• 23.02.2012, 13:44:37
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Mitterlehner: "Neuer Steuerbonus unterstützt innovative kleine und mittlere Unternehmen"

Arbeitsgespräch mit Vorarlbergs LH Wallner zu Wirtschaftslage und F&E: Innovationsschecks und höherer Steuerbonus für Auftragsforschung unterstützen kleine und mittlere Betriebe

Bregenz (OTS/BMWFJ) - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner
präsentierte am Donnerstag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit
Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner sowie Wirtschaftslandesrat
Karlheinz Rüdisser aktuelle Maßnahmen für den Innovations-Standort.
"Österreichs Wirtschaft läuft derzeit besser als von vielen erwartet.
Unsere Betriebe haben den Strukturwandel gut eingeleitet und können
derzeit ihre Investitionen vor allem auch aus Eigenmitteln gut
finanzieren. Diese positiven Trends wollen wir systematisch
unterstützen", so Mitterlehner nach seinem Antrittsbesuch bei LH
Wallner in Bregenz.

Das aktuelle Reformpaket setze mehrere richtige Schwerpunkte: "Wir
haben die Familien nicht belastet und für mehr Energieeffizienz die
Förderaktion für die thermische Sanierung verlängert. Gleichzeitig
weiten wir unsere Investitionen für Forschung und Entwicklung aus",
sagte Mitterlehner. "Wir wollen damit unseren Innovationsvorsprung im
internationalen Wettbewerb forcieren."

Mitterlehner will vor allem KMU noch forschungsaffiner machen. Eine
wichtige Maßnahme dafür ist neben dem Innovationsscheck (zu je 5.000
oder 10.000 Euro) die im Reformpaket vorgesehene Offensivmaßnahme der
Anhebung des Deckels für die steuerliche Begünstigung von
Auftragsforschung. Diese Deckelung soll von bisher 100.000 auf eine
Million Euro steigen, für die dann die erst im Vorjahr auf zehn
Prozent erhöhte Forschungsprämie geltend gemacht werden kann. "Das
unterstützt vor allem KMU, die nicht über eigenes Forschungspersonal
oder eine eigene F&E-Infrastruktur verfügen", so Mitterlehner. Sein
langfristiges Ziel ist es, dass Österreich im EU-Vergleich in die
Gruppe der Innovationsführer aufsteigt.

F&E-Standort Vorarlberg im Aufwind

Zahlreiche Vorarlberger Unternehmen sind in ihrer Branche führend in
Innovation und Technologie. Damit diese Marktpositionen langfristig
gehalten und hochwertige Arbeitsplätze geschaffen werden können,
räumen die Vorarlberger Landesregierung und das
Wirtschaftsministerium der Förderung von Forschung und Entwicklung
hohe Priorität ein. "Das sind Investitionen in die Zukunft, denn neue
Technologien und optimierte Prozesse sind die Grundlage für die
Entwicklung unseres Landes", sagte Landeshauptmann Wallner. Mit
überbetrieblichen Institutionen wie V-Research, den Forschungszentren
der Fachhochschule und weiteren sehr starken Forschungseinrichtungen
wie den COMET-Kompetenzzentren hat Vorarlberg eine F&E-Infrastruktur
auf höchstem Niveau.

Im Rahmen von COMET unterstützt das Wirtschaftsministerium über die
Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) eine Reihe von Projekten mit
Vorarlberger Beteiligung. Im Zeitraum 2010 bis 2015 fließen insgesamt
35 Millionen Euro (davon zwölf Millionen vom Bund und sechs Millionen
vom Land) in die Forschungs- und Entwicklungsarbeit der Vorarlberger
Projektpartner. "Der gut laufende Ausbau der COMET-Zentren erhöht die
Wettbewerbsfähigkeit des Standorts und schafft neue Arbeitsplätze für
hoch qualifizierte Beschäftigte", betont Mitterlehner. "Die
effiziente Vernetzung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft führt zu
international konkurrenzfähigen Produkten und Dienstleistungen. Das
ist gerade für eine kleine, exportorientierte Volkswirtschaft
besonders wichtig", so Mitterlehner.

Betriebsbesuch bei Blum in Höchst und "Zukunftsforum Familie &
Wirtschaft" in Dornbirn

Am Nachmittag besucht Mitterlehner in Höchst das Vorarlberger
Paradeunternehmen Blum, um dort sowohl mit Lehrlingen als auch der
Geschäftsführung über die aktuelle Situation der Wirtschaft und der
Fachkräfte zu diskutieren. Die Julius Blum GmbH ist zur Gänze in
Familienbesitz und mit über 4.000 Beschäftigten im Land der größte
Arbeitgeber Vorarlbergs. Der weltweit tätige Beschlägehersteller
erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2010/2011 einen Umsatz von über 1,1
Milliarden Euro. Vorbildlich agiert Blum insbesondere in der
Lehrlingsausbildung, derzeit werden 251 Lehrlinge beschäftigt.
"Zahlreiche Innovationen und eine hochwertige Facharbeiter-Ausbildung
machen Firmen wie Blum nachhaltig erfolgreich", so Mitterlehner.

Am Abend spricht Mitterlehner beim "Zukunftsforum Familie &
Wirtschaft" in Dornbirn vor rund 120 Wirtschaftstreibenden über die
Stärkung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und wie
Familienfreundlichkeit als Marke etabliert werden kann. Danach
analysiert der Familienforscher Wolfgang Mazal die entsprechenden
betriebswirtschaftlichen Herausforderungen und Lösungen und werden
Best-Practice-Beispiele präsentiert. Das vom BMWFJ veranstaltete
Zukunftsforum soll in allen Bundesländern für mehr
Familienfreundlichkeit in der Wirtschaft sorgen sowie den Unternehmen
in der jeweiligen Region neue Impulse geben.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend
   Pressesprecher des Bundesministers:
   Mag. Waltraud Kaserer
   Tel.: +43 (01) 71100-5108 / Mobil: +43 664 813 18 34
   mailto:[email protected]
   www.bmwfj.gv.at
   
   Mag. Volker Hollenstein
   Tel.: +43 (01) 71100-5193 / Mobil: +43 664 501 31 58
   [email protected]

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