• 08.03.2012, 11:00:53
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Wlodkowski: Nun rasch Einheitswert-Reform in Angriff nehmen

Stabilitätsgesetze: Nächste Hauptfeststellung auf 1. Jänner 2014 vorverlegt

Wien (OTS) - "Mit den Stabilitätsgesetzen kommt auf die
Landwirtschaft eine Reihe von spürbaren Belastungen zu. Die
Streichung des Agrardiesels schlägt da ebenso negativ zu Buche, wie
die Beitragserhöhungen und Verschärfungen in der Sozialversicherung
oder die Besteuerung von Grundverkäufen. Außerdem wurde beschlossen,
dass die Einheitswert-Regelung, die in der Landwirtschaft die Basis
für einen Großteil der Steuern und Abgaben bildet, reformiert wird.
Deshalb wurde die nächste Hauptfeststellung der Einheitswerte auf den
01.01.2014 vorverlegt. Um sicherzustellen, dass auch in Hinkunft der
Einheitswert, also der Ertrag und nicht der Verkehrswert der Äcker,
Wiesen und Wälder als Steuer-Grundlage dient, sind die notwendigen
Vorarbeiten rasch zu erledigen", erklärte Gerhard Wlodkowski,
Präsident der LK Österreich.

Strikte Ablehnung einer Substanzbesteuerung

"Die unverrückbare Basis einer nachhaltigen Land- und
Forstwirtschaft ist das bäuerliche Eigentum. Jede Steuer oder Abgabe,
die nicht auf den Ertrag, sondern auf den Verkaufswert der
agrarischen Grundstücke abzielt, ist eine Form der
Substanz-Besteuerung und wird von uns strikt abgelehnt. Für die
Bauern ist Grund und Boden nicht Selbstzweck, sondern der
Ausgangspunkt und die Grundlage ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit. Nur
eine nachhaltige Bewirtschaftung des bäuerlichen Eigentums
garantiert, dass dieses auch an die kommenden Generationen
weitergegeben werden kann. Die bäuerliche Landwirtschaft in
Österreich definiert sich nicht über den Verkauf von Äckern, Wiesen
oder Wäldern, sondern über deren nachhaltige Bewirtschaftung. Deshalb
ist ein aktualisiertes und reformiertes Einheitswertsystem für uns so
wichtig", so Wlodkowski weiter.

Druck auf Landwirtschaft ist groß

"Insgesamt wird der Druck auf die bäuerliche Landwirtschaft in den
nächsten Jahren noch weiter zunehmen. Einerseits resultiert diese
Verschärfung aus der wachsenden Volatilität der Märkte, die sich in
Summe gesehen negativ auf die Einkommen der bäuerlichen Betriebe
auswirkt. Andererseits kommt es für die heimische Landwirtschaft zu
einer Reduktion der Finanzmittel nach der EU-Agrarreform und dem
Umstieg Österreichs vom historischen auf das Regionalmodell für die
Direktzahlungen. In einer solchen Situation ist es unabdinglich, dass
die Einheitswerte die Basis der Besteuerung bleiben. Daher drängen
wir hier auf eine rasche Erledigung aller noch offenen Fragen",
erklärte Wlodkowski abschließend.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
LK-Pressestelle: Dr. Josef Siffert,
Tel 01/53441-8521, E-Mail [email protected]

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