EU-Innovationsbericht - Bures: Österreichs Stärke liegt in der wirtschaftsnahen Forschung

Wien (OTS/BMVIT) - Heute hat die EU-Kommission ihren neuen "Innovationsanzeiger", das "Innovation Union Scoreboard" (IUS), für 2011 vorgelegt. Das IUS ist ein seit dem Jahr 2001 jährlich erscheinendes Benchmarking-Instrument der Europäischen Kommission, das die Innovationskraft der verschiedenen EU-Länder miteinander vergleicht. Österreich wird darin auf Rang 8 geführt (2010: Rang 7), als einer der Staaten mit einer "überdurchschnittlichen Performance", die unmittelbar auf die Innovation Leader folgen. ****

Innovationsführer in der EU sind Schweden, Dänemark, Finnland und Deutschland. Darauf folgt eine Gruppe von sechs Staaten, darunter auch Österreich, die die Kommission als "Innovation Follower" klassifiziert. Die Unterschiede im Indexwert dieser Staaten sind sehr gering.

Innovationsministerin Doris Bures sieht im Innovationsranking einen wichtigen Vergleich, an dem man die Stärken und Schwächen Österreichs im europäischen Vergleich ablesen kann. So zeigen die Einzelauswertungen, dass Österreich bei den wirtschaftsnahen Indikatoren sehr gut abschneidet. Dazu zählen die F&E-Ausgaben der Unternehmen, die angemeldeten Patente, Trademarks und Designs sowie beim Anteil der innovativen KMUs.

Hervorzuheben sei hier, dass sich Österreich gerade in den Bereichen der "großen gesellschaftlichen Herausforderungen" mit Innovationen, Erfindungen und Patenten hervortut. Ministerin Bures sieht darin auch eine Bestätigung für ihr Ressort: "Genau hier setzen wir unsere Schwerpunkte - in Bereichen, in denen man mit Technologien die wichtigsten Herausforderungen unsrer Zeit lösen kann: Energie, Produktionstechnologien, Umwelttechnologien, IKT, auch IKT-Lösungen, die einer älter werdenden Gesellschaft das Leben erleichtern, und Mobilität."

Weniger gut liegt Österreich bei den Kategorien Venture Capital und Akademikerquote. Auch im Bereich Technologieexporte, insbesondere Hochtechnologieexporte, sieht Bures noch Handlungsbedarf. Deshalb unterstützt das BMVIT heimische Unternehmen bei der Internationalisierung im Bereich von Forschung, Entwicklung und Innovation. Bures weist hier auf Abkommen mit der russischen Innovationsstadt Skolkovo hin und auf neue Technologieabkommen mit China, die sie im vergangenen Jahr abgeschlossen hat.

Zugleich ist es ihr ausdrückliches Ziel, den Anteil der Unternehmen an den Gesamtausgaben für F&E weiter zu steigern. Mit der Initiative "Innovationsland Österreich" hat die Ministerin im Vorjahr einen Prozess gestartet, in dem sich bisher 22 der führenden Technologieunternehmen Österreichs bis 2015 zu einer 20-prozentigen Steigerung ihrer Forschungsausgaben verpflichten. Und die Ministerin betont, dass es trotz Budgetkonsolidierung vordringlich sein muss, auch von Seiten der öffentlichen Hand weiter in die Zukunftsbereiche Forschung und Entwicklung zu investieren.

Service: Das Innovation Union Scoreboard zum Download unter:
http://ec.europa.eu/enterprise/policies/innovation/facts-figures-anal
ysis/innovation-scoreboard/index_en.htm

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