Einigung bei KV-Verhandlungen im privaten Gesundheitsbereich - Einkommensschwache Gruppen profitieren am meisten.

Wien (OTS) - In der gestrigen sechsten Verhandlungsrunde kamen Gewerkschaft und Arbeitnehmervertreter zu einer Einigung. Für die rund 15.000 MitarbeiterInnen in Österreichs privaten Krankenanstalten und Ordensspitälern bedeutet das einen durchschnittlichen Gehaltszuwachs von 3,25 - 3,35 % bei den kollektivvertraglichen Mindestlöhnen. Die einkommensschwächsten Verwendungsgruppen wie Reinigungs- und Küchenhilfspersonal erhalten eine Erhöhung von bis zu 3,78 %. "Wir schätzen die Leistung unserer MitarbeiterInnen und haben uns daher wirklich an die Grenzen unserer wirtschaftlichen Möglichkeiten bewegt", so Mag. Werner Fischl, Vizepräsident des Verbandes der Privatkrankenanstalten Österreichs.

Bereits Ende Februar mehr Geld am Konto

Die Erhöhung wird bereits mit 1. Februar 2012 wirksam und ist daher schon Ende dieses Monats für die rund 15.000 MitarbeiterInnen spürbar. Die effektive Erhöhung des Gehalts variiert natürlich nach Dienstjahren und Verwendungsgruppe und beträgt durchschnittlich 3,25 - 3,35 %. Diese Erhöhung betrifft vor allem die kollektivvertraglichen Mindestlöhne. Der Betrag setzt sich wie folgt zusammen: "Beschlossen wurde eine lineare Erhöhung des Grundgehalts um 2,56 % sowie ein Pauschalbetrag von 15 Euro. Die Zulagen werden um 3,05 % angehoben", erläutert Dr. Rotter, Verhandlungsführer der Ordensspitäler. In jenen Bereichen, die bereits jetzt von einer Überzahlung profitieren, kann dem Pauschalbetrag ein Betrag von Euro 3,90 gegengerechnet, d.h. in Abzug gebracht werden. Zudem werden jetzt auch Karenzzeiten für die Bemessung des Urlaubsanspruches berücksichtigt. Diese Neuerung ist ein weiterer wichtiger Schritt bei der Beseitigung bestehender Nachteile für Frauen.

Einkommensschwache Gruppen werden unterstützt

Das Entgelt einer Reinigungskraft in den ersten beiden Dienstjahren erhöht sich um rund 3,78 %. "Die soziale Ausgewogenheit war beiden Verhandlungspartnern ein Anliegen. Niedrigere Einkommensgruppen spüren die Teuerung am meisten und sollen unterstützt werden", so Dr. Rotter. Dennoch müssen auch die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der privaten Krankenanstalten und Ordensspitäler berücksichtigt werden. Die Einigung ist aus Sicht der Dienstgeber ein guter Kompromiss, der alle Möglichkeiten ausschöpft, die in der derzeitigen wirtschaftlichen Lage zur Verfügung stehen.

Attraktives Arbeitsumfeld: Menschlichkeit, Wertschätzung und Fortbildung

Österreichs private Krankenanstalten und Ordensspitäler bieten ihren MitarbeiterInnen ein attraktives Arbeitsumfeld mit vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten. "Der Kollektivvertrag ist die Grundlage -im privaten Bereich ist man grundsätzlich bereit, außerordentliches Engagement und Leistung zu honorieren", so Mag. Werner Fischl. "Wir bieten unseren MitarbeiterInnen in privaten Häusern ein Umfeld, in dem Leistungen zum Wohle der PatientInnen gesehen und geschätzt werden. Abgesehen von angemessener Entlohnung wird in Privatkrankenanstalten und Ordensspitälern auch auf persönliche Motivation und Menschlichkeit großer Wert gelegt. Wir wissen, was unsere MitarbeiterInnen täglich leisten und zeigen diese Wertschätzung auch im alltäglichen Umgang. Fortbildungen - sowohl im medizinischen wie auch im persönlichen Bereich - ermöglichen unseren MitarbeiterInnen zudem laufende Weiterentwicklung."

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