• 15.03.2012, 12:13:51
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Aktionsplan für verschränkte Ganztagsschulen soll OÖ-Bildungspolitik aus Winterschlaf aufwecken

Klubvorsitzende Jahn: "Ausbau ist notwendig, um Wahlfreiheit zu schaffen"

Linz (OTS) - Nur vorletzter ist Oberösterreich im
Bundesländer-Ranking zu Ganztagsschulangeboten. "Die qualitative Form
der verschränkten Ganztagsschule existiert überhaupt nur in wenigen,
handverlesenen Schulen, wie etwa der Volksschule Perg. Dort, wo aber
dieses Angebot gegeben ist, sind Eltern, Schulkinder und Lehrkräfte
gleichermaßen begeistert. Deshalb sind wir SozialdemokratInnen
entschlossen, den Ausbau der Ganztagsschulen mit Abwechslung zwischen
Unterricht-, Lern- und Freizeitphasen in Oberösterreich
voranzutreiben - damit die Kinder mit noch mehr Freude in die Schule
gehen", betont SPÖ-Klubvorsitzende Mag.a Gertraud Jahn. Der
dringliche SPÖ-Initiativantrag zum Ausbau der Ganztagsschulen wurde
heute im Oö. Landtag erstmals diskutiert und wird am 24. März 2012 im
Bildungsausschuss weiter beraten.

Mit dem Dringlichkeitsantrag für einen Aktionsplan zum Ausbau
verschränkter Ganztagsschulen soll laut der SPÖ-Klubvorsitzenden
nicht nur der veränderten Familiensituation mit der Berufstätigkeit
beider Eltern entsprochen werden: "Die verschränkte Ganztagsschule
führt zu einer Win-Win-Situation. Lernaufgaben und Übungen finden an
der Schule statt. Bewegungs- und Freizeiten lockern den Unterricht
auf. Die Kinder haben eine Vielzahl von Sozialkontakten und knüpfen
Freundschaften weit über den Klassenverbund hinaus. Zudem wird das
Familienleben entlastet und vom Lernstress befreit. Das
unterstreichen auch die positiven Rückmeldungen von allen
Beteiligten." Die von Bildungsministerin Schmied für Oberösterreich
zur Verfügung gestellten 34 Millionen Euro Zweckzuschüsse stellen die
Basis für den Ausbau dieser Ganztagsschulangebote dar.

Oberösterreich hat schon einmal - bei der Neuen Mittelschule -
aufgrund massiver politischer Verzögerung durch die ÖVP den Aufsprung
auf den Zug der Bildungsreform verpasst. "Es war mit großem
politischen Einsatz verbunden, dass Oberösterreich trotz des
verschlafenen Starts im Nachhinein noch die erforderlichen Neuen
Mittelschulen erhalten hat", erinnert Jahn. Diese Lektion dürfe sich
bei der Ganztagsschule nicht wiederholen, zumal die Ausgangssituation
für Oberösterreich schlecht sei: Nur 5 Prozent der
oberösterreichischen SchülerInnen an allgemeinen Pflichtschulen haben
im Schuljahr 2010/11 eine ganztägige Schule besucht - einzig in Tirol
war der Anteil mit 4 Prozent noch niedriger. Spitzenreiter sind laut
Daten der Bundesregierung Wien mit 31 Prozent und Burgenland mit 22
Prozent. "Oberösterreich soll beim Ganztagsschulangebot vom
Schlusslicht zum Spitzenfeld aufsteigen", begründet die
SPÖ-Klubvorsitzende die Forderung nach einem Aktionsplan.

Rückfragehinweis:
SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner
Tel.: 0732/7720-11313

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