FPÖ-Politiker ermittelte illegal rund um angebliche Kampusch-Tochter.

Polizist aus Wien versuchte, an die DNA eines Volksschulkindes heranzukommen. Jetzt ist das Bundesamt für Korruptionsbekämpfung in die Causa eingeschaltet.

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin NEWS exklusiv berichtet,
hat ein FPÖ-Politiker versucht, an die DNA eine Volksschulkindes heranzukommen, das seit Monaten als "geheime" Tochter des Entführungsopfers Natascha Kampusch gehandelt wird. Der Mann - er ist auch Polizeiinspektor in Wien-Mariahilf - war ohne Auftrag der Behörden in die Schule des Kindes in Niederösterreich eingedrungen und hatte zunächst vorgetäuscht, "Verkehrsunterricht" geben zu wollen. In weiterer Folge fragte er die Pädagoginnen ganz konkret um DANN-hältige Spuren eines bestimmten Mädchens, was jedoch abgelehnt wurde. Noch am selben Tag erstattete die Mutter des Kindes Anzeige bei der Polizei, seither ermittelt das Bundesamt für Korruptionsbekämpfung in der Causa. Der Beamte wurde in den Krankenstand geschickt, bei einer Nachschau fanden sich auch eine Kopie des Passes und die Geburtsurkunde des Mädchens im Besitz des "verdeckten" Fahnders. In NEWS bestätigte ein ranghoher Beamter die Ermittlungen gegen den Mann, der seit Jahren FPÖ-Gemeinderat in einer niederösterreichischen Gemeinde ist.

Die Mutter des bedrängten Kindes ist die Schwester des früheren Freundes von Wolfgang Priklopil, Ernst H., der immer wieder als "Mitwisser" rund um die Entführung ins Spiel gebracht wurde.
Die Frau fürchtet jetzt um so mehr um die Sicherheit ihrer Tochter und sagt in NEWS: "Ich kann sie nicht einmal mehr allein auf den Spielplatz lassen."

Ein DNA-Abgleich bestätigte übrigens mittlerweile, dass das Mädchen die leibliche Tochter der Frau ist.

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