Ausbildung der Raumvorstellung in Gefahr

Bewährtes Schulfach vor der Abschaffung?

Graz (OTS) - Fachleute fürchten, dass Baupoliere, Mechaniker, Tischler, Ingenieure ... in Zukunft ohne räumliche Vorbildung in die Berufsausbildung entlassen werden. Trotz Technikermangels in Österreich wird in der Neuen Mittelschule (NMS) das Fach Geometrisches Zeichnen (GZ) großteils nicht mehr am Stundenplan stehen.

Jetzt ist GZ in der 7. und/oder 8. Schulstufe der Hauptschule verpflichtend, weil in dieser Altersgruppe die räumliche Vorstellung noch entwickelt werden kann. Trotz des Bekenntnisses zur verstärkten Berufsorientierung sieht der Gesetzesentwurf für die NMS eine drastische Reduktion bzw. Eliminierung dieses Faches vor.
Es geht in GZ, einem Fach, um das uns das Ausland beneidet, vorrangig um die Ausbildung der Raumvorstellung. Diese zählt zur "Raumintelligenz", immerhin einer der 7 anerkannten Intelligenzfaktoren. Raumvorstellung wird beim Medizinaufnahmetest genauso gefordert wie bei jedem Piloten, Bauingenieur, Mechaniker... der einen Plan lesen und interpretieren können muss. GZ ist aber nicht nur berufsvorbereitend, es gehört auch zu den allgemeinbildenden Fächern, denn jeder muss heute einen Wohnungsplan oder eine Montageanleitung lesen können.

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Werner Gems
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