Wlodkowski: Fossil-Lobby agiert mit unbestätigten Zahlen gegen Klimaschutz

Biokraftstoffe nachhaltig: 50% weniger Treibhausgase als fossile Treibstoffe

Wien (OTS) - "Schon wieder agiert die Fossil-Lobby gegen den Klimaschutz. In trauter Eintracht verteufeln FPÖ und ARBÖ den Treibstoff E10 und stützen sich dabei in äußerst populistischer Manier auf unbestätigte Zahlenkonstrukte und eine noch nicht veröffentlichte Studie, die eine Folgenabschätzung der Optionen für einen Legislativvorschlag der EU begleiten soll. Im Gegensatz zu Vermutungen der parteipolitisch motivierten Klimaschutz-Gegner gibt es wissenschaftliche Untersuchungen des Joanneum Research, die nachweisen, dass heimische Biokraftstoffe 50% weniger Treibhausgase emittieren als fossile Treibstoffe. Die Landwirtschaft in Europa schützt durch ihre nachhaltige Energieproduktion die Gesellschaft vor Klimakatastrophen. E10 ist dabei ein probates Mittel, massiv Treibhausgase im Verkehrssektor einzusparen", erklärt Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, zu den Angriffen von FPÖ und ARBÖ auf das Klimaschutzprojekt E10.

Ölverseuchte Strände vergessen

"Offenbar sind die Bilder der Ölkatastrophe aus dem Golf von Mexiko mit ihren ölverseuchten Stränden und den toten Vögeln schon wieder vergessen, sonst könnten nicht nachhaltige europäische Agrarproduktion und brutaler Raubbau an der Natur in einen Topf geworfen werden. Fossile Treibstoffe belasten die Umwelt nämlich nicht nur durch ihre Abgase, sondern bereits durch ihre Produktion massiv. Hingegen verringern in der EU auf nachhaltige Weise hergestellte Biokraftstoffe den Druck auf die Landgewinnung in der Dritten Welt. Nicht weniger, sondern mehr Biokraftstoff aus der EU hilft dem Regenwald. Denn mit den eiweißhaltigen Nebenprodukten aus der Biotreibstofferzeugung werden in der EU Tiere gefüttert, was wiederum Sojaimporte aus Übersee spart und somit auf zweifache Weise den Landdruck vermindert", so Wlodkowski deutlich.

Tank vs. Teller

"Bei uns gibt es keine Konkurrenz zwischen Teller und Tank, auch wenn dies noch so oft behauptet wird. Schon heute werden jene Mengen an Ethanol erzeugt, die notwendig wären, um E10 zu starten. Nur muss man diese heute noch exportieren. Darüber hinaus ist Österreich bemüht, bei der Einführung von E10 all jene Fehler zu vermeiden, die in Deutschland begangen worden sind. Daher wurden bereits im Vorjahr intensive Vorbereitungsgespräche gestartet, in die alle Betroffenen eingebunden sind. Wir Bauern stellen gerne den Rohstoff für die heimische Energieversorgung zur Verfügung. Heimische Energie macht uns unabhängiger von Preissprüngen, Revolutionen in Förderländern oder höchst anfälligen Transporten über tausende Kilometer, sie spart dem Land dringend benötigte Geldmittel in Milliarden Euro-Höhe und die Erzeugung von Biotreibstoffen sichert uns nebenbei noch die Versorgung mit Eiweißfuttermitteln", stellte Wlodkowski abschließend fest.
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