Umbau der Schullandschaft in Oberösterreich: Ganztägigen Betrieb bei Sanierungen mitplanen

SPÖ-Klubvorsitzende Jahn: "Positive Signale im Bildungs-Unterausschuss"

Linz (OTS) - Schulbau ist teuer - allein das jüngste Pflichtschulbauprogramm aus dem Jahre 2008 umfasst 244 Projekte mit einem Kostenvolumen von damals 417 Millionen Euro. "Damit das öffentliche Geld für Schulbauten auch wirklich nachhaltig wirkt, muss der Kurs der Bildungsreform beim Bau mit berücksichtigt werden. Deshalb freut es mich, dass heute im Unterausschuss Bildung signalisiert wurde, bei Schulsanierungen und
-neubauten die räumlichen Erfordernisse von Ganztagsschulen stärker ins Zentrum der Planungen zu rücken", betont SPÖ-Klubvorsitzende Mag.a Gertraud Jahn. Damit ist zumindest ein erster Schritt in Richtung des Begehrens des SPÖ-Initiativantrags - "Oberösterreichs Schulen ganztagsfit machen" - gelungen.

Der Zug in Richtung Ganztagsschule ist gerade dabei loszufahren und Oberösterreich steht vor der Frage, von Beginn an mitzufahren oder -wie beim Ausbau der Neuen Mittelschulen - den Start zu verschlafen. "Ganztagsschulen brauchen passende Räumlichkeiten, die von einem neuen Klassenraumkonzept über Bewegungs- und Pausenräume bis hin zu geeigneten Essgelegenheiten reichen", so Jahn. Die SPÖ hat in ihrem Initiativantrag gefordert, dass bereits bei den Planungen derzeit anstehender Schulsanierungen und -neubauten die Erfordernisse eines zukünftigen ganztägigen Betriebs mit berücksichtigt werden. Im Unterausschuss wurde nunmehr zugesagt, dass - soweit im konkreten Fall in einem abschätzbaren Zeitraum der Betrieb als Ganztagsschule in Frage kommt - dieser von vornherein in die Planung einbezogen wird.

Auch die vom Bund zur Verfügung gestellte Anschubfinanzierung für ganztägige Schulen im Ausmaß von 34 Millionen Euro für den Zeitraum 2011-2014 gilt es zu nutzen. "Wenn trotz Sparpakets, der Bund dennoch die Bildungsreform vorantreibt, dann ist auch Oberösterreich gefordert, für den Ausbau ganztägiger Schulbauten die nötigen Vorbereitungsarbeiten zu treffen. Insofern ist es sehr zu begrüßen, dass bei Schulsanierungen in Hinkunft die Erfordernisse von Ganztagsschulen stärker ins Zentrum der Planungen rücken", stellt die SPÖ-Klubvorsitzende klar

Bildungsministerin Schmied hat das Ziel vorgegeben, bis zum Jahr 2015 von 105.000 auf insgesamt 160.000 schulische Ganztagsplätze aufzustocken. "Oberösterreich ist vor allem im Interesse der Schülerinnen und Schüler gefordert, sich intensiv an diesem Ausbau der Ganztagsschulen zu beteiligen, weil diese Schulform nachweislich für mehr Chancengleichheit und besseren Lernerfolg sorgt", schließt die SPÖ-Klubvorsitzende.

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