• 02.03.2012, 09:44:31
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Leitner: Der Mensch ist der wesentliche Faktor für eine funktionierende Wirtschaft

Arbeitsgruppe "Wirtschaft und Innovation" startet Zukunftsdiskussion in Loosdorf

St. Pölten/Loosdorf (OTS) - "Prioritätensetzung in den
Führungsetagen aller Unternehmen hin zu einem neuen sozialen und
ethischen Unternehmertum ist notwendig. Denn die Ressource Mensch und
die Nachhaltigkeit müssen viel mehr an Bedeutung gewinnen, das reine
Gewinnstreben darf nicht allein im Vordergrund stehen", erklärt der
Vorsitzende der SPÖ NÖ, Landeshauptmann-Stv. Dr. Sepp Leitner bei der
Auftaktveranstaltung der Arbeitsgruppe "Wirtschaft und Innovation" im
Rahmen der Zukunftsdiskussion NÖ 2020. "Ethisches Unternehmertum ist
aber kein Luxus, sondern die Voraussetzung für den Erfolg eines
Unternehmens im 21. Jahrhundert", formuliert auch Dr. Peter Grabner,
Lehrender für Risikomanagement und Strategie auf der FH Campus Wien
und Vorsitzender der ÖNORM für Risikomanagement: "Kreativität und
Engagement der MitarbeiterInnen sind die entscheidenden
Wettbewerbsvorteile österreichischer Unternehmen. Diese
Erfolgsfaktoren können nur durch ethisch und sozial agierende
Unternehmen nachhaltig genutzt werden." An der Podiumsdiskussion
nahmen außerdem teil Karl Bauer, erfolgreicher Unternehmer und der
Leiter der Arbeitsgruppe sowie Mag.a Marion Ibetsberger, Leiterin des
Referates Betriebswirtschaft in der AK NÖ. Die Begrüßung übernahm der
SPÖ-Bezirksvorsitzende in Melk und Bürgermeister von Loosdorf, LAbg.
RR Josef Jahrmann, organisiert wurde der Diskussionsabend von Mag,
Günther Sidl, dem geschäftsführenden Bezirksvorsitzenden.

"Geht es der Wirtschaft gut, geht es den Menschen gut", sei für
Leitner der falsche Ansatz: "Der Mensch ist wesentlich für eine
funktionierende Wirtschaft, für den Erfolg eines Unternehmens - daher
muss es in erster Linie den Menschen gut gehen, erst dann geht es
auch der Wirtschaft gut." Der Meinung, dass in der Wirtschaftswelt
und in unserem System die ArbeitnehmerInnen nur die Aufgabe haben,
zur Gewinnmaximierung beizutragen, muss die Sozialdemokratie
gegensteuern. Denn: Dort, wo hoch motivierte Menschen arbeiten und
gemeinsam etwas bewegen wollen, dort werden auch Höchstleistungen
erbracht und Qualität geschaffen.

Leitner sieht in diesem neuen Weg auch klare Vorteile für die
Unternehmen: "In unserem lebenswerten Land mit hohen sozialen und
ökologischen Standards können die Unternehmen hohe Qualitätskriterien
erfüllen, die ihre Produkte weltweit interessant machen - deshalb
lagern viele auch ihre Produktion nicht in Billiglohnländer aus. Und
ökologisches und nachhaltiges Wirtschaften ist heute keine Spinnerei
mehr, sondern ein vom Finanzvolumen nicht mehr zu unterschätzender
Teil." Untersuchungen und Gutachten würden zeigen, dass durch ein
Umdenken in den Unternehmen und in dem Produktangebot neue Märkte
erschlossen und Arbeitsplätze geschaffen werden können.

Ein Auslöser für dieses Umdenken muss für Leitner die gegenwärtige
Finanz- und Bankenkrise sein: "Wir brauchen - und das ist eine
zentrale Forderung der niederösterreichischen SozialdemokratInnen -
auf Bundesebene und in Europa Maßnahmen, die die ungebremsten
Finanzströme kontrollieren. Und wir brauchen Maßnahmen, dass
diejenigen, die unfassbare Gewinne aus Finanzgeschäften und
Spekulationen erzielen, auch bei den Verlusten und bei der
Budgetkonsolidierung zur Kasse gebeten werden und viel mehr die
tatsächliche Wertschöpfung zentrales Ziel der Wirtschaftspolitik
ist." Für Leitner müssten möglichst viele Menschen am gemeinsam
erwirtschafteten Reichtum einer Gesellschaft teilhaben können: "Der
soziale Zusammenhalt ist die beste Basis für den wirtschaftlichen
Erfolg!"

Rückfragehinweis:

SPÖ-Niederösterreich
   Mag. Gabriele Strahberger
   Pressereferentin/Medienservice
   Tel.: 02742/2255/121
   mailto:[email protected]
   www.noe.spoe.at

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