- 16.02.2012, 09:00:37
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Allianz Umfrage: Rezession und Staatsschuldenkrise sind Unternehmer-Angst Nummer 1
Wien (OTS) - Eine weltweite Umfrage der Allianz zu den
Top-Unternehmensrisiken 2012 zeigt: Die aus Unternehmenssicht aktuell
bedrohlichsten Risiken sind volkswirtschaftliche Entwicklungen,
gefolgt von Betriebsunterbrechungen und Naturkatastrophen. Kritisch
sehen Unternehmen auch Rechts- und Reputationsrisiken, während IT-
und Cyber-Risiken häufig eher unterschätzt werden.
"In der Zusammenarbeit mit unseren Kunden beobachten wir ein
ausgeprägtes Bewusstsein für wirtschaftliche Risiken. Das bedeutet
jedoch nicht, dass man in jedem Fall damit auch richtig umgeht",
kommentiert Dr. Johann Oswald, Vorstand der Allianz Gruppe in
Österreich, die Ergebnisse des aktuellen Allianz Risk Pulse.
Wirtschaftliche Risken auf Platz 1
An erster Stelle der Angstskala rangieren volkswirtschaftliche
Risiken (25 Prozent der Befragten). Insbesondere fürchten Unternehmen
eine drohende Rezession und die Staatsschuldenkrise, aber auch
steigende Rohstoffpreise oder Währungsschwankungen. Als zweitgrößtes
Geschäftsrisiko gelten Betriebsunterbrechungen (16 Prozent).
Zentralisierter Einkauf, globale Beschaffung, ein steigender
Wertschöpfungsanteil durch Zulieferer und Just-in-Time-Produktion
senken Kosten, machen Unternehmen aber auch anfälliger für Störungen
in ihren Lieferketten. Naturkatastrophen stehen laut Umfrage an
dritter Stelle der wahrgenommenen Unternehmensrisiken 2012. Gleich ob
Fluten, Starkregen, Hurricanes, Taifune oder Erdbeben: So haben sich
die versicherten Schäden aus Naturkatastrophen in den letzen 30
Jahren von 5 auf mehr als 40 Milliarden US-Dollar pro Jahr erhöht.
Risiken sind eng verknüpft und lösen Kettenreaktionen aus
Jedes Risiko für sich gefährdet den unternehmerischen Erfolg. Doch
die Umfrage verdeutlicht auch, dass sich Risiken immer weniger
isoliert betrachten lassen. "In unserer vernetzten und globalisierten
Welt sind Risiken eng miteinander verknüpft und lösen so
Kettenreaktionen aus", erklärt Oswald. So haben Naturkatastrophen in
der Region Asien-Pazifik zu immensen Sachschäden und
Betriebsunterbrechungen geführt. Mitunter standen aber auch
Produktionsbänder in Europa still, wenn dort Lieferteile aus Asien
nicht rechtzeitig eintrafen. Gleichzeitig habe sich das
wirtschaftliche Umfeld infolge der Staatsschuldenkrise in vielen
Industrieländern verschlechtert - und folglich auch die Absatzchancen
in vielen Branchen, so die Umfrage.
Regionale Unterschiede
Die weltweite Befragung ergab auch regionale Unterschiede in der
Bewertung von Risiken. Naturkatastrophen sind vor allem für
Unternehmen aus der Region Asien-Pazifik die schlimmste Bedrohung -
traurige Belege sind das Erdbeben und der Tsunami in Japan oder heuer
die Fluten in Thailand. Auch politische Risiken wie Protektionismus
und staatliche Intervention werden dort als kritisch wahrgenommen. In
Deutschland dagegen spielen Komplexitätsrisiken eine wichtige Rolle:
Konstruktionsfehler und Steuerungsschwächen können in komplexen
Industrieprojekten schnell zu Wirkungsverlusten oder Schadenserien
führen. In Großbritannien sorgen sich Unternehmen wegen zu hoher
Regulierung. Rund um die Welt rufen IT-Risiken noch wenige
Unternehmen auf den Plan (nur 1 Prozent). Dabei können IT-Ausfälle -
sei es infolge von Hackerangriffen oder durch menschliches
Fehlverhalten - schnell Folgekosten und Umsatzausfälle in
Millionenhöhe verursachen.
AGCS als weltweit tätige Industrieversicherungssparte der Allianz
Gruppe hat ihre mehr als 150 Risikoingenieure in der zweiten
Jahreshälfte 2011 befragt, welche Risiken aus ihrer Sicht Unternehmen
im kommenden Jahr besonders beschäftigen.
Downloads im Internet unter
http://www.unternehmen.allianz.at/presse/news
- Foto: Dr. Johann Oswald ((C) Allianz) - Abdruck honorarfrei
- Pressemeldung als PDF
- Risk Pulse als PDF
Bitte beachten Sie unseren Vorbehalt bei Zukunftsaussagen:
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Rückfragehinweis:
Mag. Manfred Rapolter, MA Unternehmenskommunikation Allianz Gruppe in Österreich Hietzinger Kai 101-105 1130 Wien Tel: 05 9009 80 690, Fax: - 40261 E-Mail: [email protected] Internet: http://www.allianz.at
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