• 08.03.2012, 09:18:12
  • /
  • OTS0042 OTW0042

Diakonie: Frauen brauchen einen sicheren Zugang zu Land

"Brot für die Welt" stärkt die Stellung der Frau in der Landwirtschaft

Wien (OTS) - "Ernährung zu sichern liegt weltweit in den Händen
der Frauen. Trotzdem sind Frauen erheblich stärker von Armut und
Hunger betroffen", sagt Barbara Heyse-Schaefer, stellvertretende
Geschäftsführerin von "Brot für die Welt". Es ist notwendig die
Stellung der Frauen in der Landwirtschaft zu stärken, um den Hunger
in der Welt effektiv zu überwinden. Zum Weltfrauentag am 08. März
verweist "Brot für die Welt" darauf, dass in den Schwellen- und
Entwicklungsländern bis zu 80 Prozent der Grundnahrungsmittel von
Frauen in kleinbäuerlicher Landwirtschaft produziert werden.

"Brot für die Welt" macht sich für die Rechte von Frauen stark

"Wenn es um die Versorgung der Familien mit Nahrung geht, stehen
Frauen im Vordergrund", verdeutlicht Heyse-Schaefer. Dem gegenüber
steht, dass Frauen nur über zehn Prozent der Anbaufläche verfügen,
außerdem gehört ihnen lediglich ein Prozent aller Landtitel. "Brot
für die Welt" setzt sich für eine Landpolitik ein, die der besonderen
Rolle von Frauen bei der Produktion von Nahrungsmitteln und der
Unterstützung der Familien Rechnung trägt. Dem neuesten Bericht der
Welternährungsorganisation FAO zufolge stellen Frauen in
Entwicklungsländern etwa 43 Prozent der in der Landwirtschaft Tätigen
dar. Wenn Frauen denselben Zugang zu Land, Dünger, Saatgut, Werkzeug
und Krediten hätten wie Männer, könnten ihre Erträge um 20 bis 30
Prozent steigen. Genug, dass 150 Millionen Hungernde satt werden.

Besonders Frauen leiden unter dem Problem "Landgrabbing"

In vielen Ländern wird Frauen das Recht, Land zu besitzen, zu
erhalten und zu vererben, bis heute vorenthalten. Noch in der
kommenden Woche erarbeitet der Welternährungsausschuss der Vereinten
Nationen freiwillige Richtlinien, welche den Frauen den Zugang zu
Land erleichtern sollen. Besonders gefährdet sind die Landnutzungs-
und Eigentumsrechte von Frauen durch das "Landgrabbing". Weltweit
agierende Konzerne und nationale Eliten haben den Wert von
fruchtbarem Ackerland erkannt, kaufen und pachten es in großem
Maßstab.

Hiervon betroffen ist beispielsweise Brasilien. In Brasilien
besitzen etwa zehn Prozent der Bevölkerung rund 80 Prozent des
gesamten Landes. Die brasilianische Landbewegung kämpft darum, nicht
genutztes Land zu erhalten, um sich darauf anzusiedeln und
Lebensmittel für den eigenen Bedarf zu erzeugen. Aktuell warten in
Brasilien über vier Millionen Familien auf Landverteilung. Dieser
Umstand zeigt, dass es unumgänglich ist, dass die Rechte der Frauen
gestärkt werden.

Frauen könnten einen größeren Beitrag zur Bekämpfung des Hungers
leisten, wenn sie Sicherheit über ihre Landnutzung erhielten, meint
Barbara Heyse-Schaefer abschließend. Aus diesem Grund ist das
Engagement von "Brot für die Welt" für die Rechte von Frauen
besonders wichtig. Die Aktion "Brot für die Welt" ist eine
Kooperation der Evangelischen Frauenarbeit in Österreich und der
Diakonie. Schwerpunkte in der entwicklungspolitischen Projektarbeit
von "Brot für die Welt" sind neben der Stärkung von Frauen auch
Bildung, Menschen mit Behinderungen, Friedensarbeit im Nahen Osten
sowie Ernährungssicherung.

"Brot für die Welt" bittet dringend um Ihre Unterstützung.
Spendenkonto: 900 566 00
PSK Bank
BLZ 60 000

Rückfragehinweis:
"Brot für die Welt" Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Martina Gasser
E-Mail: [email protected]
Tel.: +43 (0) 1/ 402 67 54-42, Mobil: +43 (0) 664/ 886 822 70

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | DIK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel