ÖH Uni Wien: Wir werden gegen Studiengebühren vorgehen!

Breite Organisierung von Klagen ist eine Option

Wien (OTS) - Die Universität Wien hat angekündigt, im kommenden Wintersemester autonom - und ohne Gesetzesgrundlage - Studiengebühren einzuführen. Insgesamt werden mehrere Hochschulen in Österreich auf diese Weise vorgehen.

Die ÖH Bundesvertretung hat darauf reagiert und wird diese Woche Rahmenbeträge für die Finanzierung eines großen Rechtsstreits beschließen.

Die ÖH Uni Wien zieht - ähnlich wie die Bundesvertretung - eine derartige Maßnahme in Erwägung.

"Wenn von Studierenden ohne Rechtsgrundlage Gebühren verlangt werden, sehen wir es als unsere Pflicht, Betroffene bei Klagen zu unterstützen, auch finanziell. Eine Koordination dessen können wir uns sehr gut vorstellen, damit es kein Einzelkampf für die Kläger_innen bleibt", so Kübra Atasoy vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien.

Den Vorschlag vom Senatsvorsitzenden Helmut Fuchs der Universität Wien, dass Studierende am besten überhaupt pro Lehrveranstaltung bezahlen sollen, lehnt die ÖH Uni Wien entschieden ab.

Maria Clar betont: "Beiträge von Studierenden lösen das Finanzierungsproblem der Unis nicht. Egal ob pro Semester oder pro Lehrveranstaltung, für Studierende bedeuten Studiengebühren eine enorme Belastung, die zu Studienabbrüchen aus Geldmangel führen."

"Vorschläge dieser Art sind in Anbetracht der belegbaren prekären Lage von Studierenden zynisch. Die Existenzkosten sind hoch, die Jobs schlecht bezahlt und haben selten etwas mit den eigenen Studien zu tun", ergänzt Julia Kraus.

Der Appell richtet sich nun vor allem an den Senat, der das kommende Vorgehen zu Studiengebühren beschließen wird:

"Wir fordern den Senat auf, gegen Studiengebühren jeder Art zu stimmen. In einem Kampf für ausfinanzierte Hochschulen braucht es eine Solidarisierung mit den Studierenden. Nur dann kann auf die zuständigen Ministerien wirksam Druck ausgeübt werden", so Atasoy, Clar und Kraus abschließend.

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