• 09.02.2012, 10:43:38
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KPMG-Studie: Bauunternehmen sehen weltweit Chancen bei Infrastrukturprojekten

Linz/Wien (OTS) - Die vergangenen drei Jahre waren für viele
Unternehmen in der Bauindustrie von Unsicherheit geprägt. Eine
Konstante bleibt jedoch: die Nachfrage nach Infrastruktur in allen
Varianten. Daraus ergibt sich ein deutlicher Schwenk im Fokus der
Bauunternehmen. Konzentrierte man sich bisher vor allem auf
Geschäfts-, Wohn- und Industriebauprojekte, sind diese in vielen
Regionen auf den zweiten Platz gerückt. Ganz vorne stehen nun
Infrastrukturprojekte im Bereich Energie und Naturressourcen,
Transport, Kommunikation und Technologie. Diese Erkenntnisse liefert
die internationale Studie KPMG Global Construction Survey 2012, zu
der auch österreichische Unternehmen befragt wurden.

Die Befragung ergab, dass die Bauunternehmen besonders im
Energiesektor ein großes Potenzial für Umsatzwachstum sehen. 41
Prozent der Befragten rechnen mit Aufträgen bei Erdöl-,
Erdgasprojekten und erneuerbarer Energie.

Große Infrastrukturprojekte befinden sich jedoch auch im
Spannungsfeld zwischen der öffentlichen Hand und privaten
Unternehmen: Während Regierungen sich auf eine wachsende Bevölkerung
und somit große Anforderungen an die Infrastruktur einstellen müssen,
ist gleichzeitig Kostenreduktion deren oberste Maxime. 80 Prozent der
Studienteilnehmer bescheinigen den Regierungen mangelnde Führungs-
und Entscheidungskompetenz im Hinblick auf Infrastrukturmaßnahmen,
die beispielsweise Public-Private-Partnerships erleichtern würden.

Sorgen machen sich Bauunternehmer vor allem um die instabile
Wirtschaftslage (weltweit 71 Prozent, Europa 82 Prozent). Die Studie
ergibt jedoch, dass nur elf Prozent der Unternehmen mit einem
Rückgang der Aufträge rechnen. International betrachtet glauben 75
Prozent, dass neue Aufträge die gleichen oder sogar höhere
Gewinnspannen als die vorhandenen bringen werden. "Dieser Optimismus
in der internationalen Befragung ist natürlich stark vom anhaltenden
Bauboom in Asien - wie etwa China oder Hongkong - geprägt. In Europa
betrachten die Unternehmen die Eurokrise mit wachsender Besorgnis.
Die politischen Diskussionen werden aufmerksam verfolgt. In
Österreich rechnet man insgesamt mit einer etwa gleichbleibenden
Auftragslage", sagt KPMG-Geschäftsführer Ernst Pichler.

Kostenoptimierung ganz oben auf der Agenda der Bauunternehmer

Um den künftigen Herausforderungen und der angespannten
Wirtschaftslage gut gerüstet zu begegnen, sehen die Unternehmen vor
allem in der Beschaffungs- und Zulieferkette (59 Prozent) sowie in
verbesserten Geschäftsprozessen (53 Prozent) Potenzial, ihre Kosten
zu optimieren. "Gerade in den so genannten Emerging Markets sind jene
Unternehmen mit den effizientesten Strukturen und Beschaffungswegen
am erfolgreichsten", ergänzt Wilhelm Kovsca, ebenfalls
Geschäftsführer bei KPMG.

Eine deutliche Reduktion der Kosten wird vor allem von
US-Unternehmen angestrebt; dort bemüht man sich redlich, ein
kostenbewussteres Denken direkt in der Unternehmenskultur zu
verankern. In Österreich setzen die Baufirmen zwar auf weitere
Optimierungen, eine deutliche Reduzierung der Kosten (insbesondere
bei Overheads und Löhnen) sei aber nicht zu erwarten, so Kovsca.

Risikomanagement bleibt aktuell

Und weiterhin ein aktuelles Thema in der Bau- und
Konstruktionsbranche: die standardisierte Indentifizierung und
Bewertung der Risiken. 54 Prozent der Studienteilnehmer geben an,
dass sie bisher bei einer negativen Projektentwicklung mögliche
Gründe bzw. das Risikopotential nicht ausreichend evaluiert haben.
"Wir sehen nach wie vor Handlungsbedarf bei den Unternehmen,
standardisierte Tools zur Steuerung des Risikos zu implementieren.
Die befragten Unternehmen in Österreich sehen vor allem politische
Risiken in den Emerging Markets, die es zu bewerten gilt", schließt
Pichler.

Die Studie sowie die vollständige Presseaussendung finden Sie
hier: http://www.ots.at/redirect/constructionsurvey

Rückfragehinweis:
Iris Zeppezauer, KPMG Austria GmbH, mailto:[email protected]
Tel: 0732/6938-2157

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KPM

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