Hypo: Volltreffer bei Hausdurchsuchung bei Mitarbeiterprivatstiftung

Lange gesuchte Garantieerklärung über 420 Millionen Euro gefunden

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe von einem Durchbruch bei den Ermittlungen in der Causa Hypo Alpe Adria. Bei der Hausdurchsuchung bei der Mitarbeiterprivatstiftung (MAPS) wurde eine von Ex-Bank-Chef Wolfgang Kulterer unterschriebene Garantieerklärung der Bank für die Kärntner Landesholding über 420.415.491,56 Euro sichergestellt. Bisher war lediglich die Existenz einer derartigen Garantie vermutet worden.

Die Folge dieser Garantieerklärung und den damit verbundenen Rechtsgeschäften ist, dass einmal mehr Geldmittel als Eigenkapital der Bank dargestellt wurden, die keines waren. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hätten entweder die mit Teilen des Geldes gekauften Vorzugsaktien in der Bilanz nicht als Eigenkapital dargestellt werden dürften - jedenfalls hätte zumindest die jetzt sichergestellte Garantie in der Bilanz dargestellt und eigens erläutert werden müssen. Es besteht daher der Verdacht, dass die Bank-Bilanz 2006 und mutmaßlich auch jene aus dem Jahr 2007 falsch war.

NEWS berichtet zudem über tausende E-Mails aus der Bank, die dem Magazin nun vorliegen. Daraus ergibt sich unter anderem, dass die Agentur Hochegger.Com des Telekomlobbyisten Peter Hochegger den damaligen Bankchef Wolfgang Kulterer nach dem Auffliegen der SWAP-Affäre beraten hat. Kulterer & Co wurden dabei "Schlüsselbotschaften" vorbereitet, um den Vorwurf der Bilanzfälschung und des Versagens der Kontrolle medial zu entkräften. Zudem wurde eine "Road-Map" erstellt, aus der ersichtlich ist, welche Journalisten wann mit welchen (geschönten) Informationen angefüttert wurden.

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