• 03.03.2012, 12:18:03
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LR Anschober: Energiesparmesse zeigt Aufbruchsstimmung bei KonsumentInnen, aber Energiewende-Täuschung bei Teilen der Politik

Linz (OTS) - "Man nennt es green washing, was viele Politiker in
diesen Tagen bei ihren Auftritten auf der Welser Energiesparmesse
praktizieren - während 364 Tage die für die Energiewende notwendigen
Maßnahmen blockiert, verhindert, abgeschwächt und verzögert werden,
treten dieselben Politiker bei der Energiesparmesse in perfekter
grüner Rhetorik als Energiewende-Prediger auf. Unglaubwürdiger geht
es bei manchen nicht", betont Oberösterreichs Grüner Umweltlandesrat
Rudi Anschober.
- Beispiel Wohnbau: seit dem Abgang von LR Kepplinger aus dem
Wohnbauressort bin ich vielfach damit beschäftigt, vom neuen
Wohnbaureferenten immer wieder geplante massive Rückschritte
abzuwehren - daher herrscht seit zwei Jahren Stagnation,
Oberösterreich hat seine Spitzenposition unter den Bundesländern
längst verloren. Dadurch werden viele Chancen auf geringere
Energieverbräuche und mehr grüne Arbeitsplätze verspielt
- Beispiel Ökostromgesetz: fünf Jahre hat es gedauert, bis wir die
Blockade des Ökostromgesetzes beendet haben - und in den Jahren
dieser Blockade waren die Blockierer immer wieder Eröffnungsredner in
grüner Rhetorik.
- Beispiel Ausstieg aus dem Öl: während bei der Messe alle vor der
Kostenfalle Öl warnen, toleriert die Bundesregierung eine
Förderaktion der Ölwirtschaft für neue Ölkessel und sieht damit dabei
zu, wie tausende für weitere Jahrzehnte in die Kostenfalle gelockt
werde
- und ausgerechnet in jenen Tagen, in denen in Wels alle vom Vorrang
für Energieeffizienz reden, versucht die Bundesregierung auf Ebene
des Rats alles, um die am Dienstag von Europaparlament und Kommission
beschlossene ambitionierte neue EU-Energieeffizienzrichtlinie zu
entwerten und abzuschwächen

Anschober:" Teile der Politik unterschätzen die KonsumentInnen
massiv: das Interesse, die Qualität der Entscheidungen, das
Engagement der KonsumentInnen ist enorm, das zeigen die Messetage.
Zehntausende leben in Oberösterreich die Energiewende und fast 10.000
arbeiten aktiv in Gemeindegruppen, Vereinen, Energiewendestammtischen
und setzen die Energiewende praktisch um. Wir werden sehen, ob die
greenwasher in Wels von den BürgerInnen lernen: Österreichs Position
zur Energieeffizienzrichtlinie, das OÖ. Energieeffizienzgesetz, die
Novellierung von Bauordnung, Raumordnung, Elwog und
Luftreinhaltegesetz werden zeigen, ob Bundes- und Landespolitik
greenwashing stoppen und endlich die Energiewende so konsequent
umsetzen, wie dies ein überwältigender Teil der KonsumentInnen
fordert"

Rückfragehinweis:
Die Grünen Oberösterreich, Mag. Markus Gusenbauer, Pressereferent, Tel.: 0664/831 75 36, mailto: [email protected], http://www.ooe.gruene.at

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