Immobilienmarkt Steiermark und Kärnten: Trend zum Eigentum - Rückgang des Mietwohnungbooms

Wien (OTS) - In Österreichs südlichsten Bundesländern zeigen sich dynamische Entwicklungen. IMMOBILIEN.NET, Österreichs größte Immobilienplattform, hat einen genaueren Blick auf den dortigen Immobilienmarkt geworfen:

In den beiden Bundesländern Steiermark und Kärnten lässt sich ab dem 2. Quartal eine spannende Entwicklung ablesen. Die Nachfrage nach Grundstücken steigt an, und lässt in Kombination mit dem ebenfalls steigenden Bedarf nach Häusern im Eigentum einen eindeutigen Trend erkennen. Ein eigenes Grundstück, mit dem Gedanken, darauf ein Eigenheim zu errichten, ist für viele erstrebenswert und erlebt eine kleine Renaissance in der Beliebtheit.

In der Steiermark suchen die Leute seit der Mitte vorigen Jahres vermehrt sowohl Häuser als auch Eigentumswohnungen. In Kärnten ist vor allem die Eigentumswohnung wieder vermehrt gefragt. Im Gegensatz zu Kaufobjekten sackten die Anfragen nach Mietwohnungen bei den Immobiliensuchenden in beiden Bundesländern in den letzten Monaten ab.

Kärnten

Nachfrageentwicklungen

An den tatsächlichen Immobilien Anfragen auf IMMOBILIEN.NET gemessen ist das eigene Haus mit 37 % die begehrteste Immobilie in Kärnten. Eigentumswohnungen haben gegen Ende des Jahres jedoch stark aufgeholt und liegen mit 34 % nur mehr knapp dahinter. Zu Beginn des Jahres 2010 lagen Eigentumswohnungen und Mietwohnungen mit 27 % noch gleich auf.

Preise für Häuser im Eigentum weiter im Steigen

Betrachtet man ganz Kärnten, so sind die Preise für Häuser im Eigentum um nahezu 6 % gestiegen und rangieren derzeit bei 1.255 Euro im Median. Nach Regionen aufgeschlüsselt zeigt sich ein etwas differenzierteres Bild. Zu den absoluten Gewinnern zählen Feldkirchen mit einem Plus von 7,4 % (1.071 Euro pro Quadratmeter), Hermagor mit 6,8 % (1.335 Euro) und Klagenfurt Land mit 6,5 % (1.284 Euro). Auch Sankt Veit an der Glan (1.368 Euro) und Villach Land (1.098 Euro) haben um nahezu 5 % zugelegt. Moderate Steigerungen gibt es immerhin noch in Völkermarkt (+ 3,3%/1.076 Euro), Wolfsberg stagniert bei 933 Euro pro Quadratmeter.

Traditionell spielen Eigentumswohnungen in urbaneren Gebieten eine größere Rolle und werden zunehmend nachgefragt. Gebrauchte Wohnungen schlagen in der Landeshauptstadt konstant mit 1.580 Euro zu Buche, in Villach hingegen stiegen die Preise um 5 %. Derzeit sind dort 1.729 Euro für den Quadratmeter fällig. Besonders interessant stellt sich die Situation in Hermagor aufgrund der vielen Ferienwohnungen dar. Mit 2.185 Euro bleibt die Region um das Nassfeld Kärntens exklusivstes Pflaster, was diese Immobilienart betrifft. "Die Preissteigerungen für Eigentumswohnungen in dieser Region sind mit unter 2 % moderat. Aufgrund der zahlreichen Ferienwohnungen bewegen sich die Preise aber bereits ohnehin auf hohem Niveau", kennt IMMOBILIEN.NET-Geschäftsführer Alexander Ertler die Gründe dafür.

"Während Eigentumswohnungen immer beliebter werden, sehen wir bei Mietwohnungen einen Rückgang des Nachfrageüberhang.", so Ertler weiter: "Da in Kärnten die Mieten jedoch ohnehin schon günstig sind, hat es keine nennenswerten Auswirkungen auf das Mietniveau". Dieses bewegt sich im gesamten Bundesland bei 7 Euro für Gebrauchtwohnungen. Die Stadt Villach ist mit 6,5 Euro hier etwas günstiger.

Steiermark - Eigentum als sichere Investition beliebt

Nachfrageentwicklungen

In der Steiermark bietet sich annähernd das gleiche Bild. Hier ist ebenfalls ein eindeutiger Trend zum Eigentum erkennbar. Der Nachfragerückgang der Mietwohnung ist besonders ab dem 3. Quartal 2011 markant festzustellen. Die Nachfrage nach Mietwohnungen ist aber dennoch ausreichend gegeben um freie Objekte in kurzer Zeit wieder zu vermitteln. Hatte die Mietwohnung noch zu Beginn des Jahres 2011 einen Nachfrage-Marktanteil von 50 %, nähert sie sich mit aktuellen 36 % dem Haus im Eigentum (mit derzeit 28 %) stark an. Im Steigen hingegen ist die Eigentumswohnung. Ganz klar ist hier ein Trend zum Eigenheim zu erkennen, welche vor allem in Krisenzeiten für die Österreicher eine sichere Investition darstellt.

Preise - Grundstückskäufer im Vorteil, Häuser in Graz teurer

Am teuersten wohnt man derzeit in der Landeshauptstadt Graz wo man Ende 2011 mit rund 2.800 Euro pro m2 für eine Eigentumswohnung im Neubau um 1,6% mehr als im Vorjahr auf den Tisch legen. Recht günstig hingegen lebt man im Murtal, wo man schon um durchschnittlich 690 Euro gleiche Objekte bekommt. Bei den Mietwohnungen bietet sich ein ähnliches Bild, hier ist der durchschnittliche Preis pro m2 um knappe 3 % auf 7,2 Euro pro m2 gestiegen und liegt somit noch unter der Inflation.
Bei den Häusern ist aufgrund der steigenden Beliebtheit, ein starker Preisanstieg von 6,9% im Vergleich zum Vorjahr zu erkennen. Vor allem in Graz greift man tief in die Tasche und bezahlt pro m2 rund 2.900 Euro. Häuselbauer sind aktuell beim Grundstückskauf klar im Vorteil, bleiben die Preise hier doch recht stabil.

Die Datenbasis

Den Berechnungen der derzeitigen Immobilienpreise liegen 28.736 Immobilienangebote im Zeitraum von Quartal 1 2010 bis Quartal 4 2011 zu Grunde. Alle Angaben verstehen sich als Median-Werte, netto exklusive Betriebskosten und Umsatzsteuer, für die jeweilige Region und stellen einen Angebotspreis dar.

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