- 13.02.2012, 10:50:11
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OÖGKK hat 2011 kräftig in die Gesundheit ihrer Versicherten investiert
Linz (OTS) - Die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse hat auch
das Jahr 2011 positiv abgeschlossen. Das vorläufige Endergebnis weist
einen Bilanzgewinn von 33,5 Millionen Euro aus. Zudem hat die OÖGKK
kräftig in die Gesundheit ihrer Versicherten investiert, ganz nach
dem Motto leistungsstark und innovativ.
"Wir haben vor rund einem Jahr eine Gesundheitsoffensive
angekündigt. Jetzt ziehen wir eine erste Zwischenbilanz. Was unterm
Strich steht, kann sich sehen lassen: Neue, maßgeschneiderte
Angebote, die unsere Versicherten und ihre Gesundheit ganz klar ins
Zentrum unserer Aktivitäten rücken", zeigt sich der Obmann der
Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse Felix Hinterwirth zufrieden.
"Natürlich haben wir entsprechenden Handlungsspielraum, weil wir
positiv wirtschaften und gesunde Finanzen wiederum neue Investitionen
möglich machen. Das vorläufige Endergebnis 2011 belegt das", erklärt
Direktorin Andrea Wesenauer.
Eine groß angelegte Gesundheitsoffensive hat die
Oberösterreichische Gebietskrankenkasse 2011 gestartet. Bei einer
Pressekonferenz vergangenen Frühling wurden ambitionierte Ziele
angekündigt, mit dem vorhandenen Geld das bestmögliche Leistungspaket
zu schnüren. Neue Angebote und Leistungen sollen allen Versicherten
und Altersgruppen zur Verfügung stehen. "Ein solides Plus in der
Bilanz hat es möglich gemacht: Versicherungsleistungen wurden in
gezielten Bereichen ausgebaut und verbessert und ein Hauptaugenmerk
auf Gesundheitsförderung und Prävention gelegt", so Direktorin Andrea
Wesenauer. Mit einem vorläufigen Endergebnis 2011 von 33,5 Millionen
Euro hat die OÖGKK entsprechenden Handlungsspielraum, der wiederum
den Versicherten zugute kommt. Auch für 2012 wird nach derzeitiger
Berechnung unterm Strich ein solides Plus von 3,56 Millionen Euro
stehen.
Gesund bleiben statt heilen
"Vorbeugen ist immer besser als heilen. Wir haben 2011 in
Gesundheitsförderung und Prävention investiert und bauen in diesen
Bereichen auch heuer unsere Angebote weiter aus", erklärt Obmann
Felix Hinterwirth. So wurden 2011 im Bereich schulische
Gesundheitsförderung 12.212 Schüler und Lehrer erreicht, im Jahr
davor waren es 8.809, also rund ein Drittel weniger. 2001 waren es
nur 1.128 Personen, die über gesundheitsfördernde Maßnahmen in
Schulen angesprochen wurden. Mit Verhaltens-angeboten -
Ernährungskurse für erwachsene Übergewichtige und Kinder, "Rauchfrei
durchs Leben"-Kurse und Workshops in Betrieben, Vereinen und Schulen
wurden im Vorjahr 1.142 Menschen erreicht. Mit "Surf Dich schlank"
wurde erst vor wenigen Wochen ein ganz neues Angebot - ein
Online-Abnehmprogramm - präsentiert.
Stark im Ausbau ist der Bereich Betriebliche Gesundheitsförderung.
2011 wurden 28.888 Arbeitnehmer erreicht (2010: 19.373 Menschen). "In
diesem Bereich wollen wir 2012 noch stärker werden und gezielt in die
Fläche gehen. 500 Betriebe in Ober-österreich sollen bis 2020 das
Gütesiegel Betriebliche Gesundheitsförderung anstreben - sowohl die
Unternehmen als auch die Arbeitnehmer werden davon profitieren", so
Andrea Wesenauer konkret. Einen weiteren gesundheitsfördernden
Schwerpunkt, der im Vorjahr vorbereitet wurde, hat sich die OÖGKK
2012 gesetzt:
"...von Anfang an!"
In die Gesundheit der Schwangeren bzw. der kleinen Kinder wird
investiert. Ganz nach dem Motto "Vorbeugen ist besser als heilen".
Mit dem Gesamtpaket "...von Anfang an!", das auch aus Mitteln des OÖ.
Gesundheitsfonds und der Bundesgesundheits-agentur finanziert wird,
erhalten die jungen Eltern einerseits von der OÖGKK immer zum
richtigen Zeitpunkt Informationen zu den Schwerpunktthemen Ernährung,
Zahngesundheit, rauchfreie Umgebung, Sonnenschutz, Impfen und
psychische Gesund-heit und werden andererseits auch eingeladen bei
Workshops - Gesund essen von Anfang an, Rauchfrei von Anfang an -
dabei zu sein. Jede werdende Mutter erhält künftig mit dem
Mutter-Kind-Pass von ihrem Gynäkologen die Mappe "... von Anfang
an!". Darin sind ein Schwangerschafts-Tagebuch mit wertvollen Tipps,
um sich später einmal an die spannenden neun Monate erinnern zu
können sowie Folder und Anmeldeinformationen zu konkreten Angeboten
(wie "Gesund essen von Anfang an!" oder "Rauchfrei von Anfang an!")
enthalten. Weitere Informationsangebote wird es dann nach der Geburt
und in den ersten Lebensjahren des Kindes geben. "Wir wollen damit
ganz klar alle jungen Eltern in Oberösterreich erreichen und
begleiten. Unsere große Offensive "... von Anfang an!" deckt sich
auch mit einem der neuen ober-österreichischen Gesundheitsziele, die
die Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern bis 2020 verbessern
soll. Die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse möchte die Eltern
zu Experten in Sachen Babyernährung machen", meint Direktorin Andrea
Wesenauer. "Jede einzelne Allergie oder Adipositaserkrankung, die so
vermieden werden kann, ist ein Erfolg. Unser Motto ist auch hier:
Vorbeugen ist besser als heilen", ist Obmann Felix Hinterwirth
überzeugt.
Rehabilitation - mehr Patienten, neue Therapien
"Wir unterstützen unsere Versicherten nach schweren Erkrankungen
oder Operationen mit einer Rehabilitation und machen so den Weg
zurück ins eigenständige Leben leichter", freut sich Andrea
Wesenauer. 2011 wurden neue ambulante Rehabilitationen - die OÖGKK
ist dabei Vorreiter in Österreich - im Fachambulatorium Linz
angeboten: Reha nach Amputationen und Wirbelsäulen-Reha. Insgesamt
wurden 2011 in den Fachambulatorien der OÖGKK 1.311 Reha-Patienten
betreut (im Vergleich: 2010 1.087 bzw. 2008 585 Personen). Dass das
Leistungsspektrum der Fachambulatorien laufend ausgebaut wird,
schlägt sich auch in den Zahlen nieder: So erhielten im vergangenen
Jahr 38.374 (2010: 36.026) Patienten 653.826 (2010: 632.572)
Therapien und Behandlungen. Ein Vorteil für Patienten, die nach einem
Schlaganfall eine Reha brauchen, ist der erst kürzlich abgeschlossene
Vertrag mit dem Therapiezentrum Gmundnerberg. "Neben ausgezeichneter
Qualität wollen wir unseren Versicherten Leistungen auch in nächster
Nähe zum Wohnort anbieten", so Obmann Hinterwirth.
Gesunde Zähne - Zahnprophylaxe und Spezialangebote
219.317 Patienten haben in den Zahnambulatorien der OÖGKK im
vergangenen Jahr 785.741 Behandlungen erhalten. Zum Vergleich: 2010
waren es 207.912 Patienten und 758.367 Behandlungen und vor zehn
Jahren - 2001 - 181.136 Patienten, die 574.463 Mal behandelt wurden.
Neu im Leistungsspektrum der Zahnambulatorien sind eine
Halitosis-Sprechstunde (Mundgeruch) in Linz, die Kooperationen mit
der Landesfrauen- und Kinderklinik Linz sowie dem Krankenhaus
Vöcklabruck zur Zahnbehandlung in Narkose von Kindern bis zum
sechsten Lebensjahr und beeinträchtigten Personen jeden Alters. "Wir
kümmern uns auch um jene Patienten, die mehr Zeit, Zuwendung und
entsprechende Vorkehrungen benötigen: Kinder, Personen mit
Beeinträchtigungen und alte Menschen, die direkt im Alten- und
Pflegeheim von uns versorgt werden", freut sich Obmann Felix
Hinterwirth hier ein wichtiges Statement im Zeichen der Solidarität -
Gesundheitsversorgung für alle, zu setzen.
Strukturierte Diabetesbetreuung wird Therapie aktiv
Neu ist auch, dass die strukturierte Diabetesbetreuung seit 1.
Juli 2011 unter dem Namen "Therapie aktiv" läuft. 7.564 Typ
2-Diabetes-Patienten nehmen derzeit bei 276 Ärzten an diesem Programm
teil. Oberösterreich ist hier sowohl bei den teilnehmenden Ärzten als
auch bei den Patienten österreichweit Vorreiter. Die Kosten für das
Programm tragen OÖGKK und Land OÖ gemeinsam. 2011 hat die OÖGKK hier
615.000 Euro investiert.
Weiteres wichtiges Thema 2011, das die Versicherten und ihre
Gesundheit betrifft, war die Einigung mit den Spitälern zur
refraktiven Augenchirurgie (hier gibt es jetzt klar definierte
Kriterien, die die Vorgehensweise bei Bewilligungen von refraktiven
Laser-operation zur Korrektur von Fehlsichtigkeit regeln).
Treffsichere Hörgeräteversorgung
Im Oktober 2011 hat die OÖGKK mit einer Qualitätssicherung bei der
Hörgeräte-versorgung gestartet. Nur der audiologisch abgeklärte und
gut informierte sowie problembewusste Patient wird zum Akustiker
überwiesen. Dadurch soll die Dropout-Quote beim Akustiker gesenkt und
die Tragequote nach der Hörgeräteanpassung entscheidend verbessert
werden. Verpflichtend eingeführt wurde eine Aus- und Weiter-bildung
für Ärzte und Ordinationspersonal. 2010 wurden von der OÖGKK 7.063
Patienten mit Hörgeräten versorgt. Das entspricht einem
Leistungsvolumen von rund 9,5 Millionen Euro (im Vergleich: 2009
waren es 6.129 Patienten und ein Leistungsvolumen von 6,5 Millionen
Euro).
Psychische Gesundheit - mehr Therapiestunden auf e-card
Die psychische Gesundheit der Menschen in Oberösterreich liegt der
OÖGKK sehr am Herzen. Die Leistungen in diesem Bereich wurden in den
vergangenen Jahren sukzessive gesteigert und 2011 weiter ausgebaut.
Alleine mit den Vertragsvereinen PGA und der OÖGP wurde für 2011 ein
Stundenkontingent von 72.102 Stunden vereinbart, das sind um nicht
ganz 10.000 Stunden mehr als im Jahr zuvor. Zum ersten Mal wurden
auch Stunden für Kinder und Jugendliche zweckgewidmet. "Sehr positiv
ist auch die Evaluierung der Clearingstelle für Psychotherapie in
Linz ausgefallen. Die Patienten haben einen kompetenten
Ansprechpartner und müssen nicht im Kreis gehen. Hier ist eine
Fortsetzung geplant", berichtet Andrea Wesenauer. Neu ist auch ein
Angebot für Kinder und Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten oder
Beeinträchtigungen der psychischen Befindlichkeit im Innviertel.
OÖGKK und Land OÖ haben hier im Rahmen eines Reformpoolprojektes ein
Kinder- und Jugendkompetenzzentrum eingerichtet.
Gutes Finanzergebnis 2011 erwartet
Rund 1,76 Milliarden Euro wurden 2011 für Versicherungsleistungen
aufgewendet, unter anderem für 12 Millionen Arztkontakte, 13,08
Millionen Medikamente, 18,3 Millionen Heilbehelfe und Hilfsmittel,
2,4 Millionen Spitalstage und 580.000 Transporte. Rund 408 Millionen
Euro wurden für ärztliche Hilfe und gleichgestellte Leistungen, 332
Millionen Euro für Heilmittel und 548 Millionen Euro für
Anstaltspflege ausgegeben. Und trotzdem kann die OÖGKK ein
ordentliches Plus von 33,5 Millionen Euro bei ihrer vorläufigen
Endabrechnung aufweisen.
"Wir rechnen derzeit mit Beitragseinnahmen von 1,6 Milliarden Euro
im Jahr 2011. Arbeitnehmer und Dienstgeber haben wieder einen
gewaltigen Beitrag - auch im Sinne der Solidarität für kranke und
finanziell schwächere Menschen - geleistet. Wir werden jeden Cent,
den wir von unseren Versicherten und Beitragszahlern erhalten, in
sinnvolle Bereiche reinvestieren", verspricht Obmann Felix
Hinterwirth.
"Auch 2012 werden wir nicht den Sparstift zücken. Ganz im
Gegenteil: Unsere Gesundheitsoffensive wird fortgesetzt: Ein
wichtiger Bereich ist hier vor allem die Gesundheitsförderung. So
wird 2012 die Kindergesundheit mit Initiativen wie "...von Anfang
an!" ein besonderer Schwerpunkt. Wir werden auch weiterhin die
Leistungen in sinnvollen Bereichen ausbauen und so in die Gesundheit
unserer Versicherten investieren", unterstreicht Direktorin Andrea
Wesenauer.
Rückfragehinweis:
OÖ Gebietskrankenkasse
Direktionsbüro und Kommunikation
Mag. Ulrike Bauer
Tel: 05 78 07 - 10 22 12
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