• 01.03.2012, 11:35:18
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FPK-Scheuch: White House-Methodik auch in Kärnten?

Stimpfl-Abele auch mit Geschäftsverbindungen zu ÖVP und der WK in Kärnten

Klagenfurt (OTS) - "Das System hinter der Korruption ist von
Kärnten ausgegangen", zitiert FPK-Obmann DI Uwe Scheuch Aussagen von
WK-Präsident Pacher und fragt sich angesichts der Vorgänge rund um
die ÖVP-nahe Agentur White House, ob es sich dabei um Insiderwissen
Pachers gehandelt habe. Schließlich gebe es zwischen der ÖVP, der
Wirtschaftskammer Pachers und dem Agenturchef Stimpfl-Abele unzählige
Geschäftsverbindungen. "Der Agenturchef von White House war über ein
Jahrzehnt lang der führende Kampagnenverantwortliche für fast alle
schwarzen Spitzenpolitiker Kärntens. White House scheint nach wie
vor die Haus- und Hofagentur der Wirtschaftskammer Kärnten zu sein,
die Preise organisiert, Events veranstaltet und Kampagnen
ausarbeitet, zum Beispiel für den Werbepreis Creos. Wurde immer
ordentlich ausgeschrieben? Oder wurde mit den Zwangsbeiträgen der
WK-Mitglieder da etwa zufällig jene Agentur beauftragt, die für
ÖVP-Wahlkämpfe verantwortlich zeichnet und sich diese unter Umständen
mit Telekom-Gelder bezahlen lassen hat? Vor dem Hintergrund
angeblicher Geldflüsse von der Telekom in Richtung White House
beziehungsweise ÖVP müssen all diese die Fragen geklärt werden", so
Scheuch. Er erwarte sich auch eine Stellungnahme des WK-Präsidenten
Pacher, schließlich sei Stimpfl-Abele nicht nur jahrelanger
Geschäftspartner, sondern auch Träger der Silbernen Ehrenmedaille der
Wirtschaftskammer. Sei das der Dank für die Verdienste um Präsident
Pacher und irgendwelche Wahlkämpfe?

Dass mit Martin Kratky ein Hochegger-Mann Geschäftspartner der
Agentur White House sei, hinterlasse für Scheuch einen weiteren
bitteren Beigeschmack, schließlich kenne man die Praktiken Hocheggers
durch den Untersuchungsausschuss des Parlaments. "Herr Stimpfl-Abele
hat jahrelang seine Geschäfte in Kärnten mit der ÖVP und mit Pacher
gemacht. Jetzt kommen in Wien bei Kampagnen der Jungen ÖVP mögliche
Malversationen ans Tageslicht. Da wäre es schon interessant, zu
erfahren, ob das alles ist oder welche Verstrickungen der White House
es nach Kärnten in die Wirtschaftskammer-Wahlkämpfe und von Zernatto,
Scheucher und Co. so gibt", fragt sich FPK-Obmann Scheuch.

Tief blicken lasse auch die Aussage des schwarzen Generalsekretärs
Johannes Rauch, der meinte, "wenn ich 100.000 Euro von der Telekom
bekommen sollte, als Partei, dann brauche ich das nicht zu verstecken
- dann schalte ich Inserate in der Parteizeitung." Da sei es durchaus
interessant, zu eruieren, wie viele Schaltungen der Telekom es denn
tatsächlich in den Drucksorten der ÖVP und des Wirtschaftsbundes in
den letzten Jahren gegeben habe, erklärt Scheuch. "Angesichts der
hinterfragenswerten Vorgänge rund um die Agentur White House und
deren mannigfaltige Verbindungen zur Wirtschaftskammer Kärnten wäre
eine außerordentliche Sitzung der Wirtschaftskammer absolut
anzustreben. Denn auch hier gehören alle Fakten auf den Tisch",
schließt Scheuch.

(Schluss/le)

Rückfragehinweis:
Die Freiheitlichen in Kärnten - FPK
9020 Klagenfurt
Tel.: 0463/56 404

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