SP-Valentin: Weitere Forderungen zur Senkung des Fluglärms

Wien (OTS/SPW-K) - "Die Menschen wollen reisen, in den Urlaub fliegen. Die globale Vernetzung macht Dienstreisen in alle Himmelsrichtungen erforderlich. Der Flughafen Wien hat dabei eine wichtige Drehscheibenfunktion im Herzen Europas. Wir wollen ihn als starken Wirtschaftsmotor erhalten und die vielen Arbeitsplätze sichern. Aber der Flughafen ist auch gefordert, seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit mit der Lebensqualität der Anrainerinnen und Anrainer in Einklang zu bringen", kündigt SP-Umweltsprecher und Landtagsabgeordneter Erich Valentin zusätzliche Forderungen von Wien an, um die Fluglärm-Situation weiter zu verbessern.

"Obwohl Wien weder ein Weisungsrecht noch behördliche Kompetenzen am Flughafen oder bei der Lenkung des Flugverkehrs hat, konnten wir in einer Vielzahl von Verhandlungen hohe Standards für Ökologie und Lärmschutz durchsetzen", so Valentin. Dazu zählt er die Nachtflugregulative von 21:00 bis 07:00 Uhr und die prozentuellen Deckelungen auf den drei für Wien relevanten Flugrouten. "Weniger als ein Viertel der Flugbewegungen führt über die Stadt. Das ist europaweit beispielgebend", betont der Landtagsabgeordnete.

Mehr Transparenz, Einhalten der Zielwerte und neue Flugrouten

Dazu erhebt der SP-Umweltsprecher weitere Forderungen, um den Fluglärm weiter zu senken. Erstens will Valentin mehr Transparenz bei der Flugspuren-Abbildung im Internet, so wie es in den USA oder weitgehend in Europa bereits Standard ist: "Damit wäre es möglich mit 20 bis 30 Minuten Zeitverzögerung die Höhe, Flugzeugtyp, Start- und Zieldestination, sowie die Airline nachzuvollziehen." Dies sei eine Grundvoraussetzung für eine offene Diskussion. Weiters verlange Wien das die Jahreszielwerte auf den einzelnen Flugrouten eingehalten werden. Insbesondere die Landungen auf Piste 11 und 16 sowie die Starts via 29, eine Route die besonders Liesing betrifft.

Damit Landungen auf Piste 16 nicht mehr über Essling geflogen werden, soll der Kurvenanflug so rasch wie technisch möglich, eingeführt werden. Zudem gilt es auch neue Flugrouten bei den Starts auf Piste 29 zu diskutieren, damit ein Teil nicht mehr über den 23. Bezirk fliegen muss.

Das Thema Fluglärm wird heute, Samstagnachmittag, übrigens auch in der Sendung "Bürgeranwalt" diskutiert. Ob der ressortlose FPÖ-Stadtrat Lasar und FPÖ-Klubobmann Gudenus bei ihren Diktatoren-Trips nach Libyen und Tschetschenien mit dem Auto oder dem Flugzeug reisten, wird allerdings nicht besprochen.

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