• 10.03.2012, 19:58:47
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Kommentar von Daniela Gross: Die Gretchenfrage der griechischen Tragödie

Klagenfurt (OTS) - Siebzig Milliarden Euro hat die griechische
Tragödie verschlungen. Ein Betrag, der schwindelig macht. Und das zu
Recht. Stapelt man Zwei-Euro-Münzen, könnte man damit einen 68.250
Kilometer langen Turm bauen. Stapelt man 500-Euro-Scheine
aufeinander, bräuchte es 70 Lastwägen mit einem Fassungsvermögen von
2,4 Tonnen, um das Geld zu transportieren. Kein Wunder, dass die
Griechen den Überblick verloren haben. Die Solidarität der
Europäischen Union ist in der Causa Griechenland an ihre Grenzen
gestoßen. Bleibt die Frage, war es Gier oder schlichtweg
Überforderung? Solidarität ist schön den Brand beim Nachbarn löschen
zu helfen auch. Besser wäre es, zu schauen, dass es gar nicht brennt.
Hier ist die Gemeinschaft gefordert: Sie muss ein gesundes Mittelmaß
zwischen Tunlassen und Eingrenzen finden. Wie lange schaut man zu?
Lautet die Gretchenfrage. Die muss sich nicht nur die EU stellen,
sondern all jene, deren unvorsichtiges Geldjonglieren alle betrifft:
Sie selbst und vor allem uns.

Rückfragehinweis:
Neue Kärntner Tageszeitung, Viktringer Ring 28, 9020 Klagenfurt, Tel.: 0463/512000-512, E-Mail: [email protected]

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