioren-Arbeitsstunde eben nicht korrekt abgerechnet wird. Ein Faktum, dass nicht übersehen werden darf und dass den Staat laut Schätzungen von Schwarzarbeits-Experten dreistellige Millionenbeträge kostet", so Aubauer weiter.

Besonders ärgerlich sei der konkrete Fall, weil endlich einmal ein Unternehmen die Bedürfnisse der Senioren hätte berücksichtigen wollen, was nun jedoch durch die Zuverdienstregelung gefährdet werde:

"Als der Flughafen Wien entschied, mit Probekunden seinen Skylink zu testen, war er intelligent genug, auch Senioren-Tester einzuladen. Bewusst inkludierte das Unternehmen auch die am stärksten wachsende Konsumenten-Gruppe - die Senioren. Die Aufregung um diese Senioren-Tester aufgrund der Zuverdienstgrenzen könnte das eine oder andere Unternehmen jetzt davon abhalten, diesem guten Beispiel zu folgen. Oder es könnte Senioren davon abhalten, sich für solche Projekte zur Verfügung zu stellen. Beides wäre fatal!"

"Es ist an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen. Setzen wir den Seniorenbund 3-Punkte-Plan um", so Aubauer abschließend.

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