Schicker/Ellensohn: Herr Gudenus, gehen Sie auf Distanz zu Strache

Wien (OTS/SPW-K) - "Der kolportierte Reichskristallnacht-Sager und die widerlichen und vollkommen unangemessenen Vergleiche zur NS-Zeit von FP-Chef Heinz-Christian Strache sind absolut inakzeptabel und müssen aufs Schärfste kritisiert und zurückgewiesen werden. Diese dringend notwendige Abgrenzung zu derartigen Vergleichen ist beim Wiener FP-Klubchef Johann Gudenus bis jetzt noch nicht zu orten. Das ist ein unhaltbarer Zustand", stellen heute, Freitag, die Klubvorsitzenden von SPÖ und Grüne, Rudi Schicker und David Ellensohn unisono fest.

Die Opfer-Täter-Umkehr und das absurde Geschichtsbild, das Strache mit seinen Äußerungen forciere, komme einer unglaublichen Verharmlosung der NS-Gräuel gleich. Wie aktuelle Beispiele zeigen, scheint die FP nicht bereit zu sein, von derartigen Aussagen Abstand zu nehmen. "Es ist nicht genug, dass der Vorarlberger FP-Landesparteiobmann Dieter Egger eine Distanzierung seiner Partei zum Nationalsozialismus betont, sich aber nicht von Strache und dessen ungeheuerlichen Aussagen klar abgrenzt und sich damit selbst vom Täter zum Opfer macht. Noch ungeheuerlicher sind jüngst getätigte Aussagen vom freiheitlichen Europa-Abgeordneten Franz Obermayr, der bei Demonstrationen gegen den Ball des Wiener Korporationsrings eine "Pogrom-Stimmung" ortete", findet Schicker heute klare Worte. Obermayr war es auch, der führende Rechtsaußen-Politiker zum WKR-Ball einlud.

David Ellensohn, Klubobmann der Grünen Wien, bezeichnet die Aussagen Straches und Obermayrs als "unerträgliche Entgleisung und Verharmlosung" der schrecklichen Ereignisse vom 9. November 1938. "FPÖ Abgeordnete haben sich nicht nur nicht von der Aussage Straches distanziert, sondern diese sogar noch weiter befördert. Die Umkehr von Täter- und Opferrolle ist nicht länger hinzunehmen. Es sollte für jede demokratische Partei ausgeschlossen sein, mit der FPÖ zusammenzuarbeiten", so Ellensohn.

SP-Klubchef Rudi Schicker stellt abschließend klar: "Ich fordere den Wiener FP-Klubchef Johann Gudenus auf, sich rasch von den geschmacklosen Äußerungen seines Bundesparteiobmanns zu distanzieren. Von Vorarlberg bis Wien dulden wir derartige widerliche Vergleiche nicht. Wir werden alles dafür tun, uns gegen jene zu stellen, die Hetze und eine Politik gegen ein gutes Miteinander in Wien betreiben, denn sie handeln auch gegen das Wohl der Wienerinnen und Wiener!" (Schluss)

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