- 10.03.2012, 08:00:34
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"profil": Ernst Strasser soll 560.000 Euro nicht ordnungsgemäß versteuert haben
Beraterhonorare zwischen 2007 und 2009 über Treuhandkonstruktion gebucht - Finanz ermittelt wegen Steuerhinterziehung
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, soll der ehemalige Innenminister und
ÖVP-Europaabgeordnete Ernst Strasser zwischen 2007 und 2009
Beraterhonorare von in Summe 560.000 Euro nicht ordnungsgemäß
versteuert haben. Die Zahlungen liefen über eine GP
Unternehmensberatungs-GmbH, welche Strasser 2007 über einen Strohmann
hatte errichten lassen: Ein Steuerberater war offiziell
geschäftsführender Alleingesellschafter, tatsächlich aber war
Strasser wirtschaftlich Berechtigter und faktischer Geschäftsführer.
"profil"-Recherchen zufolge erzielte diese GP 2007 rund 21.000 Euro,
2008 rund 280.000 Euro und 2009 rund 256.700 Euro an Honorarumsätzen.
Körper- und Umsatzsteuer wurden zwar abgeführt. Allerdings hätte
Strasser gegenüber der Finanz auch die verdeckte Treuhandschaft
offenlegen und als Treugeber einer Ein-Mann-Kapitalgesellschaft die
Einkünfte der GP GmbH in seinen Einkommensteuererklärungen abbilden
müssen. Dies unterblieb. Das zuständige Finanzamt Hollabrunn erfuhr
von der Konstruktion erst durch eine Selbstanzeige Strassers am 28.
März 2011. Dessen ungeachtet hat die Finanz Ermittlungen gegen
Strasser wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung eingeleitet.
Strasser selbst will laut seinem Anwalt Thomas Kralik derzeit
nicht mit Medien kommunizieren und war daher für eine Stellungnahme
nicht erreichbar.
Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
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