• 03.02.2012, 08:56:13
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Volkshilfe mahnt: 313.000 Menschen in Österreich frieren

Kosten für Wohnen, Heizen und Strom explodieren - Sparpaket darf Armutsbetroffene nicht noch weiter belasten

Wien (OTS) - "Im reichen Land Österreich müssen Menschen bei
klirrender Kälte frieren. Mehr als 300.000 Menschen in Österreich
müssen beim Heizen sparen und können ihre Wohnung nicht angemessen
warm halten. In den Sozialberatungsstellen der Volkshilfe stehen die
Telefone schon lange nicht mehr still", sagt Mag. (FH) Erich
Fenninger und warnt die Regierung davor, bei ihren Sparpaket bei den
Ärmsten zu sparen. "Verschärfend kommen steigende Kosten für Wohnen,
Heizen und Strom hinzu. Beratungsstellen, Notschlafstellen sowie
soziale Einrichtungen sind für Armutsbetroffene existentiell. Hier
darf nicht gespart werden."

Kosten für Wohnen, Heizen und Strom explodieren

Seit 2000 sind die privaten Mieten mehr als doppelt so stark in
die Höhe gegangen (plus 22 Prozent) wie die Inflation (plus 9
Prozent) und die Löhne (plus 10 Prozent). Das zeigt eine aktuelle
Studie der Arbeiterkammer. Aber nicht nur die Mieten steigen, auch
die Kosten für Heizen und Strom explodieren. Im Vergleich zum Vorjahr
wurden beispielsweise Gas um 13,4 Prozent Heizöl um 25,5 Prozent
teurer.

Umverteilung dringend nötig

"Im Vergleich zum Jahr 2000 hat ein Haushalt derzeit
durchschnittliche Mehrausgaben von 1.300 Euro pro Jahr für die Miete.
Eine Umverteilung ist dringend notwendig", sagt Fenninger und betont:
"Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auf. Das
Sparpaket darf diese Entwicklung nicht unterstützen." Während zum
Beispiel die Einnahmen der ImmobilienbesitzerInnen immer mehr
zulegen, steigen die Löhne der MieterInnen weitaus weniger stark.
Die Volkshilfe fordert gezieltes Gegensteuern. Steuererhöhungen, die
eher Einkommensgruppen mit hoher Sparneigung belasten, bremsen die
gesamtwirtschaftliche Nachfrage wesentlich weniger als
ausgabenseitige Kürzungen (WIFO). "Wir fordern den Ausbau von Steuern
auf Vermögen und Grundbesitz sowie Investitionen in die Bildung und
eine aktive Arbeitsmarktpolitik", so Fenninger abschließend.

Rückfragehinweis:
Mag. (FH) Margit Kubala
Tel.: +43 (0) 676 83 402 214
E-Mail: [email protected]

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