- 08.03.2012, 17:00:31
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"KURIER"-Kommentar von Josef Votzi: "Wo bleibt Super-Mario?"
Wien braucht italienische Zustände: Beim Rechnen und in der Regierung.
Wien (OTS) - Den Abgang in die Pension gibt es für Männer wie
Frauen frühestens mit 66. Die Mehrwertsteuer wird um zwei Prozent
hinaufgeschnalzt, der Kündigungsschutz gelockert - unpopuläre
Sparmaßnahmen zuhauf. Mario Monti, parteiloser Regierungschef in Rom,
schafft bei einer Wahl aus dem Stand Platz 1. Die große Mehrheit
steht hinter seinem scharfen Kurs. Das Sparpaket, das Faymann &
Spindelegger im Hohen Haus hinterlegt haben, stößt nicht
einmal bei den Ihren auf Begeisterung. Die große Wähler-Mehrheit
sagt, so die jüngste OGM-KURIER-Umfrage: Es ist ungerecht und
reicht nicht.
Im Paket klafft in der Tat ein Riesenloch: Ein Drittel der 28
Milliarden, so das WIFO, ist reines Wunschkonzert.
Politisch ist es saft- und kraftlos. Auf der Einnahmenseite wird
schnell Kasse gemacht: Bausparprämien runter, Krankenversicherung
rauf. Einschneidende Reformen bleibt es weiter schuldig.
Schlagendstes Beispiel: Der sportliche Parlamentsdirektor trat jetzt
mit jugendlichen 60 noch rasch die Flucht in die Hacklerpension an -
als Vorbild für noch Tausende Beamte, die dieses Schlupfloch in
den kommenden Jahren weiter nutzen werden. Denn diesen Fluchtweg
zuzumachen, dafür hat die Courage wieder nicht gereicht. Hilfe, wo
bleibt unser Super-Mario?
Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
mailto:[email protected]
www.kurier.at
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