20. Hindels-Symposium diskutierte historische Bedeutung Otto Bauers

Wien (OTS/SPW) - Vergangenen Samstag veranstaltete die Wiener SPÖ-Bildung mit Unterstützung des Bundes Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer, Opfer des Faschismus und aktiver Antifaschisten das 20. Josef-Hindels-Symposium mit dem Themenschwerpunkt "Otto Bauer und die sozialistische Gesellschaftsordnung". Ein prominent besetztes Podium - Karl Blecha (PVÖ), Christine Lapp (Nationalratsabgeordnete), Irini Tzaferis (SJ Wien), Gerhard Zahler-Treiber (Philosoph) und Robert Misik (Journalist) - diskutierte die historische Figur Otto Bauer, teils auch persönliche Erinnerungen an Josef Hindels.****

Im Zentrum der Debatte stand weiters die aktuelle Wirtschaftskrise. So konstatierte Karl Blecha angesichts der momentanen Situation: "Der Kapitalismus ist gescheitert." Christine Lapp strich die Erfolge der SPÖ beim Sparpaket heraus und betonte die Bedeutung der Bildung. Robert Misik zeichnete das "Jahrhundert der Sozialdemokratie" nach und kam zum Schluss, dass der soziale Wohlfahrtsstaat auch ökonomisch weit besser funktioniere, als der entfesselte neoliberale Kapitalismus. Irini Tzaferis forderte im Interesse der Jungen eine "kantigere Politik" der SPÖ. Und Gerhard Zahler-Treiber unterstrich die Wichtigkeit der Solidarität unter den ArbeitnehmerInnen und die Notwendigkeit einer Demokratisierung der Wirtschaft.

Anschließend an die Podiumsdiskussion kam es zur inhaltlichen Vertiefung des Symposiumsthemas in vier verschiedenen Workshops. Fritz Weber und Stefan Wagner behandelten das Thema Wirtschaftskrise, wobei sie die Analysen Otto Bauers auf deren Relevanz für das Verstehen der aktuellen Ereignisse hin untersuchten. Parallel dazu wurde von Alessandro Barberi, Martin Gutlederer und Gerhard Zahler-Treiber die Bedeutung der sozialistischen Gesellschaftsordnung im Werk von Otto Bauer und innerhalb der Tradition der Sozialdemokratie sowie die Möglichkeiten einer heutigen Verwirklichung dieser Ideen behandelt.

Im Zweiten Block referierte Peter Schwarz über "Widerstand, Verfolgung und Exil der österreichischen Sozialdemokratie zwischen 1934-1945". Parallel zu diesem Workshop untersuchte Peter Ulrich Lehner die Bedeutung von "Wirtschaftsdemokratie" im Werk Otto Bauers Werk und legte dar, dass diese eine Antwort auf die zunehmende Ungleichverteilung des entfesselten Share-Holder-Kapitalismus sein könnte. (Schluss)

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