- 11.03.2012, 11:59:59
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VP Juraczka ad Wilhelminenberg: Zwischenbericht der Helige-Kommission bereits überfällig
Wiener Stadtregierung muss endlich Strategie vorlegen, um derartige Vorkommnisse zu verhindern
Wien (OTS) - "Wir wollen nicht nur wissen, was in der
Vergangenheit geschehen ist und was die dafür verantwortlichen
Stellen im Magistrat über die unvorstellbaren Gewalttaten an Kindern
und Jugendlichen gewusst haben, sondern auch was die jetzige
Stadtregierung unternimmt, um Missbrauchsfälle wie am Wilhelminenberg
und in Pitten künftig zu verhindern", erklärt der Landesparteiobmann
der ÖVP Wien, Stadtrat Manfred Juraczka zu den heutigen Äußerungen
von Gabriele Wörgötter, Mitglied der Wilhelminenberg-Kommission, in
der Presse.
Wiener SPÖ kann Vorwürfe nicht einfach abschütteln
Die heftige Kritik Wörgötters am Umgang der Stadt Wien mit den
Missbrauchsfällen zeigt für Juraczka klar, dass es nicht nur um
Vergangenheitsbewältigung geht, sondern dass auch entscheidende
Weichen für die Zukunft gestellt werden müssen. Die Missbrauchsfälle
betreffen nicht nur das ehemalige Heim am Wilhelminenberg, sondern
auch noch andere Einrichtungen, wie etwa im niederösterreichischen
Pitten. Zudem gibt es eine Reihe von Missbrauchsvorwürfen die
ehemaligen SPÖ-Funktionären zur Last gelegt werden.
Juraczka: "Die Wiener SPÖ kann dieses wichtige Thema nicht einfach
abschütteln oder abhaken. Die historische Aufarbeitung ist wichtig,
aber noch viel wichtiger sind in meinen Augen die daraus gezogenen
Konsequenzen für die Zukunft. Das sind wir nicht nur den Betroffenen
schuldig, sondern auch unseren Kindern und Enkelkindern. Den
Zwischenbericht, den uns Stadtrat Oxonitsch versprochen hat, gibt es
noch immer nicht. Jetzt ist von einem ersten Bericht der Kommission
Ende März die Rede. Eine intensive Informationspolitik ist das nicht,
was Stadtrat Oxonitsch hier betreibt. Da muss mehr Transparenz her!"
Die ÖVP wird weiterhin mit Vehemenz darauf drängen, dass alle Fakten
auf den Tisch gelegt werden - und das unverzüglich!
Zu wenig Personal in der Jugendwohlfahrt ist schweres
Versäumnis der SPÖ
"Wörgötter hat absolut Recht, wenn sie darauf hinweist, dass seit
Jahren bestehende Personalengpässe in der Jugendwohlfahrt die heutige
Situation bei der Betreuung von Jugendlichen immens erschweren. Hier
gibt es schwere Versäumnisse der Wiener Stadtregierung, das muss man
den Wienerinnen und Wienern auch klar sagen. Es muss daher neben der
Aufarbeitung der erhobenen Vorwürfe auch ein verbindliches Konzept
von Stadtrat Oxonitsch geben, wie die aktuelle Betreuungssituation
der Jugendlichen nachhaltig verbessert wird. Konkret gesagt: Eine
wissenschaftliche Publikation allein genügt uns nicht. Wir brauchen
ein anderen Umgang mit derartigen Vorfällen in Wien", so Juraczka
abschließend.
Rückfragehinweis:
ÖVP Klub der Bundeshauptstadt Wien
Mag. Stefan Gron
Tel.: 0676/650 75 88
mailto:[email protected]
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