OÖGKK hat 2011 kräftig in die Gesundheit ihrer Versicherten investiert

Linz (OTS) - Die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse hat auch das Jahr 2011 positiv abgeschlossen. Das vorläufige Endergebnis weist einen Bilanzgewinn von 33,5 Millionen Euro aus. Zudem hat die OÖGKK kräftig in die Gesundheit ihrer Versicherten investiert, ganz nach dem Motto leistungsstark und innovativ.

"Wir haben vor rund einem Jahr eine Gesundheitsoffensive angekündigt. Jetzt ziehen wir eine erste Zwischenbilanz. Was unterm Strich steht, kann sich sehen lassen: Neue, maßgeschneiderte Angebote, die unsere Versicherten und ihre Gesundheit ganz klar ins Zentrum unserer Aktivitäten rücken", zeigt sich der Obmann der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse Felix Hinterwirth zufrieden. "Natürlich haben wir entsprechenden Handlungsspielraum, weil wir positiv wirtschaften und gesunde Finanzen wiederum neue Investitionen möglich machen. Das vorläufige Endergebnis 2011 belegt das", erklärt Direktorin Andrea Wesenauer.

Eine groß angelegte Gesundheitsoffensive hat die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse 2011 gestartet. Bei einer Pressekonferenz vergangenen Frühling wurden ambitionierte Ziele angekündigt, mit dem vorhandenen Geld das bestmögliche Leistungspaket zu schnüren. Neue Angebote und Leistungen sollen allen Versicherten und Altersgruppen zur Verfügung stehen. "Ein solides Plus in der Bilanz hat es möglich gemacht: Versicherungsleistungen wurden in gezielten Bereichen ausgebaut und verbessert und ein Hauptaugenmerk auf Gesundheitsförderung und Prävention gelegt", so Direktorin Andrea Wesenauer. Mit einem vorläufigen Endergebnis 2011 von 33,5 Millionen Euro hat die OÖGKK entsprechenden Handlungsspielraum, der wiederum den Versicherten zugute kommt. Auch für 2012 wird nach derzeitiger Berechnung unterm Strich ein solides Plus von 3,56 Millionen Euro stehen.

Gesund bleiben statt heilen

"Vorbeugen ist immer besser als heilen. Wir haben 2011 in Gesundheitsförderung und Prävention investiert und bauen in diesen Bereichen auch heuer unsere Angebote weiter aus", erklärt Obmann Felix Hinterwirth. So wurden 2011 im Bereich schulische Gesundheitsförderung 12.212 Schüler und Lehrer erreicht, im Jahr davor waren es 8.809, also rund ein Drittel weniger. 2001 waren es nur 1.128 Personen, die über gesundheitsfördernde Maßnahmen in Schulen angesprochen wurden. Mit Verhaltens-angeboten -Ernährungskurse für erwachsene Übergewichtige und Kinder, "Rauchfrei durchs Leben"-Kurse und Workshops in Betrieben, Vereinen und Schulen wurden im Vorjahr 1.142 Menschen erreicht. Mit "Surf Dich schlank" wurde erst vor wenigen Wochen ein ganz neues Angebot - ein Online-Abnehmprogramm - präsentiert.

Stark im Ausbau ist der Bereich Betriebliche Gesundheitsförderung. 2011 wurden 28.888 Arbeitnehmer erreicht (2010: 19.373 Menschen). "In diesem Bereich wollen wir 2012 noch stärker werden und gezielt in die Fläche gehen. 500 Betriebe in Ober-österreich sollen bis 2020 das Gütesiegel Betriebliche Gesundheitsförderung anstreben - sowohl die Unternehmen als auch die Arbeitnehmer werden davon profitieren", so Andrea Wesenauer konkret. Einen weiteren gesundheitsfördernden Schwerpunkt, der im Vorjahr vorbereitet wurde, hat sich die OÖGKK 2012 gesetzt:

"...von Anfang an!"

In die Gesundheit der Schwangeren bzw. der kleinen Kinder wird investiert. Ganz nach dem Motto "Vorbeugen ist besser als heilen". Mit dem Gesamtpaket "...von Anfang an!", das auch aus Mitteln des OÖ. Gesundheitsfonds und der Bundesgesundheits-agentur finanziert wird, erhalten die jungen Eltern einerseits von der OÖGKK immer zum richtigen Zeitpunkt Informationen zu den Schwerpunktthemen Ernährung, Zahngesundheit, rauchfreie Umgebung, Sonnenschutz, Impfen und psychische Gesund-heit und werden andererseits auch eingeladen bei Workshops - Gesund essen von Anfang an, Rauchfrei von Anfang an -dabei zu sein. Jede werdende Mutter erhält künftig mit dem Mutter-Kind-Pass von ihrem Gynäkologen die Mappe "... von Anfang an!". Darin sind ein Schwangerschafts-Tagebuch mit wertvollen Tipps, um sich später einmal an die spannenden neun Monate erinnern zu können sowie Folder und Anmeldeinformationen zu konkreten Angeboten (wie "Gesund essen von Anfang an!" oder "Rauchfrei von Anfang an!") enthalten. Weitere Informationsangebote wird es dann nach der Geburt und in den ersten Lebensjahren des Kindes geben. "Wir wollen damit ganz klar alle jungen Eltern in Oberösterreich erreichen und begleiten. Unsere große Offensive "... von Anfang an!" deckt sich auch mit einem der neuen ober-österreichischen Gesundheitsziele, die die Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern bis 2020 verbessern soll. Die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse möchte die Eltern zu Experten in Sachen Babyernährung machen", meint Direktorin Andrea Wesenauer. "Jede einzelne Allergie oder Adipositaserkrankung, die so vermieden werden kann, ist ein Erfolg. Unser Motto ist auch hier:
Vorbeugen ist besser als heilen", ist Obmann Felix Hinterwirth überzeugt.

Rehabilitation - mehr Patienten, neue Therapien

"Wir unterstützen unsere Versicherten nach schweren Erkrankungen oder Operationen mit einer Rehabilitation und machen so den Weg zurück ins eigenständige Leben leichter", freut sich Andrea Wesenauer. 2011 wurden neue ambulante Rehabilitationen - die OÖGKK ist dabei Vorreiter in Österreich - im Fachambulatorium Linz angeboten: Reha nach Amputationen und Wirbelsäulen-Reha. Insgesamt wurden 2011 in den Fachambulatorien der OÖGKK 1.311 Reha-Patienten betreut (im Vergleich: 2010 1.087 bzw. 2008 585 Personen). Dass das Leistungsspektrum der Fachambulatorien laufend ausgebaut wird, schlägt sich auch in den Zahlen nieder: So erhielten im vergangenen Jahr 38.374 (2010: 36.026) Patienten 653.826 (2010: 632.572) Therapien und Behandlungen. Ein Vorteil für Patienten, die nach einem Schlaganfall eine Reha brauchen, ist der erst kürzlich abgeschlossene Vertrag mit dem Therapiezentrum Gmundnerberg. "Neben ausgezeichneter Qualität wollen wir unseren Versicherten Leistungen auch in nächster Nähe zum Wohnort anbieten", so Obmann Hinterwirth.

Gesunde Zähne - Zahnprophylaxe und Spezialangebote

219.317 Patienten haben in den Zahnambulatorien der OÖGKK im vergangenen Jahr 785.741 Behandlungen erhalten. Zum Vergleich: 2010 waren es 207.912 Patienten und 758.367 Behandlungen und vor zehn Jahren - 2001 - 181.136 Patienten, die 574.463 Mal behandelt wurden. Neu im Leistungsspektrum der Zahnambulatorien sind eine Halitosis-Sprechstunde (Mundgeruch) in Linz, die Kooperationen mit der Landesfrauen- und Kinderklinik Linz sowie dem Krankenhaus Vöcklabruck zur Zahnbehandlung in Narkose von Kindern bis zum sechsten Lebensjahr und beeinträchtigten Personen jeden Alters. "Wir kümmern uns auch um jene Patienten, die mehr Zeit, Zuwendung und entsprechende Vorkehrungen benötigen: Kinder, Personen mit Beeinträchtigungen und alte Menschen, die direkt im Alten- und Pflegeheim von uns versorgt werden", freut sich Obmann Felix Hinterwirth hier ein wichtiges Statement im Zeichen der Solidarität -Gesundheitsversorgung für alle, zu setzen.

Strukturierte Diabetesbetreuung wird Therapie aktiv

Neu ist auch, dass die strukturierte Diabetesbetreuung seit 1. Juli 2011 unter dem Namen "Therapie aktiv" läuft. 7.564 Typ 2-Diabetes-Patienten nehmen derzeit bei 276 Ärzten an diesem Programm teil. Oberösterreich ist hier sowohl bei den teilnehmenden Ärzten als auch bei den Patienten österreichweit Vorreiter. Die Kosten für das Programm tragen OÖGKK und Land OÖ gemeinsam. 2011 hat die OÖGKK hier 615.000 Euro investiert.

Weiteres wichtiges Thema 2011, das die Versicherten und ihre Gesundheit betrifft, war die Einigung mit den Spitälern zur refraktiven Augenchirurgie (hier gibt es jetzt klar definierte Kriterien, die die Vorgehensweise bei Bewilligungen von refraktiven Laser-operation zur Korrektur von Fehlsichtigkeit regeln).

Treffsichere Hörgeräteversorgung

Im Oktober 2011 hat die OÖGKK mit einer Qualitätssicherung bei der Hörgeräte-versorgung gestartet. Nur der audiologisch abgeklärte und gut informierte sowie problembewusste Patient wird zum Akustiker überwiesen. Dadurch soll die Dropout-Quote beim Akustiker gesenkt und die Tragequote nach der Hörgeräteanpassung entscheidend verbessert werden. Verpflichtend eingeführt wurde eine Aus- und Weiter-bildung für Ärzte und Ordinationspersonal. 2010 wurden von der OÖGKK 7.063 Patienten mit Hörgeräten versorgt. Das entspricht einem Leistungsvolumen von rund 9,5 Millionen Euro (im Vergleich: 2009 waren es 6.129 Patienten und ein Leistungsvolumen von 6,5 Millionen Euro).

Psychische Gesundheit - mehr Therapiestunden auf e-card

Die psychische Gesundheit der Menschen in Oberösterreich liegt der OÖGKK sehr am Herzen. Die Leistungen in diesem Bereich wurden in den vergangenen Jahren sukzessive gesteigert und 2011 weiter ausgebaut. Alleine mit den Vertragsvereinen PGA und der OÖGP wurde für 2011 ein Stundenkontingent von 72.102 Stunden vereinbart, das sind um nicht ganz 10.000 Stunden mehr als im Jahr zuvor. Zum ersten Mal wurden auch Stunden für Kinder und Jugendliche zweckgewidmet. "Sehr positiv ist auch die Evaluierung der Clearingstelle für Psychotherapie in Linz ausgefallen. Die Patienten haben einen kompetenten Ansprechpartner und müssen nicht im Kreis gehen. Hier ist eine Fortsetzung geplant", berichtet Andrea Wesenauer. Neu ist auch ein Angebot für Kinder und Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten oder Beeinträchtigungen der psychischen Befindlichkeit im Innviertel. OÖGKK und Land OÖ haben hier im Rahmen eines Reformpoolprojektes ein Kinder- und Jugendkompetenzzentrum eingerichtet.

Gutes Finanzergebnis 2011 erwartet

Rund 1,76 Milliarden Euro wurden 2011 für Versicherungsleistungen aufgewendet, unter anderem für 12 Millionen Arztkontakte, 13,08 Millionen Medikamente, 18,3 Millionen Heilbehelfe und Hilfsmittel, 2,4 Millionen Spitalstage und 580.000 Transporte. Rund 408 Millionen Euro wurden für ärztliche Hilfe und gleichgestellte Leistungen, 332 Millionen Euro für Heilmittel und 548 Millionen Euro für Anstaltspflege ausgegeben. Und trotzdem kann die OÖGKK ein ordentliches Plus von 33,5 Millionen Euro bei ihrer vorläufigen Endabrechnung aufweisen.

"Wir rechnen derzeit mit Beitragseinnahmen von 1,6 Milliarden Euro im Jahr 2011. Arbeitnehmer und Dienstgeber haben wieder einen gewaltigen Beitrag - auch im Sinne der Solidarität für kranke und finanziell schwächere Menschen - geleistet. Wir werden jeden Cent, den wir von unseren Versicherten und Beitragszahlern erhalten, in sinnvolle Bereiche reinvestieren", verspricht Obmann Felix Hinterwirth.

"Auch 2012 werden wir nicht den Sparstift zücken. Ganz im Gegenteil: Unsere Gesundheitsoffensive wird fortgesetzt: Ein wichtiger Bereich ist hier vor allem die Gesundheitsförderung. So wird 2012 die Kindergesundheit mit Initiativen wie "...von Anfang an!" ein besonderer Schwerpunkt. Wir werden auch weiterhin die Leistungen in sinnvollen Bereichen ausbauen und so in die Gesundheit unserer Versicherten investieren", unterstreicht Direktorin Andrea Wesenauer.

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