• 13.02.2012, 09:00:37
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Trügerischer Valentinstag: Österreich bei Scheidungsrate über dem Europa-Schnitt

Wien (OTS) - Der Valentinstag gilt in vielen Ländern als Tag der
Liebenden - doch bei aller schönen Romantik steht dieser Tag im
Gegensatz zu einer anderen Realität, wie eine Analyse der Allianz
zeigt: Während EU-weit seit den 1970er Jahren die Zahl der
Eheschließungen um 43 Prozent abgenommen hat, hat sich die Anzahl der
Scheidungen verdoppelt. Eine bittere Folge: Insbesondere Frauen seien
im Alter von tendenziell niedrigerem Lebensstandard betroffen, zeigt
die Allianz auf.

"Im Schnitt werden in Österreich jeden Tag nahezu fünfzig Ehen
geschieden. Die Auflösung der Lebensgemeinschaft tangiert auch
speziell die Altersvorsorge. Frauen sind hier im Schnitt schlechter
gestellt", erklärt Mag. Xaver Wölfl, Service-Experte der Allianz
Gruppe in Österreich.

Belgier als "Scheidungskaiser", Iren am treuesten

Die - relativ zur Bevölkerungszahl - meisten Hochzeiten gibt es in
Zypern, gefolgt von Malta und Polen, Österreich liegt im Vergleich
auf Platz 13 und damit im EU-Schnitt. Am wenigsten geheiratet wird in
Bulgarien und Slowenien. Die meisten Scheidungen gibt es in Belgien
und Litauen, gefolgt von der Tschechischen Republik, die wenigsten in
Italien und Irland. Setzt man die beiden Zahlen zueinander in
Relation, so zeigt sich ein europaweit deutlich differenziertes Bild:
Die höchste Scheidungsrate hat Belgien (71 Prozent), gefolgt von
Portugal (68 Prozent) und Ungarn (67 Prozent). Österreich liegt im
oberen Mittelfeld: Im Jahre 2010 gab es in Österreich rund 38.000
Eheschließungen. Dem standen im gleichen Jahr über 17.000 Scheidungen
gegenüber. Damit lag die Scheidungsrate in Österreich bei 47 Prozent
und somit über dem Durchschnitt in der EU (44 Prozent). Die mit
Abstand niedrigste Scheidungsrate weisen die Iren (15 Prozent) auf.

Private Altersvorsorge besonders für Frauen relevant

Wirft man einen Blick auf den langfristigen Trend, so zeigt sich,
dass sich seit den 1970er Jahren in Österreich die relative Zahl der
Eheschließungen fast halbiert, jene der Scheidungen fast verdoppelt
hat. Was die soziologischen Entwicklungen und Daten bedeuten, ist
vielen Paaren, die sich in der Anfangszeit ihrer Beziehung und Ehe im
siebten Himmel wähnen und die rosarote Brille des Verliebtseins
tragen, leider oft nicht klar. "Grundsätzlich gilt: Unabhängig von
der 'besseren Hälfte' sollte jeder Ehepartner seine ganz persönliche
eigene Altersvorsorge aufbauen", erklärt Wölfl. Ganz besonders gelte
dies für Frauen. Selbst wenn die Ehefrau berufstätig ist, verdienen
Frauen im Durchschnitt immer noch deutlich weniger als Männer. Laut
Frauenbericht lag der Medianlebensstandard von alleinlebenden Frauen
im Jahr 2007 bei rund 1.288 Euro pro Monat, alleinlebende Männer
hatten pro Monat um 255 Euro mehr Einkommen zur Verfügung.
Alleinlebende Frauen hatten damit einen um 17 Prozent geringeren
Lebensstandard als alleinlebende Männer.

Denn wer sein Leben lang weniger verdient und durch Auszeiten für
die Kindererziehung meist einen unterbrochenen Lebenslauf hat, sollte
sich umso mehr um die ausreichende Vorsorge für das Alter kümmern -
insbesondere auch deshalb, weil Frauen im Schnitt deutlich älter
werden als Männer. Schon heute ist eine von fünf Frauen in Österreich
über 64 Jahre alt. Bis zum Jahr 2050 wird die Zahl der über
64-jährigen Frauen um 617.000 auf 1,5 Mio. zunehmen.

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Foto: Mag. Xaver Wölfl ((C) Allianz) - Abdruck honorarfrei
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Rückfragehinweis:

Mag. Manfred Rapolter, MA
   Unternehmenskommunikation
   Allianz Gruppe in Österreich
   Hietzinger Kai 101-105, 1130 Wien
   Tel: 05 9009 80 690, Fax: - 40261
   E-Mail: [email protected] 
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