• 14.02.2012, 14:55:19
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Wlodkowski: Fossil-Lobby agiert mit unbestätigten Zahlen gegen Klimaschutz

Biokraftstoffe nachhaltig: 50% weniger Treibhausgase als fossile Treibstoffe

Wien (OTS) - "Schon wieder agiert die Fossil-Lobby gegen den
Klimaschutz. In trauter Eintracht verteufeln FPÖ und ARBÖ den
Treibstoff E10 und stützen sich dabei in äußerst populistischer
Manier auf unbestätigte Zahlenkonstrukte und eine noch nicht
veröffentlichte Studie, die eine Folgenabschätzung der Optionen für
einen Legislativvorschlag der EU begleiten soll. Im Gegensatz zu
Vermutungen der parteipolitisch motivierten Klimaschutz-Gegner gibt
es wissenschaftliche Untersuchungen des Joanneum Research, die
nachweisen, dass heimische Biokraftstoffe 50% weniger Treibhausgase
emittieren als fossile Treibstoffe. Die Landwirtschaft in Europa
schützt durch ihre nachhaltige Energieproduktion die Gesellschaft vor
Klimakatastrophen. E10 ist dabei ein probates Mittel, massiv
Treibhausgase im Verkehrssektor einzusparen", erklärt Gerhard
Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, zu den Angriffen von FPÖ und
ARBÖ auf das Klimaschutzprojekt E10.

Ölverseuchte Strände vergessen

"Offenbar sind die Bilder der Ölkatastrophe aus dem Golf von
Mexiko mit ihren ölverseuchten Stränden und den toten Vögeln schon
wieder vergessen, sonst könnten nicht nachhaltige europäische
Agrarproduktion und brutaler Raubbau an der Natur in einen Topf
geworfen werden. Fossile Treibstoffe belasten die Umwelt nämlich
nicht nur durch ihre Abgase, sondern bereits durch ihre Produktion
massiv. Hingegen verringern in der EU auf nachhaltige Weise
hergestellte Biokraftstoffe den Druck auf die Landgewinnung in der
Dritten Welt. Nicht weniger, sondern mehr Biokraftstoff aus der EU
hilft dem Regenwald. Denn mit den eiweißhaltigen Nebenprodukten aus
der Biotreibstofferzeugung werden in der EU Tiere gefüttert, was
wiederum Sojaimporte aus Übersee spart und somit auf zweifache Weise
den Landdruck vermindert", so Wlodkowski deutlich.

Tank vs. Teller

"Bei uns gibt es keine Konkurrenz zwischen Teller und Tank, auch
wenn dies noch so oft behauptet wird. Schon heute werden jene Mengen
an Ethanol erzeugt, die notwendig wären, um E10 zu starten. Nur muss
man diese heute noch exportieren. Darüber hinaus ist Österreich
bemüht, bei der Einführung von E10 all jene Fehler zu vermeiden, die
in Deutschland begangen worden sind. Daher wurden bereits im Vorjahr
intensive Vorbereitungsgespräche gestartet, in die alle Betroffenen
eingebunden sind. Wir Bauern stellen gerne den Rohstoff für die
heimische Energieversorgung zur Verfügung. Heimische Energie macht
uns unabhängiger von Preissprüngen, Revolutionen in Förderländern
oder höchst anfälligen Transporten über tausende Kilometer, sie spart
dem Land dringend benötigte Geldmittel in Milliarden Euro-Höhe und
die Erzeugung von Biotreibstoffen sichert uns nebenbei noch die
Versorgung mit Eiweißfuttermitteln", stellte Wlodkowski abschließend
fest.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
LK-Pressestelle: Dr. Josef Siffert,
Tel 01/53441-8521,
E-Mail [email protected]

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