• 13.02.2012, 13:28:18
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20. Hindels-Symposium diskutierte historische Bedeutung Otto Bauers

Wien (OTS/SPW) - Vergangenen Samstag veranstaltete die Wiener
SPÖ-Bildung mit Unterstützung des Bundes Sozialdemokratischer
Freiheitskämpfer, Opfer des Faschismus und aktiver Antifaschisten das
20. Josef-Hindels-Symposium mit dem Themenschwerpunkt "Otto Bauer und
die sozialistische Gesellschaftsordnung". Ein prominent besetztes
Podium - Karl Blecha (PVÖ), Christine Lapp (Nationalratsabgeordnete),
Irini Tzaferis (SJ Wien), Gerhard Zahler-Treiber (Philosoph) und
Robert Misik (Journalist) - diskutierte die historische Figur Otto
Bauer, teils auch persönliche Erinnerungen an Josef Hindels.****

Im Zentrum der Debatte stand weiters die aktuelle Wirtschaftskrise.
So konstatierte Karl Blecha angesichts der momentanen Situation: "Der
Kapitalismus ist gescheitert." Christine Lapp strich die Erfolge der
SPÖ beim Sparpaket heraus und betonte die Bedeutung der Bildung.
Robert Misik zeichnete das "Jahrhundert der Sozialdemokratie" nach
und kam zum Schluss, dass der soziale Wohlfahrtsstaat auch ökonomisch
weit besser funktioniere, als der entfesselte neoliberale
Kapitalismus. Irini Tzaferis forderte im Interesse der Jungen eine
"kantigere Politik" der SPÖ. Und Gerhard Zahler-Treiber unterstrich
die Wichtigkeit der Solidarität unter den ArbeitnehmerInnen und die
Notwendigkeit einer Demokratisierung der Wirtschaft.

Anschließend an die Podiumsdiskussion kam es zur inhaltlichen
Vertiefung des Symposiumsthemas in vier verschiedenen Workshops.
Fritz Weber und Stefan Wagner behandelten das Thema Wirtschaftskrise,
wobei sie die Analysen Otto Bauers auf deren Relevanz für das
Verstehen der aktuellen Ereignisse hin untersuchten. Parallel dazu
wurde von Alessandro Barberi, Martin Gutlederer und Gerhard
Zahler-Treiber die Bedeutung der sozialistischen Gesellschaftsordnung
im Werk von Otto Bauer und innerhalb der Tradition der
Sozialdemokratie sowie die Möglichkeiten einer heutigen
Verwirklichung dieser Ideen behandelt.

Im Zweiten Block referierte Peter Schwarz über "Widerstand,
Verfolgung und Exil der österreichischen Sozialdemokratie zwischen
1934-1945". Parallel zu diesem Workshop untersuchte Peter Ulrich
Lehner die Bedeutung von "Wirtschaftsdemokratie" im Werk Otto Bauers
Werk und legte dar, dass diese eine Antwort auf die zunehmende
Ungleichverteilung des entfesselten Share-Holder-Kapitalismus sein
könnte. (Schluss)

Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ Wien
Tel.: +43 1 534 27/222
mailto:[email protected]
http://www.wien.spoe.at

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