• 07.03.2012, 13:05:36
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Karlheinz Töchterle: Die Wissenschaft wird noch weiblicher

Wissenschafts- und Forschungsminister zum internationalen Frauentag - steigender Anteil an Professorinnen

Wien (OTS) - "Die Wissenschaft wird noch weiblicher", so
Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle
anlässlich des morgigen Weltfrauentages. Er verweist u.a. auf die
erfreuliche Steigerung beim Anteil weiblicher Professorinnen. Bei den
Studierenden sind aktuell insgesamt 52,5 Prozent der Studierenden
weiblich. An den Universitäten ist die Mehrzahl der Studierenden
weiblich (53 Prozent; 155.329 von 292.355 Studierenden), an den
Fachhochschulen sind es 47 Prozent (19.025 von 40.434 Studierenden),
an Privatuniversitäten rund 60 Prozent (3.760 von 6.301
Studierenden).

Bei den Professuren kann an den Universitäten erneut eine Steigerung
des Frauenanteils verzeichnet werden - "das ist erfreulich, aber
natürlich gibt es hier noch einiges an Potenzial nach oben", so
Töchterle. Mittlerweile sind 20,6 Prozent der Professoren weiblich.
Auch bei den wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiter/innen
konnte der Frauenanteil gesteigert werden (von 38,1 Prozent auf 38,9
Prozent). Insgesamt ist der Frauenanteil beim wissenschaftlichen und
künstlerischen Personal von 34,9 auf 35,8 Prozent angestiegen. Der
Frauenanteil am gesamten Personal (wissenschaftlich und allgemein)
beträgt 50,4 Prozent. Auch in den Leitungsfunktionen konnte der
Frauenanteil durchwegs gesteigert werden. Der Anteil unter den
Rektor/innen an den öffentlichen Universitäten beträgt mittlerweile
19 Prozent, unter den Vizerektor/innen 48 Prozent.

Bei den Fachhochschulen gibt es 35,6 Prozent weibliche
Studiengangsleiterinnen (78 von 219). Insgesamt waren 2010/2011
14.716 Personen an einer Fachhochschule beschäftigt, davon waren 33
Prozent weiblich. An den Privatuniversitäten arbeiteten im
Studienjahr 2009/2010 1.711 Personen, davon 578 Frauen, das
entspricht 33,8 Prozent.

In 21 der 22 Universitätsräte ist Ende 2010 eine mindestens
40prozentige Frauenquote realisiert. Fünf Universitätsräte sind mit
weiblichen Vorsitzenden besetzt. Von den 22 Senaten weisen 8, also 36
Prozent, eine Quote von 40 Prozent oder mehr weiblichen
Senatsmitgliedern auf. Bei 3 von 14 Senaten mit nicht erreichter 40
Prozent Quote wurde der Vorsitz mit einer Frau besetzt. Von den 2010
an den Universitäten tätigen 338 Habilitationskommissionen wiesen 58
Prozent die gesetzlich bestimmte Mindestquote an weiblichen
Mitgliedern auf, bei den 398 Berufungskommissionen waren es 45
Prozent. Unter den eingerichteten 259 Curricularkommissionen haben 53
Prozent die erforderliche 40prozentige Frauenquote erfüllt.

Auch im vergangenen Jahr wurden weitere Verbesserungen bei den
Rahmenbedingungen beschlossen. Im Hochschul-Qualitätssicherungsgesetz
sind für die neu einzurichtende Agentur für Qualitätssicherung und
Akkreditierung Austria die Gleichstellung von Frauen und Männern und
die Frauenförderung verankert. Für Angestellte der Agentur gilt das
Bundesgleichbehandlungsgesetz, die Sicherstellung einer
geschlechterdemokratischen Zusammensetzung der Organe wird durch eine
Quotenregelung (mindestens 45 Prozent Frauen) gewährleistet (§ 4 Abs.
3 HS-QSG). Zur Vorsitzenden wurde Dr. Anke Hanft gewählt. Auch für
Fachhochschul-Einrichtungen und Privatuniversitäten wurden die
Gleichstellung von Frauen und Männern und die Frauenförderung in die
Bestimmungen aufgenommen.

Im Wissenschaftsministerium werden zwei der drei Sektionen von Frauen
geführt (Mag. Barbara Weitgruber, Dr. Elisabeth Freismuth), mit rund
66 Prozent ist die Mehrheit der Mitarbeiter/innen weiblich. Die
Stabstelle Gender und Diversity (Leiterin Dr. Roberta
Schaller-Steidl) wurde im Vorjahr eingerichtet. Auch die
Universitätenkonferenz, Wissenschaftsfonds und die Österreichische
Akademie der Wissenschaften haben entsprechende Foren.

Am morgigen internationalen Frauentag (10 Uhr, Audienzsaal im
Ministerium) verleiht Wissenschaftsminister Töchterle den Gabriele
Possanner-Staatspreis an Univ.-Prof. Dr. Ina Wagner sowie die
Gabriele Possanner-Förderungspreise an Mag. Dr. Evi Genetti und Mag.
Dr. Irene Messinger.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung 
   Minoritenplatz 5, 1014 Wien 
   Pressesprecherin: Mag. Elisabeth Grabenweger
   Tel.: +43 1 531 20-9014
   mailto: [email protected]
   www.bmwf.gv.at

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