Jedes 7. Blatt Papier in Europa wird auf österreichischem Filz geboren: High-Tech-Textil sichert Jobs einer ganzen Region

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EINMODERATION: (Österreich) (OTS) - iPad & Co. können dem weltweiten Papierbedarf nichts anhaben. Er ist weiterhin im Wachsen. Davon profitiert in Österreich auch eine ganze Region. Und das, obwohl die Maschinen im Werk von Huyck.Wangner Austria in Gloggnitz gar nicht Papier selber herstellen. Produziert wird dort ein spezieller Filz, auf dem das Papier bei seiner Produktion entwässert wird. Jedes 7. Blatt in Europa erlebt seine Geburt solcherart auf rotweißrotem High-Tech-Textil.

REDAKTEURSTEXT

Papier ist geduldig. Auch bei seiner Entstehung, wenn's zunächst gilt, es zwischen großen Presswalzen zu entwässern. Prokurist Hippolit Gstrein von Huyck.Wangner Austria erklärt: Man nehme einen wäßrigen Papierbrei,

OT01 0:00sec GSTREIN Papiermaschinenfilz & Marktanteil [Das heißt...]

Europaweit ist das immer noch jedes 7. Blatt. Seit 1874 werden in Gloggnitz auf riesigen Webstühlen aus Zwirn Filze hergestellt. In den Anfängen des Werkes vor genau 200 Jahren waren Hüte, Kappen und Kopfbedeckungen das Haupt-Geschäft. Der langjährige Maschinenführer Manfred Dissauer erinnert sich:

OT02 0:31sec DISSAUER Job Gestern & Heute [Nein die Kappen...]

Heute arbeitet auch Manfreds Sohn im Werk. Ganze Generationen von Menschen fanden im und rund um den Standort einen Job. Ein Vorzeige-Leitbetrieb, so NÖ Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl:

OT03 0:52sec ZWAZL Leitbetrieb Huyck.Wangner [Hier ist ein...]

Aufträge von 3 Millionen Euro im Jahr vergibt Huyck.Wangner bei umliegenden Zulieferern. Darunter auch an das Elektrounternehmen Flich im Nachbarort Grafenbach. Inhaber Gerhard Flich und Betriebsleiter Alfred Scherz:

OT04 1:25sec FLICH/SCHERZ 65 Jahre Partnerschaft [Wir arbeiten...]

Denn stehende Maschinen kosten Geld. Produziert wird im 3-Schicht-Betrieb. Auch für die tägliche Bekleidung: Nonwovens, zu Deutsch Nichtgewebtes, sind ein wachsender Bereich, erklärt Huyck.-Prokurist Gstrein.

OT05 1:51sec GSTREIN Vlies für Windeln etc. [Die sind in...]

1.200 Tonnen Siebe und Filze fertigt das Werk jetzt pro Jahr. Doch natürlich gab es auch schwierige Zeiten. Maschinenführer Dissauer denkt noch mit Schaudern an die große Überschwemmung vor fast 20 Jahren.

OT06 2:05sec DISSAUER Überschwemmung [Ja ich hab...]

Alle Mitarbeiter halfen zusammen. 2 Wochen später konnte wieder voll produziert werden. 2009 dann das Jahr der Finanzkrise. Durch ein ausgeklügeltes Arbeitszeitmodell konnten das gesamte Personal behalten werden. Eine beachtliche Leistung, sagt NÖ Kammerpräsidentin Zwazl.

OT07 2:25sec ZWAZL Mitarbeiter gehalten [Gerade Großbetriebe...]

2010 lief die Produktion wieder buchstäblich wie am Schnürchen. Hunderte Menschen kommen zur Arbeit ins Werk am Fuße des Semmerings. Und danach: ins Stadtzentrum, freut sich Gloggnitz's Bürgermeisterin Irene Gölles:

OT08 2:57sec GÖLLES Die Stadt profitiert [Davon profitiert...]

Eine Region profitiert von der Papier- und Textilindustrie. Und die Zukunft? Werden eBook, iPad und Co. dem Papier und damit den Jobs nicht gefährlich werden? Huyck.Wangner-Prokurist Gstrein - sagt Nein:

OT09 3:20sec GSTREIN Zukunftsaussicht [Zeitungsdruckpapier...]

Gute Aussichten also für die nächsten 200 Jahre.
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