- 02.03.2012, 11:55:19
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Experten: Mobile Welt verändert Berufsalltag dramatisch
Firmen müssen Thema "Mobilität" strategisch betrachten und Geschäftsmodelle überarbeiten - Mitarbeiter profitieren von höherer Flexibilität - Podiumsdiskussion am "eDay"

Wien (OTS) - Schneller, effizienter, mobiler: Der Trend zu
Smartphones und Tablet-PCs bietet Unternehmen viele Chancen. Im
Strudel der Veränderung müssen die Betriebe sowie ihrer
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aber auch viele Risikobereiche
umschiffen, gaben sich Experten bei einer Podiumsdiskussion der
APA-E-Business-Community gestern, Donnerstagabend, im Rahmen des von
der Wirtschaftskammer Österreich veranstalteten "eDay" überzeugt.
"Wir befinden uns mitten in einer durch technologische
Fortschritte ausgelösten gesellschaftlichen Revolution, wie es sie in
Umfang und Geschwindigkeit noch nie gegeben hat", erklärte Christian
Kittl von der Forschungseinrichtung evolaris next level GmbH. Neue
Geschäftsmodelle seien im Anmarsch, bei bestehenden werde es große
Veränderungen geben.
"Es ist für jedes Unternehmen, egal welcher Branche, höchste Zeit
das Thema 'Mobilität' strategisch zu betrachten", so Kittl. Denn das
Mediennutzungsverhalten ändere sich dramatisch. Bereits 2013 werde es
mehr Zugriffe auf das Internet über mobile Geräte als per PC geben.
Im Jahr 2015 sollen vier Mal so viele Anwendungen für Smartphones und
Tablets als für Standrechner entwickelt werden. "Und das mobile
Internet wird im Beruf schon jetzt doppelt so häufig genutzt wie im
privaten Bereich", sagte der Experte.
"Mein Handy oder ich gehe"
Immer öfter hieße es dabei von Mitarbeiterinnen oder Bewerbern:
"Das Diensthandy mit den vielen Tasten will ich nicht. Entweder mein
Gerät oder ich arbeite nicht für euch", erklärte Marco Harfmann von
A1 den Trend zu "Bring Your Own Device". Die Unternehmen stünden
damit vor der Herausforderung, unterschiedliche Geräte in die
bestehende Infrastruktur einzubetten, "sei es das iPhone des
Geschäftsführers oder das Tablet, das ein Vertriebsmitarbeiter nutzt,
um schneller auf Kundenanfragen reagieren zu können".
Die Betriebe müssten ihre Daten aber schützen und entsprechende
Regeln aufstellen, "sonst verlieren sie die Kontrolle", so Harfmann.
Es gebe - beispielsweise für das produzierende Gewerbe - Lösungen,
einzelne Funktionen eines Smartphones wie etwa die Kamera zu
deaktivieren. Wer auf welche Daten oder Services zugreifen dürfe,
könne man ebenfalls festlegen. "Es gilt aber nicht nur, die Risiken,
die dadurch entstehen, zu minimieren, sondern auch die Chance für das
Unternehmen zu ergreifen, die neue mobile Endgeräte mit sich
bringen", gab Harfmann zu bedenken.
"Dem Benutzer bringt Mobilität Bequemlichkeit und ermöglicht
Flexibilität. Die Work-Life-Balance wird leichter gemacht",
erläuterte Robert Ludwig vom Systemintegrator NextiraOne. Das
Unternehmen profitiere durch zufriedene Mitarbeiter und höhere
Produktivität, da alle Kommunikationsmedien auf Smartphones und
Tablets verfügbar seien. Man müsse aber auch die andere Seite sehen:
"Datensicherheit, Entfernung von schädlichen Apps, Kompatibilität der
Tools und Endgeräte sowie die Wartbarkeit der Gesamtlösung sind
entscheidende Faktoren, die man nicht außer Acht lassen sollte", so
Ludwig.
Marktanteile werden "durcheinandergewirbelt"
"Das ist ein komplett neues Spiel. Die Karten werden neu gemischt
und die Marktanteile in vielen Bereichen durcheinandergewirbelt", ist
Alexis Johann vom WirtschaftsBlatt überzeugt. Er sieht große
Herausforderungen auf praktisch jedes Unternehmen zukommen. "Die
Geschäftsmodelle müssen sich dieser Entwicklung stellen und sich
daran anpassen. Und die Betriebe müssen sich darauf vorbereiten, weil
das sehr schnell gehen wird. Da kommt eine Lawine auf uns zu", so
Johann.
Die größten Herausforderungen würden das soziale Gefüge betreffen,
sagte Oliver Krizek vom Softwarespezialisten Navax. Man sei ständig
mit Technik konfrontiert, nutze viele Anwendungen parallel, anstatt
beispielsweise im Kaffeehaus eine Zeitung zu lesen. Allerdings würde
sich der Umgang mit dieser Entwicklung sehr unterschiedlich
gestalten. "Das muss jeder für sich selbst entscheiden", so Krizek.
Unbestritten sei, dass man die Zeit, die bis jetzt vor allem am
Schreibtisch verbracht werde, durch mobile Geräte deutlich reduzieren
könne.
Die Plattform
Soziale Netzwerke, mobiles Marketing und Software als
Dienstleistung: Die IT-Welt dreht sich immer schneller. Die seit 2001
existierende E-Business-Community (EBC) hat es sich daher zur Aufgabe
gemacht, Wissen über aktuelle Themen aus der Branche zu vermitteln
und Geschäftskontakte zu erleichtern.
Veranstaltet von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen
Content und redaktionelles Outsourcing, bildet die EBC ein
schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business. Monatliche
Veranstaltungen, bei denen sowohl Impulsreferate als auch
Fachvorträge und Podiumsdiskussionen Platz haben, bilden die ideale
Plattform für Erfahrungs- und Meinungsaustausch.
Die Partner-Unternehmen der E-Business-Community sind:
- A1 www.a1.net
- CELLULAR GmbH www.cellular.at
- CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte GmbH www.cms-rrh.com
- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc
- economyaustria http://economyaustria.at
- Ericsson Austria www.ericsson.com
- Evolaris next level GmbH www.evolaris.net
- Hewlett-Packard www.hp.com/at
- Kapsch www.kapsch.net
- NAVAX Consulting GmbH www.navax.at
- NextiraOne www.nextiraone.at
- Samsung www.samsung.at
- SAP Österreich GmbH www.sap.at
- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at
Weitere Bilder unter:
http://www.apa-fotoservice.at/galerie/2775/
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
APA-E-Business-Community
Barbara Rauchwarter
Tel.: +43/1/360 60-5700
mailto:[email protected]
Web: http://ebc.apa.at
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