- 17.03.2012, 10:53:36
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Seniorenbund / Aubauer: 3-Punkte-Plan gegen Zuverdienstgrenzen und Ruhensbestimmungen!
Als Sofortmaßnahme sind die Tagesgrenzen zu streichen!
Wien (OTS) - Zum gestern in der ORF-Sendung "Konkret"
vorgestellten Fall jenes Pensionisten, der nach einem einzigen
"Taschengeld-Arbeitstag" nicht mehr, sondern wegen sinnloser
rechtlicher Bestimmungen sogar w e n i g e r Geld am Konto hat,
betont Mag. Gertrude Aubauer, Bundesobmann-Stellvertreterin des
Österreichischen Seniorenbundes und ÖVP-Seniorensprecherin im
Nationalrat:
"Wir verlangen seit Jahren die Abschaffung dieser
Zuverdienstgrenzen und Ruhensbestimmungen - es ist wirklich an der
Zeit, dieser sinnlosen Regelung ein Ende zu setzen! Daher legen wir
heute unseren 3-Punkte-Plan gegen Zuverdienstgrenzen und
Ruhensbestimmungen vor:
- Als Sofortmaßnahme sind die Tagesgrenzen zu streichen - denn
sobald man einen nur eintägigen bezahlten Einsatz zusagt, kann es gar
nicht gelingen, unter den vorgeschriebenen Grenzen zu bleiben, wie
auch gestern der Experte der Pensionsversicherungsanstalt im
ORF-Beitrag bestätigte.
- Noch in diesem Jahr ist das deutsche Modell umzusetzen, welches
ermöglicht, dass der Zuverdienst die Lücke zwischen Pension und
zuletzt bezogenem Aktivgehalt schließt.
- In der Folge sind sämtliche Zuverdienstgrenzen und
Ruhensbestimmungen für Pensionisten aufzuheben."
"Menschen, die vorzeitig pensioniert wurden, sollen und müssen
auch das Recht haben, sich etwas dazu zu verdienen, ohne dass man
ihnen gleich Teile oder sogar die ganze Pension streicht. Viele von
ihnen haben ihre Pension schließlich nicht freiwillig zu früh
angetreten. Außerdem sorgen diese Zuverdienstgrenzen höchstens dazu,
dass die eine oder andere Senioren-Arbeitsstunde eben nicht korrekt
abgerechnet wird. Ein Faktum, dass nicht übersehen werden darf und
dass den Staat laut Schätzungen von Schwarzarbeits-Experten
dreistellige Millionenbeträge kostet", so Aubauer weiter.
Besonders ärgerlich sei der konkrete Fall, weil endlich einmal ein
Unternehmen die Bedürfnisse der Senioren hätte berücksichtigen
wollen, was nun jedoch durch die Zuverdienstregelung gefährdet werde:
"Als der Flughafen Wien entschied, mit Probekunden seinen Skylink
zu testen, war er intelligent genug, auch Senioren-Tester einzuladen.
Bewusst inkludierte das Unternehmen auch die am stärksten wachsende
Konsumenten-Gruppe - die Senioren. Die Aufregung um diese
Senioren-Tester aufgrund der Zuverdienstgrenzen könnte das eine oder
andere Unternehmen jetzt davon abhalten, diesem guten Beispiel zu
folgen. Oder es könnte Senioren davon abhalten, sich für solche
Projekte zur Verfügung zu stellen. Beides wäre fatal!"
"Es ist an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen. Setzen wir den
Seniorenbund 3-Punkte-Plan um", so Aubauer abschließend.
Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund
stv. GS Susanne Walpitscheker
Tel.: 0650-581-78-82
E-Mail: swalpitscheker@seniorenbund.at
www.seniorenbund.at
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