• 10.03.2012, 11:38:40
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BMLVS: Truppenübungsplatz-Kommandant widerspricht Kurier-Artikel

Freigänger arbeiten seit 1969 stundenweise beim Bundesheer aber nicht am TÜPl Seetaler Alpe

Wien (OTS/BMLVS) - "Es arbeiten derzeit keine Freigänger beim
Truppenübungsplatz Seetaler Alpe. Es haben auch noch nie welche bei
uns gearbeitet", sagt TÜPl-Kommandant Oberst Manfred Hofer und
widerspricht damit dem heutigen Kurier-Artikel. Der Kurier schreibt,
dass "derzeit vier Häftlinge in der Früh mit der Bahn von Leoben nach
Judenburg fahren, wo sie mit Heereskraftfahrzeugen abgeholt werden".
Der Kurier stellt es also in seiner heutigen Ausgabe als Faktum dar,
dass Freigänger am TÜPl Seetaler Alpe arbeiten. "Das ist falsch", so
Kommandant Hofer.

Jahrzehntelanges Resozialisierungsprojekt
In anderen Kasernen des Bundesheeres arbeiten sehr wohl Freigänger
aus Justizanstalten - und das seit Jahrzehnten. Bereits seit 1969
können Freigänger stundenweise in militärischen Liegenschaften
arbeiten. Es handelt sich hierbei um eine Resozialisierungsmaßnahme,
die gesetzlich festgelegt ist. Die geringe Zahl an Freigängern
übernimmt vor allem Tätigkeiten im Bereich der Landschaftspflege, der
Außengestaltung und der Gebäudeerhaltung. Sie dürfen keine
militärische Funktion ausüben. Der Einsatz von Freigängern als Wache
ist nicht möglich. Der Arbeitseinsatz ist auch per Erlass geregelt -
der Erlass aus 2005 wurde 2008 erneuert.

Straftäter, die wegen schwerer Eigentumsdelikte (Raub, Einbruch),
terroristischer Handlungen oder Tätigkeiten, oder wegen des Verstoßes
gegen das Suchtmittel- oder Waffengesetz verurteilt wurden, dürfen zu
Arbeiten in militärischen Liegenschaften oder Liegenschaften, die
sich in der Verfügungsgewalt des Bundesheeres befinden, nicht
herangezogen werden. Ebenso ausgeschlossen sind Strafgefangene ohne
österreichische Staatsbürgerschaft.

Kein Zusammenhang zu Pilotprojekten
Dieses jahrzehntelange Resozialisierungsprojekt steht in keinem
Zusammenhang mit den Pilotprojekten. Es steht auch fest, dass im Zuge
der Pilotprojekte keine Freigänger Tätigkeiten von Rekruten
übernehmen werden.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport
Kommunikation / Presse
Tel.: +43 664-622-1005
mailto:[email protected]
http://www.bundesheer.at

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