• 06.03.2012, 12:35:17
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Karlheinz Töchterle und Erhard Busek verleihen Danubius Award an Prof. Dr. Klaus Roth

Auszeichnung für wissenschaftliche Leistung in Bezug auf den Donauraum - Preisträger steht für breiten interdisziplinären Zugang zu den den Ländern Südosteuropas und des Donauraums

Karlheinz Töchterle und Erhard Busek verleihen Danubius Award an Prof. Dr. Klaus Roth

Wien (OTS) - Gemeinsam mit dem Institut für den Donauraum und
Mitteleuropa (IDM) hat das Bundesministerium für Wissenschaft und
Forschung (BMWF) gestern erstmals den mit 7.200 Euro dotierten
Danubius Award verliehen. Dieser wird zur Auszeichnung von Personen
gestiftet, die in ihrem wissenschaftlichen Werk oder in ihrem
Schaffen eine besondere Leistung in Bezug auf den Donauraum erbracht
haben. Der Danubius Award soll eine Anerkennung für eine profunde
wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Donauraum darstellen.
"Damit verleihen wir den wertvollen Beziehungen Österreichs zu
unseren Nachbarn Ausdruck und fördern das Gemeinsame dieses
gewachsenen Kulturraumes", so Wissenschafts- und Forschungsminister
Dr. Karlheinz Töchterle bei der Verleihung im Wiener Schützenhaus.

Mit dem nunmehr erfolgten Start sollen ab jetzt in einem jährlichen
Rotationsprinzip Leistungen in den Geistes-, Kultur- und
Sozialwissenschaften und im darauffolgenden Jahr in den
Lebenswissenschaften ausgezeichnet werden. Beiträge, die der
interkulturellen Verständigung, der Verbesserung der Lebensumstände
und damit des Zusammenlebens der Menschen im Donauraum dienen,
erscheinen besonders preiswürdig.

Der erste Preisträger ist der Münchner Ethnologe Prof. Dr. Dr. h.c.
Klaus Roth, der für sein exzellentes wissenschaftliches Werk, das
viele Länder der Donauregion mit einbezieht, ausgezeichnet wurde.
"Dieser wissenschaftlich breite Brückenschlag ist zugleich auch ein
schönes Symbol für die vielseitigen Verflechtungen und Beziehungen in
dieser Region, in der nun auch im Rahmen der Donauraumstrategie eine
intensivierte Auseinandersetzung und Zusammenarbeit stattfindet", so
Töchterle.

Dr. Erhard Busek, Vorsitzender des IDM, betont, dass gerade die
wissenschaftliche Kooperation im Fokus der Donauraumstrategie steht
und der Danubius Award ein Ansporn für die Auseinandersetzung mit den
vielschichtig gelagerten Herausforderungen der Region sein soll.

Über den Preisträger:

Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Roth war von 1982 bis 2005 Professor am
Institut für deutsche und vergleichende Volkskunde der LMU München,
ist seit 1997 Herausgeber der Zeitschrift "Ethnologica Balkanica" und
seit 2004 Vizepräsident der Association internationale des études du
sud-est européen. Sein wissenschaftliches Werk zeichnet ein breiter
interdisziplinärer Zugang auf der Grundlage der Fächer Volkskunde,
Slawistik und Geographie aus, der ihm die Erforschung wesentlicher
Merkmale und Zusammenhänge der gesellschaftlichen Verfasstheit in den
Ländern Südosteuropas und des Donauraums ermöglichte. So hat er die
Alltagskultur, die Arbeits- und Lebensbedingungen, die sozialen
Netzwerke, das "soziale Vertrauen" und das "Sozialkapital", Probleme
der interkulturellen Kommunikation und der Nachbarschaftsbeziehungen
äußerst prägnant beschrieben und durchleuchtet. Als besonders
verdienstvoll und anwendungsorientiert erscheint es dabei, dass er
sich diesen Phänomenen auch in ihrer historischen Dimension unter den
Aspekten des Wandels oder Beharrungsvermögens von der
vorkommunistischen über die kommunistische Ära in die Zeit der
Transformation sowie ihrer Bedeutung für die europäische Integration
widmet. Er hat damit wesentlich zum besseren Verständnis der Kulturen
und politischen Bedingungen in Südosteuropa und im Donauraum
beigetragen.

Über den Danubius Award:

Der Danubius Award wird vom BMWF mit Euro 7.200,- dotiert, einmal pro
Jahr vergeben und die Preisträger/-innen werden von einer
unabhängigen Fach-Jury, diesmal unter dem Vorsitz von Univ.-Prof.
Heinz Fassmann, ausgewählt. Besonders verdienstvoll sind Beiträge,
die der interkulturellen Verständigung, der Verbesserung der
Lebensumstände und damit dem Zusammenleben der Menschen im Donauraum
dienen. Die Auszeichnung stellt einen Beitrag zur besseren
Sichtbarkeit des Donauraums und zur verstärkten Wahrnehmung seiner
multidisziplinär gelagerten Herausforderungen und Potenziale dar;
einhergehend mit der Ermutigung, sich auf wissenschaftlicher Ebene
damit auseinander zu setzen. Der Danubius Award ist somit ein aktiver
Beitrag Österreichs zur EU-Donauraumstrategie.

Weitere Informationen:
www.idm.at

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung 
   Minoritenplatz 5, 1014 Wien
   Pressesprecher: Markus Gorfer
   Tel.: +43 1 531 20 9027
   mailto: [email protected]
   www.bmwf.gv.at

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