• 08.03.2012, 10:18:14
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  • OTS0086 OTW0086

ÖH Uni Wien : starke Kritik von Seiten der Student_innen

STEOP muss abgeschafft werden

Wien (OTS) - Die Zahlen des vergangen Wintersemesters und
Ergebnisse einer online-Umfrage der ÖH Bundesvertretung unter
Studierenden beweisen: die STEOP (Studieneingangs- und
Orientierungsphase) ist ein Fehlschlag. In einzelnen Studiengängen
ist die Situation prekär bis ins Absurde: Im Studiengang der
Pharmazie an der Universität Wien haben genau 7 von 642 Student_innen
die STEOP bestanden.

Die ÖH Uni Wien zeigt sich wütend: "Von sinnlosen Prüfungsfragen über
zweilhafte Prüfungsmethoden, Lehrveranstaltungen, die nur digital
oder gar nicht stattfinden, aber abgeprüft werden, zeigte sich gerade
an der Uni Wien, wie verantwortungslos die STEOP ein- und umgesetzt
wurde. Das Problem liegt jedoch nicht in der Durchführung, das
Problem ist die STEOP selbst."

Die Erfahrungswerte des ersten Semesters machen klar, dass die STEOP
de facto nur eine verzögerte Zugangsbeschränkung darstellt,
bildungsfeindlich ist und deshalb abgeschafft werden muss.

Psychischer Stress und Existenzangst begleiteten die Studierenden in
ihrem Studienstart. Dies führt mitunter dazu, dass ein Großteil der
Studiernden aus Angst davor, lebenslänglich für das Wunschstudium
gesperrt zu werden, "freiwillig" auf einen Prüfungsantritt
verzichten. So verzögert sich ihr Studium und sie riskieren den
Verlust der Studienbeihilfe und Familienbeihilfe. Fortwährender Druck
und fehlende Möglichkeit, sich neben dem strikten STEOP- Programm
einer Studienrichtung anderweitig zu orientieren, verlaufen in
Perspektivlosigkeit.

Auf die Spitze getrieben wurde die Situation von der Universität
Wien,
wo die Regelungen besonders rigide umgesetzt wurden und bisher kein
satzungskonformer dritter Prüfungsantritt gewährt wurde.

"Aktuelle Verhandlungen, die im Senat der Universität Wien über den
dritten Prüfungsantritt verlaufen, sollten sich an den vorliegenden
Umfrage-Ergebnissen orientieren", ist für das Vorsitzteam der ÖH Uni
Wien, Clar, Atasoy und Kraus deutlich: "Dort wird sich zeigen, ob die
Universität weiterhin die Augen vor der Lebensrealität von
Studierenden verschließt."

Rückfragehinweis:
0699 103 95 302
0699 103 95 318

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