FPK-Scheuch: White House-Methodik auch in Kärnten?

Stimpfl-Abele auch mit Geschäftsverbindungen zu ÖVP und der WK in Kärnten

Klagenfurt (OTS) - "Das System hinter der Korruption ist von Kärnten ausgegangen", zitiert FPK-Obmann DI Uwe Scheuch Aussagen von WK-Präsident Pacher und fragt sich angesichts der Vorgänge rund um die ÖVP-nahe Agentur White House, ob es sich dabei um Insiderwissen Pachers gehandelt habe. Schließlich gebe es zwischen der ÖVP, der Wirtschaftskammer Pachers und dem Agenturchef Stimpfl-Abele unzählige Geschäftsverbindungen. "Der Agenturchef von White House war über ein Jahrzehnt lang der führende Kampagnenverantwortliche für fast alle schwarzen Spitzenpolitiker Kärntens. White House scheint nach wie vor die Haus- und Hofagentur der Wirtschaftskammer Kärnten zu sein, die Preise organisiert, Events veranstaltet und Kampagnen ausarbeitet, zum Beispiel für den Werbepreis Creos. Wurde immer ordentlich ausgeschrieben? Oder wurde mit den Zwangsbeiträgen der WK-Mitglieder da etwa zufällig jene Agentur beauftragt, die für ÖVP-Wahlkämpfe verantwortlich zeichnet und sich diese unter Umständen mit Telekom-Gelder bezahlen lassen hat? Vor dem Hintergrund angeblicher Geldflüsse von der Telekom in Richtung White House beziehungsweise ÖVP müssen all diese die Fragen geklärt werden", so Scheuch. Er erwarte sich auch eine Stellungnahme des WK-Präsidenten Pacher, schließlich sei Stimpfl-Abele nicht nur jahrelanger Geschäftspartner, sondern auch Träger der Silbernen Ehrenmedaille der Wirtschaftskammer. Sei das der Dank für die Verdienste um Präsident Pacher und irgendwelche Wahlkämpfe?

Dass mit Martin Kratky ein Hochegger-Mann Geschäftspartner der Agentur White House sei, hinterlasse für Scheuch einen weiteren bitteren Beigeschmack, schließlich kenne man die Praktiken Hocheggers durch den Untersuchungsausschuss des Parlaments. "Herr Stimpfl-Abele hat jahrelang seine Geschäfte in Kärnten mit der ÖVP und mit Pacher gemacht. Jetzt kommen in Wien bei Kampagnen der Jungen ÖVP mögliche Malversationen ans Tageslicht. Da wäre es schon interessant, zu erfahren, ob das alles ist oder welche Verstrickungen der White House es nach Kärnten in die Wirtschaftskammer-Wahlkämpfe und von Zernatto, Scheucher und Co. so gibt", fragt sich FPK-Obmann Scheuch.

Tief blicken lasse auch die Aussage des schwarzen Generalsekretärs Johannes Rauch, der meinte, "wenn ich 100.000 Euro von der Telekom bekommen sollte, als Partei, dann brauche ich das nicht zu verstecken - dann schalte ich Inserate in der Parteizeitung." Da sei es durchaus interessant, zu eruieren, wie viele Schaltungen der Telekom es denn tatsächlich in den Drucksorten der ÖVP und des Wirtschaftsbundes in den letzten Jahren gegeben habe, erklärt Scheuch. "Angesichts der hinterfragenswerten Vorgänge rund um die Agentur White House und deren mannigfaltige Verbindungen zur Wirtschaftskammer Kärnten wäre eine außerordentliche Sitzung der Wirtschaftskammer absolut anzustreben. Denn auch hier gehören alle Fakten auf den Tisch", schließt Scheuch.

(Schluss/le)

Rückfragen & Kontakt:

Die Freiheitlichen in Kärnten - FPK
9020 Klagenfurt
Tel.: 0463/56 404

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FLK0002