Grüner Antrag "Nein zu Schiefergas-Bohrungen im Weinviertel" erneut abgelehnt

Krismer: Umweltverträglichkeitsprüfung fürs Weinviertel nur Verzögerungstaktik

St. Pölten (OTS) - Für die Grünen hat sich im NÖ Landtag bestätigt, dass die Forderung der ÖVP nach einer Umweltverträglichkeitsprüfung im Falle von Schiefergasbohrungen im Weinviertel lediglich ein Täuschungsmanöver war:
"Die ÖVP sprach sich offiziell für eine Umweltverträglichkeitsprüfung aus. Ein generelles Nein zu den Schiefergasbohrungen wollen sie aber nicht abgeben", berichtet Helga Krismer aus dem NÖ Landtag.
Die Grünen sind natürlich für Umweltverträglichkeitsprüfungen - auch für Schiefergasbohrungen.
(siehe Grün-Antrag vom 7.12.2011 im Nationalrat -
https://iwww.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/AA/AA_00236/index.shtml)
"Im Falle der Schiefergasdebatte im Weinviertel gehen wir aber noch einen Schritt weiter und fordern ein klares "Nein" zu den geplanten Bohrungen durch die OMV", erklärt Helga Krismer.
Grund dafür: "Es gibt keine ökologische Förderung für Schiefergas. Die WeinviertlerInnen haben Angst um ihre Gesundheit durch Verseuchung des Grundwassers und sie haben Angst um ihre Lebensqualität, den Tourismus, die Natur. Wir nehmen diese Ängste ernst. Darüber hinaus sind wir überzeugt, dass nur Erneuerbare Energie uns in Zukunft sicher mit sauberer Energie - ohne Risiko -versorgen können ", begründet Krismer die Grüne Vorgehensweise. Während es für die Grünen selbstverständlich ist, sich auf die Seite der Menschen zu stellen, haben ÖVP, SPÖ und FPÖ die Seite der Unternehmer gewählt und den Grünen Antrag im NÖ Landtag abgelehnt:
"Der niederösterreichische Energieversorger - die EVN - bohrt in Polen nach Schiefergas und mach damit Profit - sehr zur Freude auch der FPÖ, die im EVN-Aufsichtsrat sitzt. Und da die OMV von SPÖ-Vorständen dominiert wird, ist es für den niederösterreichischen SP-Klubobmann Leichtfried selbstverständlich zu behaupten, dass bei Schiefergas-Bohrungen nichts passieren kann. Das ist für uns grob fahrlässig. Das sehen offenbar auch die SPÖ-KollegInnen im Nationalrat so, weil diese sich im Gegensatz zur SPÖ Niederösterreich zumindest für eine Umweltverträglichkeitsprüfung aussprechen", so Krismer.
Für die Grünen steht damit fest: "Für ÖVP, SPÖ und FPÖ zählt allein der Profit.

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