• 16.02.2012, 10:10:50
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GLOBAL 2000 an Bundesregierung: Beton sparen, in die Zukunft investieren!

"Zukunft statt Autobahn" plädiert für Einsparungen beim Autobahnausbau - GLOBAL 2000 fordert Investitionen in thermische Sanierungen.

Wien (OTS) - Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL
2000 unterstützt die Forderungen der Plattform "Zukunft statt
Autobahn" zur Verhinderung der geplanten Lobau-Autobahn. Dabei
handelt es sich um 19 Kilometer Autobahn, die mitten durch ein
Naturschutzgebiet geführt werden soll. "Diese kurze Beton-Strecke ist
nicht nur aus umwelt- und verkehrspolitischer Sicht eine Katastrophe,
sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht ist die geplante Autobahn ein
Schuss ins Knie", sagt Johannes Wahlmüller, Klimasprecher von GLOBAL
2000. "Die Lobau-Autobahn kostet den österreichischen Steuerzahler
über drei Milliarden Euro: Jeder Kilometer verbrennt 160 Millionen
Euro Steuergeld, welches dringend für wesentlich sinnvollere
öffentliche Investitionen benötigt wird!" Dazu kommt, dass es für die
Lobau-Autobahn Alternativen gibt, die verkehrspolitisch auch viel
mehr Sinn machen.

Statt Milliarden in Autobahnen zu stecken, sollte die Regierung
ihre Aktivitäten für Gebäudesanierung erhöhen und den
Sanierungsscheck auf 300 Millionen Euro aufstocken. Allein die
Einsparung des Lobau-Tunnels könnte diese Förderung für die nächsten
zehn Jahre finanzierbar machen. "Das Geld wäre in der
Gebäudesanierung viel besser angelegt, denn sie ist zur Erreichung
der Klimaziele gemeinsam mit anderen Maßnahmen dringend notwendig,
schafft Arbeitsplätze und gibt wichtige wirtschaftliche Impulse",
betont Wahlmüller.

Vor Jahren wurde eine Strategische

Umweltverträglichkeitsprüfung "SUPERNOW" durchgeführt, bei der
mehrere Szenarien entwickelt wurden. So gibt es ein Szenario, das auf
den Ausbau von Straßen setzt und eines, das den Ausbau des
öffentlichen Verkehrs bevorzugt. Bei Letzterem gibt es mehr
Verkehrssicherheit, eine bessere Einbindung von Menschen, die nicht
motorisiert sind (Jugendliche, alte Menschen) und weniger Emissionen.
Obendrein würde das Szenario um 35 Prozent günstiger kommen als die
Straßenbauvariante. "Unter diesen Gesichtspunkten ist es besonders
befremdlich, dass man in Wien und Niederösterreich offensichtlich die
umweltschädlichere und teurere Variante bevorzugt. Die
Bundesregierung, allen voran Verkehrsministerin Doris Bures, muss bei
der ASFINAG dringend den Sparstift ansetzen, denn Österreich kann
sich keine weitere sinnlose Autobahn leisten", sagt Wahlmüller
abschließend.

Rückfragehinweis:

GLOBAL 2000 / Friends of the Earth Austria
   [email protected]
   
   Lydia Matzka-Saboi:
   mobile: +43/(0) 699 14 2000 26
   other: +43/1/812 57 30 - 26
   [email protected]
   
   Nunu Kaller:
   mobile: +43/(0) 699 14 2000 20
   other: +43/1/812 57 30 - 20
   [email protected]

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