Kopfläuse - was sie mögen, was sie hassen

Wien (OTS) - Kopfläuse haben mittlerweile das ganze Jahr Saison, nicht nur zu Schulbeginn im Herbst. Kratzt sich ein Kind ständig am Kopf, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich in seinem Haar Kopfläuse eingenistet haben. Kopflausbefall ist ein ernstzunehmendes Problem in Schulen und Kindergärten, fast jedes dritte Kind wird mindestens einmal von den kleinen Parasiten heimgesucht. Die gute Nachricht lautet: Wer informiert ist, nimmt das Thema gelassener, setzt die richtigen Maßnahmen und ist die Läuse auch rasch wieder los.

Kopflausgeplagte Eltern greifen häufig in heller Aufregung zu Hausmitteln wie Essigspülungen, heißer Luft oder häufigem Haare-Waschen - ohne Erfolg. Doch wie und wo leben die Parasiten überhaupt? Welche Behandlung schadet ihnen wirklich, und was macht ihnen überhaupt nichts aus?

Essig ist machtlos gegen Läuse

Herrscht in Familien Lausalarm, versuchen Eltern oft, mit Essigspülungen die Parasiten loszuwerden. Doch Essig kann die Läuse nicht abtöten. Essigspülungen können allenfalls das Auskämmen der Nissen erleichtern.

Ohne Blutmahlzeit können Läuse nicht überleben

Die einzige Nahrung, die Kopfläuse zu sich nehmen, ist menschliches Blut, das sie mit ihrem Stechsaugrüssel aus der Kopfhaut saugen. Ohne diese Blutmahlzeit können die Parasiten in der Regel nicht länger als einen Tag überleben. Aus diesem Grund halten sie sich auch fast ausnahmslos im Haar auf und nicht, wie vielfach angenommen, in Mützen, Kuscheltieren oder Polstermöbeln. Kopfläuse, die abseits des menschlichen Kopfes gefunden werden, sind in der Regel bereits tot.

Häufiges Haare-Waschen stört die Kopfläuse nicht

Immer noch ist der Irrglaube weit verbreitet, mehrmaliges Haare-Waschen mit handelsüblichem Shampoo würde gegen die lästigen Krabbeltiere helfen. Doch den Läusen schaden rein kosmetische Shampoos nicht. Häufiges Haare-Waschen führt lediglich zu sauberen Kopfläusen, nicht aber zu lausfreien Köpfen.

Kopfläuse überleben viele Stunden unter Wasser

Auch die Ansicht, Kopfläuse könnten einfach unter Wasser ertränkt werden, entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage. Die Läuse können sich auch unter Wasser mit ihren hakenförmigen Beinen am Haar festklammern, auch die Nissen werden im Wasser nicht einfach weggespült. Da das Wasser nicht in die Atemöffnungen eindringt, können die Läuse mehrere Stunden unter Wasser überleben.

Kopfläuse scheuen keine heiße Luft

Am liebsten halten sich Kopfläuse in den warmen Bereichen hinter den Ohren und an den Schläfen auf. Deswegen sollten diese Bereiche bei Verdacht auf Kopfläuse auch sehr gründlich untersucht werden. Heiße Luft schadet ihnen nicht. Die Vorstellung, in der Sauna oder mit einem heißen Fön könnten die Läuse abgetötet werden, ist falsch.

Locken oder glattes Haar - der Kopflaus ist das egal

Kopfläuse klammern sich mit ihren hakenförmigen Beinklauen am Haar fest und können sich so mühelos fortbewegen. In einer Minute kann eine erwachsene Laus etwa 23 Zentimeter zurücklegen. Bei direktem Haar-zu-Haar-Kontakt können die Parasiten problemlos von einem Kopf zum anderen wandern. Ob die Haare dabei lockig oder glatt sind, spielt für die Kopflaus keine Rolle. Lediglich die Haarlänge kann entscheidend sein: Bei längeren Haaren kann es schneller zu einem Haar-zu-Haar-Kontakt und damit zur Ansteckung kommen.

Die wichtigsten Fakten zu Kopfläusen

Kopfläuse gehören zu den Insekten. Sie sind zwei bis dreieinhalb Millimeter groß, haben eine grau-bräunliche bis rötliche Färbung, keine Flügel und ernähren sich ausschließlich von menschlichem Blut. Diese Blutmahlzeit saugen sie alle zwei bis drei Stunden mit ihrem Stechsaugrüssel aus der Kopfhaut. Der typische Juckreiz entsteht dabei durch den Speichel der Kopflaus, den sie beim Blutsaugen hinterlässt. Ohne menschliches Blut, fernab der Kopfhaut, können Läuse in der Regel nur einen Tag überleben.

Der Lebenszyklus der Kopflaus lässt sich in drei Entwicklungsstadien unterteilen: Ei (Nissen), Larve und geschlechtsreife Laus. Die sandkorngroßen, weiß-bräunlichen Eier werden direkt an den Haarschaft geklebt. Nach sieben bis acht Tagen schlüpfen die Larven und nach weiteren neun bis zwölf Tagen entwickeln sie sich zu erwachsenen Kopfläusen. Eine einzige Laus legt bis zu zehn Eier täglich. Entgegen gängiger Meinungen können Kopfläuse weder springen noch fliegen, sondern sie krabbeln bei Haar-zu-Haar-Kontakt von einem Kopf zum anderen.

Problem Resistenzen

Das größte Problem bei der Behandlung von Kopflausbefall sind die zunehmenden Resistenzen der Kopfläuse gegen klassische, neurotoxische Insektizide, welche die Behandlung zu einer therapeutischen Herausforderung für Eltern und Ärzte werden lassen. Bisher liegen gesicherte Daten zur Resistenz gegen Pyrethrum-Extrakte und Pyrethroide (Permethrin/Allethrin) aus dem europäischen Ausland und den USA vor, für Österreich gibt es noch keine aussagekräftigen Daten.

Kopfläuse effektiv behandeln

Mit modernen Kopflausmitteln auf Dimeticon-Basis, wie z. B. NYDA(R), lassen sich Kopfläuse effektiv behandeln. Resistenzen sind hier dank des physikalischen Wirkprinzips unwahrscheinlich. Die Silikonöllösung dringt tief in die Atemöffnungen der Läuse ein und verschließt diese irreversibel. Der besondere Vorteil: NYDA(R) wirkt gegen alle Entwicklungsstadien der Kopflaus, also auch gegen die hartnäckigen Eier. In einer In-vitro-Studie konnte gezeigt werden, dass NYDA(R) im Gegensatz zu vielen der herkömmlichen Mitteln 95 bis 100 Prozent der Eier zuverlässig erstickt. (Sonnberg, S. et. al.:
Ovizide Wirksamkeit von Over-the-counter Kopflausprodukten in:
Monatsschrift für Kinderheilkunde 2008; 156(1): 82-83.)
NYDA(R) gegen Läuse und Nissen, 50 ml Pumpspray - Euro 12,80. In der Apotheke.
NYDA(R) Läuse- und Nissenkamm, mit Metallzinken - Euro 9,90. In der Apotheke.

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