Kosovo - Darabos: Reservebataillon bleibt weiter im Einsatzraum

Sicherheitslage "ruhig, aber weiterhin fragil" - US-Verteidigungsminister Panetta dankt Österreich für Engagement

Brüssel (OTS/BMLVS) - Verteidigungsminister Norbert Darabos begrüßt die Entscheidung, die KFOR-Truppenstärke im Kosovo beizubehalten. "Die derzeitige Truppenstärke ist das Minimum, das wir brauchen, um das Mandat durchzusetzen. Solange keine Bewegungsfreiheit zu den Grenzübergängen Gate 1 und Dog 31 besteht, ist ein Zurückfahren unrealistisch", sagte Darabos am Rande des heutigen Treffens der NATO-Verteidigungsminister in Brüssel. Die deutsch-österreichische Reserveeinheit (ORF-Bataillon; Operational Reserve Force) wird weiterhin im Einsatzraum bleiben und soll erst im April für sechs Monate abgelöst werden.

Für die Zeit danach kann sich Darabos vorstellen, mit Deutschland erneut eine Reserveeinheit für den Westbalkan zu bilden. "Deutschland ist ein ausgezeichneter Partner. Die Zusammenarbeit ist hoch professionell und erfolgreich", sagte Darabos. Das österreichische Engagement im Kosovo ist international hoch angesehen, US-Verteidigungsminister Leon Panetta bedankte sich in seinem Statement im Rahmen der Sitzung ausdrücklich bei Österreich für die Unterstützung.

Die Sicherheitslage im Nordkosovo beurteilt Darabos als "derzeit ruhig, aber nach wie vor fragil". In den kommenden Monaten stehen im Kosovo richtungsweisende politische Entscheidungen an, auf die man vorbereitet sein müsse, so Darabos. Noch im Februar soll in vier serbischen Gemeinden im Nordkosovo eine Volksbefragung zum Einfluss der kosovarischen Regierung stattfinden. Im Mai 2012 finden in Serbien Parlaments- und Gemeinderatswahlen statt, und auch die Diskussion über den EU-Kandidatenstatus Serbiens steht an.

Derzeit stellt KFOR 5.800 Soldaten in der Region. Unruheherd ist der Nordkosovo an der Grenze zu Serbien. Österreich ist mit etwa 600 Soldaten nach den USA (1.400) und Deutschland (1.300) drittgrößte Truppensteller-Nation und sogar größter Nicht-NATO-Truppensteller im Kosovo.

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