- 09.03.2012, 17:47:21
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"Tschechien ist ein traditionell wichtiger Partner Österreichs"
Staatssekretär Waldner trifft den tschechischen EU Staatssekretär Belling
Wien (OTS) - Staatssekretär Waldner traf heute mit seinem
tschechischen Kollegen aus dem Amt des tschechischen
Premierministers, EU Staatssekretär Vojtech Belling, zu einem
Arbeitsgespräch zusammen.
"Österreich hat ausgezeichnete bilaterale Beziehungen mit Tsc
hechien und unser Nachbarland ist vor allem in der Wirtschaft einer
der wichtigsten Partner Österreichs", so der Staatssekretär und
weiter "allein im Jahr 2011 stiegen die österreichischen Exporte nach
Tschechien um ca. 20% , was unseren Nachbarn damit zum
fünftwichtigsten Handelspartner Österreichs weltweit macht."
Beim Arbeitsgespräch standen aktuelle EU Themen, wie der
zukünftige Finanzrahmen 2014-2020 im Vordergrund. "Österreich fordert
als Nettozahler, dass in Zeiten, in denen alle Staaten
Konsolidierungsmaßnahmen vornehmen müssen, auch auf EU Ebene gespart
werden muss. Der ursprüngliche Vorschlag der Europäischen Kommission
ist eindeutig zu hoch", hielt Waldner fest.
Auch die aktuelle Situation in Griechenland und der Eurozone kam
zur Sprache. "Wir hoffen, dass bald alle EU Mitgliedstaaten den
Fiskalpakt unterzeichnen, und dass dieser so bald wie möglich in das
EU Vertragswerk integriert werden kann", so Waldner. Staatssekretär
Belling erläuterte die innenpolitische Situation in Tschechien, wo es
zur Teilnahme am Fiskalpakt eine rege Diskussion gibt.
Besprochen wurde auch die EU Perspektive der Westbalkanstaaten und
der kürzlich erlangte Kandidatenstatus Serbiens. "Der
Kandidatenstatus ist ein positives Signal für die gesamte
Westbalkan-Region" hielt Staatssekretär Waldner fest.
Betreffend die Erweiterung des KKW-Temelín sprach Waldner die
österreichischen Sorgen an. Er begrüßte gleichzeitig die tschechische
Bereitschaft, noch vor Abschluss des laufenden
Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahrens auch eine öffentliche
Informationsveranstaltung auf österreichischem Territorium
abzuhalten. "Durch diese Veranstaltung, hoffen wir, dass die Anliegen
der österreichischen Bevölkerung auch direkt in die
Umweltverträglichkeitsprüfung einfließen können und berücksichtigt
werden", so der Staatssekretär abschließend.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: +43(0)501150-3262,4549,4550; F:+43(0)501159-213
mailto:[email protected]
http://www.aussenministerium.at, http://www.bmeia.gv.at
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