• 07.03.2012, 08:51:42
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"Zukunft.Frauen" - Ein Führungskräfteprogramm schafft neue Chancen

Gemeinsames Frauenförderungsprogramm des Wirtschaftsministeriums, der WKÖ und der IV - Diplomverleihung an Absolventinnen des dritten Durchgangs

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser und IV-Generalsekretär Christoph Neumayer (alle Bildmitte) mit den Absolventinnen des dritten Durchgangs von "Zukunft.Frauen".

Wien (OTS/BMWFJ) - Im Rahmen eines Festakts im
Wirtschaftsministerium wurden am Dienstagabend die Absolventinnen des
dritten Durchgangs des Führungskräfte-Programms "Zukunft.Frauen"
ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Initiative
des Wirtschaftsministeriums, der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ)
und der Industriellenvereinigung (IV). "Unser Ziel ist es, den
Frauenanteil in Führungs- und Entscheidungspositionen von Unternehmen
weiter zu erhöhen", betonte dabei Wirtschaftsminister Reinhold
Mitterlehner. "Aus wirtschaftspolitischer Sicht wäre es kurzsichtig,
das ökonomische Potenzial qualifizierter Frauen ungenutzt zu lassen,
indem nur aus 50 Prozent des Talentepools rekrutiert wird. Um mit
gutem Beispiel voranzugehen, hat der Bund 2011 eine
Selbstverpflichtung zur Erhöhung des Frauenanteils in den
Aufsichtsgremien der Unternehmen mit einem Bundesanteil von 50
Prozent und darüber beschlossen."

Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind nicht nur gute
Rahmenbedingungen notwendig, sondern auch gezielte Maßnahmen, die bei
den Frauen direkt ansetzen. Daher hat das Wirtschaftsministerium
gemeinsam mit WKÖ und IV das Führungskräfteprogramm "Zukunft.Frauen"
geschaffen. "Mit dieser Initiative unterstützen wir qualifizierte
Frauen bei ihrem Aufstieg in Chefetagen und bereiten sie gezielt für
wichtige Management- und Aufsichtsratspositionen vor", sagt
Mitterlehner. "So ermöglichen wir eine weitere Verbesserung der
Karrierechancen von Frauen und stärken damit die Wettbewerbsfähigkeit
des Standorts Österreich." Unternehmen mit gemischten Führungsgremien
erwirtschaften im Schnitt mehr Gewinn, sind krisenstabiler und sowohl
ökonomisch als auch hinsichtlich der Unternehmenskultur
erfolgreicher, als ausschließlich männlich besetzte Vorstände und
Aufsichtsräte. Das zeigen zahlreiche Studien. Umso wichtiger ist es
daher, dass Frauen künftig noch stärker ins Wirtschaftsleben
einbezogen werden.

Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung,
ergänzt: "Unser Ziel muss weiterhin lauten, das Potenzial von Frauen
auf dem Arbeitsmarkt und insbesondere in Führungspositionen noch
besser und stärker zu nutzen. Eine höhere Repräsentanz von Frauen in
Führungspositionen ist erstrebenswert - im Hinblick auf die
demographische Entwicklung und auf den Mangel an Fachkräften in
Österreich. Die Initiative 'Zukunft.Frauen' leistet damit einen
wichtigen Beitrag zur Gestaltung einer modernen Gesellschaft in
Österreich."

Hochhauser: "Zukunft.Frauen" bietet Rüstzeug für
hochqualifizierte weibliche Führungskräfte

"In Österreich waren noch nie so viele Frauen berufstätig, und es
gab noch nie so viele selbstständige Frauen wie zum jetzigen
Zeitpunkt", freut sich Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). "Wir haben etwa 130.000
Unternehmerinnen und liegen damit auf dem bemerkenswerten dritten
Platz in Europa." Als Mitinitiatorin von "Zukunft.Frauen" möchte sie
gemeinsam mit den Partnern erreichen, dass sich die Bedeutung der
Frauen im Wirtschaftsleben durch noch mehr Frauen an den Schalthebeln
der österreichischen Wirtschaft widerspiegelt. Hochqualifizierte
weibliche Führungskräfte holen sich mit diesem Programm ein
zusätzliches Rüstzeug für ihren Karriereweg. Geänderte
Rahmenbedingungen im Bereich Kinderbetreuung und Vereinbarkeit von
Familie und Beruf sind aus Sicht von Hochhauser jedoch genauso
notwendig wie die Bewusstseinsbildung und Vernetzung bei den Frauen
selber: "Mit der Initiative 'Zukunft.Frauen' setzen wir gemeinsam mit
unseren Partnern gezielte Anreize für mehr Frauen in
Führungspositionen. In diesem Sinne gratuliere ich allen
Absolventinnen von 'Zukunft.Frauen' sehr herzlich und wünsche ihnen
viel Erfolg auf ihrem weiteren beruflichen Werdegang."

Workshops, Netzwerkaufbau, Mentoring, Datenbank

"Zukunft.Frauen" ist eine Verbindung aus Workshops, Netzwerkaufbau
und Mentoring mit hochkarätigen Vortragenden sowie
Expertengesprächen. Wichtiger Bestandteil der gemeinsamen
Anstrengungen von BMWFJ, WKÖ und IV bei der Unterstützung von Frauen
auf ihrem Weg an die Spitze ist die Etablierung einer öffentlich
zugänglichen Datenbank für Aufsichtsrätinnen. Damit sollen zum einen
die Absolventinnen von "Zukunft.Frauen", also hochqualifizierte
Kandidatinnen für Aufsichtsratsfunktionen, sichtbarer gemacht werden.
Zum anderen können sich auch Frauen, die bereits Aufsichtsratsmandate
inne haben, in dieser Datenbank registrieren. Die Suche nach
hochqualifizierten Kandidatinnen für Aufsichtsratsfunktionen wird
somit in Zukunft wesentlich erleichtert. Den Link zur
Aufsichtsrätinnendatenbank finden Sie auf der Homepage
www.zukunft-frauen.at bzw. www.aufsichtsraetin.at .

Das große Interesse am Führungskräfteprogramm "Zukunft.Frauen"
zeigt nicht nur, dass enormes Potenzial vorhanden ist, sondern auch
die Motivation und die Begeisterung von Frauen, Spitzenjobs
anzustreben. "Ich bin überzeugt, dass wir eine stärkere Repräsentanz
von Frauen in Führungsetagen ohne Zwang und Regulierung erreichen.
Allen Absolventinnen möchte ich für ihr Engagement danken und das
Allerbeste auf ihrem weiteren beruflichen Weg wünschen", so
IV-Generalsekretär Neumayer.

Aufgrund des regen Interesses ist der vierte Durchgang im Frühling
2012 bereits ausgebucht. Die Anmeldung für die fünfte Auflage von
"Zukunft.Frauen" im Herbst 2012 ist jederzeit unter
www.zukunft-frauen.at möglich.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend
Sprecher des Ministers: Mag. Volker Hollenstein
Tel.: +43 (01) 711 00-5193 / Mobil: +43 664 501 31 58
mailto:[email protected]
www.bmwfj.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MWA

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